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Nichts zu holen für Bad Nauheim in Kassel

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Von: Holger Hess

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Zwar setzt sich der Bad Nauheimer Andrej Bires hier gegen Kassels Tim Luca Krüger (l.) durch, doch sein Abschluss ist nicht von Erfolg gekrönt. Rechts Huskies-Keeper Gerald Kuhn.l © Andreas Fischer

Ohne Durchschlagskraft. Mit 1:4 (0:0, 1:2, 0:2) verlor der EC Bad Nauheim in der Deutschen Eishockey-Liga 2 am Donnerstag bei den Kassel Huskies.

(hss). Doppel-Torschütze Lukas Laub und Torwart »Jerry« Kuhn waren die Spielverderber für die Wetterauer, deren einziger Treffer auf das Konto von Stefan Reiter ging.

»Derby-Niederlagen schmerzen sowieso. Aber wenn der Gegner mehr will, dann nervt das richtig«, meinte ein sichtlich enttäuschter EC-Trainer Harry Lange bei der Pressekonferenz. Im Duell zweier personell stark dezimierter Teams verkürzten die Nordhessen (acht Ausfälle) ihren Rückstand in der DEL2-Tabelle auf die Roten Teufel (ohne sieben Stammkräfte) auf neun Zähler - und fünf weniger absolvierten Partien.

Verletzungen, Coronafälle, fehlende Topscorer. Im Vorfeld hatten die Derby-Rivalen ähnliche Herausforderungen zu lösen. Je zwei Stammkräfte kehrten bei Kassel (Rutkowski, Detsch) und Bad Nauheim (Sekesi, Kevin Schmidt) ins Lineup zurück, dagegen fehlten weiterhin die Topscorer Jamie McQueen (37 Punkte) von den Huskies sowie Taylor Vause (39) aufseiten der Kurstädter. Ebenfalls noch nicht mit von der Partie war bei den Gastgebern der zu Wochenbeginn nachverpflichtete Kanadier Joel Broda. Der reaktivierte Michi Christ absolvierte seine 611. Partie im blau-weißen Dress.

Mehr Offensivaktionen, mehr Schüsse (14:9), in Summe die besseren Chancen. Der EC war im ersten Abschnitt die aktivere Mannschaft, schaffte es aber nicht, ECK-Torwart Gerald Kuhn zu überwinden. Mehrfach scheiterte der auffällige Andrej Bires am 35-jährigen Deutsch-Amerikaner. Auch Jerry Pollastrone, Kevin Schmidt oder Julian Chrobot konnten den Puck nicht im Netz unterbringen. Auf der anderen Seite vereitelte Felix Bick passable Gelegenheiten von Hans Detsch, Stephan Tramm und Brett Cameron.

Bad Nauheim behielt auch zu Beginn des zweiten Durchgangs den Taktstock fest in der Hand, der erste »Hochkaräter« bot sich allerdings Detsch - Bick parierte reaktionsschnell. Die Führung durch Stefan Reiter (29./im Rebound nach Mick Köhlers Schuss) schien der Türöffner zu sein. Aber: Die nötige Effizienz legten die Huskies an den Tag, die immer besser in die Partie fanden. Zweimal schlug das Duo Lukas Laub (32.) und Oliver Granz (35.) eiskalt zu - 2:1 für Kassel. Glück für die Wetterauer, dass ein von Cameron abgefeuerter Puck nur Sekundenbruchteile nach der Drittelsirene ins Netz rauschte.

Kurz nach Wiederbeginn erhöhte erneut Laub. Die Gäste entwickelten zwar phasenweise Dauerdruck, aber entweder blockten Kassels Feldspieler die EC-Versuche weg oder Kuhn war zur Stelle. Auch drei Powerplay-Situationen - darunter 49 Sekunden doppelte Überzahl - brachten keinen Torerfolg. Camerons Empty-Net-Goal besiegelte die Nauheimer Niederlage.

Kassel Huskies: Kuhn - Ribnitzky, Rutkowski, Rausch, Tramm, Geischeimer, Müller - Detsch, Denis Shevyrin, Cameron, Laub, Krüger, Granz, Christ, Paul Kranz, Bödefeld, Julius Kranz, Langnese.

EC Bad Nauheim: Bick - Kevin Schmidt, Mick Köhler, Seifert, Hafenrichter, Ketter, Sekesi - Pollastrone, Hickmott, Bires, Keck, Wörle, Reiter, Üffing, van Calster, Chrobot, Leon Köhler, El-Sayed, Herrmann.

Im Stenogramm / Tore: 0:1 (29.) Reiter (M. Köhler, Keck), 1:1 (32.) Laub (Granz, Krüger), 2:1 (35.) Granz (Laub, Krüger), 3:1 (42.) Laub (Krüger) - Schiedsrichter: Klein/Schmidt. - Zuschauer: 250. - Strafminuten: Kassel 6, Bad Nauheim 2.

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