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Nach dem Saisonabbruch: Die Auf- und Absteiger in der Übersicht

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Von: Michael Stahnke

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Alexander Wagner hat sich mit der SG Rodheim für die Bezirksoberliga qualifiziert. © Timo Jaux

(msw). Tischtennis hat sich als Sportart immer selbst damit gerühmt, dass in dieser Sportart über alle Altersgrenzen hinweg in der gleichen Liga gespielt werden kann; vom 15-Jährigen bis zum über 70-Jährigen. Dies hat sich in Pandemie-Zeiten aber als fatal erwiesen. Obwohl Tischtennis keine Kontaktsportart ist, zog der Hessische Tischtennis-Verband die Reißleine und beendete die Saison nach der Hinrunde nun endgültig für alle Spielklassen von der 3.

Kreisklasse bis zur Hessenliga.

Assenheims Mannschaftsführer Albrecht Papp sagte zu der Entscheidung des HTTV: »Ich persönlich finde es schade, aber ich kann auch das Argument verstehen, die vulnerablen Gruppen zu schützen. Es sind nicht alle Hallen so groß wie die in Bad Nauheim, wenn ich da an Bauernheim oder Echzell denke, da kann es auch schnell gefährlich werden.«

Damen

Während also die SG Rodheim in der Oberliga Hessen noch sportlich versuchen kann, den Klassenerhalt zu schaffen, steht der Abstieg für den TTC Florstadt aus der Hessenliga der Damen, fest. Nach zwei wirklich unschönen Pandemie-Jahren in der höchsten Spielklasse Hessens müssen die Florstädterinnen damit wieder zurück in die Verbandsliga. Falls dann vielleicht endlich wieder unter normaleren Bedingungen gespielt werden kann, könnte auch die so schmerzlich vermisste Spitzenspielerin Sandra Michel vielleicht wieder zum Kader zurückkehren. TTC-Mannschaftsführerin Stefanie Hess sagte dazu: »Bei der aktuellen Pandemielage und in Anbetracht, dass die Zahlen jetzt deutlich über denen liegen als zu dem Zeitpunkt als entschieden wurde, die Rückrunde zu unterbrechen, ist es eine richtige und vor allem faire Entscheidung die Runde hier abzubrechen und die komplett gespielte Vorrunde zu werten.«

Gleich den zweiten Abstieg in Folge hinnehmen musste die zweite Garnitur der Florstädterinnen, die in der kommenden Saison dann nur noch in der Kreisliga spielen wird.

Aufgestiegen in die Bezirksliga 2 sind Kreisliga-Meister TTG Büdingen-Lorbach II und der Kreisliga-Zweite TTC Dorheim, doch die Dorheimerinnen werden von ihrem Aufstiegsrecht wie so oft wohl keinen Gebrauch machen.

Herren

Bei den Herren ist besonders der TSV Ostheim traurig über den Saisonabbruch, denn die Butzbacher Vorstädter bekamen zur Rückrunde die Top-Spieler der zurückgezogenen TTG Ober-Mörlen dazu, sodass die Chancen, zumindest zum Erreichen des Aufstiegs-Relegationsplatzes zwei in der Bezirksoberliga Mitte realistisch waren. In der Klasse verbleiben neben dem TSV Ostheim nun auch der TTC Assenheim und der TV Okarben, während beim TSV Butzbach alle Träume nach Jahren der guten Jugendarbeit verflogen sind und der Abstieg in die Bezirksliga verkraftet werden muss.

Dagegen werden aus dieser Bezirksliga/Gruppe 4 der SV Fun-Ball Dortelweil und die SG Rodheim in die höchste Klasse des Bezirks aufsteigen. Für die Bad Vilbeler Vorstädter ist es nach Jahren der Stagnation der größte Erfolg seit den inzwischen schon lange zurück liegenden großen Zeiten in der 2. Bundesliga. Und die SG Rodheim machte einen »Durchmarsch« von der Bezirksklasse in die Bezirksoberliga und möchte dort an frühere Erfolge anknüpfen. Abgestiegen sind neben den zurückgezogenen Teams der TTG Ober-Mörlen und des TSV Butzbach II damit jetzt auch der TV Okarben II und der TTC Bad Nauheim/Steinfurth. Das sind die Teams, die sich freiwillig aus der Bezirksoberliga zurückgezogen haben und damit nun gleich eine weitere Klasse verloren haben. Bei beiden Mannschaften haben aufgrund des Corona-Viruses viele Akteure nicht mehr gespielt. Somit konnte sich der nachgerückte Karbener Sportverein gerade so retten.

Wieder aufgestiegen in die Bezirksliga/Gruppe 4 sind der Meister und Zweite der Bezirksklasse/Gruppe 7 sowie der Meister und Zweite der Bezirksklasse/Gruppe 8. Dies sind der TV Gelnhaar, der TTC Florstadt, der TTC Ockstadt und Fun-Ball Dortelweil III. Während es für den TV Gelnhaar der direkte Wiederaufstieg ist, schaffte der TTC Florstadt die Rückkehr nach einigen Jahren. Der TTC Ockstadt musste auch eine gewisse Durststrecke und interne Querelen überstehen, ehe der sportliche Erfolg zurück kehrte. Und ob der SV Fun-Ball auch noch eine dritte Mannschaft weit oben spielen haben möchte, ist noch nicht entschieden. Abgestiegen aus der Bezirksklasse/Gruppe 8 wäre eigentlich der zurückgezogene TTC Bad Nauheim/Steinfurth II, doch da die dritte Garnitur den Aufstieg aus der Kreisliga schaffte, können die Kurstädter zumindest in dieser Klasse verbleiben. Dazu kommen noch der TTC Ockstadt II, der TV Gedern III und der TTC Florstadt II. Dies sind alles Mannschaften, die zuletzt abgestiegen sind oder sich zurückgezogen haben und die somit auf die Bezirksebene zurück kehren können. Dasselbe hätte auch für den TTC Bad Nauheim/Steinfurth III gegolten.

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