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Noch zwei Schritte vom Titel entfernt

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Von: Sascha Kungl

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Steinfurths Pressesprecher Torben Müller (l.) freut sich über die Trainerneuverpflichtung von Patrick Lorenz, der die erste Mannschaft in der neuen Spielzeit übernehmen wird. FOTO: PM © Red

(kun). In der Fußball-Kreisoberliga Friedberg ist Tabellenführer TSG Ober-Wöllstadt noch zwei Schritte vom großen Ziel entfernt. Einen Auswärtserfolg am Sonntag ab 15.30 Uhr im prestigeträchtigen Gemeinde-Derby gegen den SV Nieder-Wöllstadt vorausgesetzt und die Elf von Spielertrainer Harez Habib könnte im Heimspiel gegen den SV Bruchenbrücken am kommenden Freitag die Meisterschaft perfekt machen.

»Die Saison der Nieder-Wöllstädter mit dem Trainerwechsel und dem derzeitigen Tabellenplatz, der sicherlich für den Verein nicht zufriedenstellend ist, macht das Derby umso brisanter und den Gegner noch unberechenbarer. Jeder weiß, angeschlagene Boxer sind am gefährlichsten«, warnt Habib vor dem Aufeinandertreffen mit den »Roten« am Sonntag. Unter dem Motto »Alle in Blau nach Nieder-Wöllstadt« wollen die Gäste mit der Unterstützung ihrer Anhänger den vorletzten Schritt auf dem Weg zur Meisterschaft gehen. »Die Jungs sind heiß auf das Derby. Wir wollen die Partie in Nieder-Wöllstadt gewinnen und damit eine der letzten verbliebenen Hürden auf dem Weg zu unserem großen Ziel nehmen«, gibt der Ober-Wöllstädter Coach die Marschroute für das Duell vor.

»Ganz wichtig wird dabei sein, die Emotionen, die von außen hereingetragen werden, in positive Energie umzuwandeln und uns nicht auf Nickligkeiten und taktische Spielchen einzulassen. Die Gastgeber werden versuchen, uns mit harten Zweikämpfen den Schneid abzukaufen. Darauf gilt es vorbereitet zu sein«, fordert Habib, der mit Ausnahme der Langzeitverletzten Gregory Adam, Hannes Bechtloff und Lars Menzel gegen den Gemeinde-Rivalen aus dem Vollen schöpfen kann. Hinter dem Einsatz von Gökhan Cirak steht noch ein Fragezeichen. »Wir nehmen die Favoritenrolle an, sind uns aber bewusst, dass es nicht reichen wird, die spielerisch überlegene Mannschaft zu sein. Wir müssen auch kämpferisch alles in die Waagschale werfen«, erklärt der Gästecoach.

Im Abstiegskampf greift das Tabellenschlusslicht aus Massenheim zeitgleich im Heimspiel gegen die FSG Burg-Gräfenrode nach dem womöglich letzten Strohhalm im Kampf um den Klassenerhalt. Konkurrent Türk Gücü Friedberg II, aktuell mit einem Sieben-Punkte-Vorsprung auf den Tabellenletzten ausgerüstet, hat am Sonntag ab 15 Uhr den Tabellendritten FC Ober-Rosbach zu Gast.

Neuer Trainer in Steinfurth

Eine Etage tiefer, in der Kreisliga A Friedberg, ist die Aufstiegsfrage seit Donnerstag beantwortet. Nach der Spielabsage des FSV Kloppenheim steht die SG Wohnbach/Berstadt bereits vier Spieltage vor dem Saisonende nach dem FC Kaichen als zweiter Aufsteiger in die Kreisoberliga fest. Am Sonntag empfängt die Elf von Spielertrainer Christopher Melius um 15.30 Uhr den FC Nieder-Florstadt.

Tabellenführer FC Kaichen hätte am Donnerstag mit einem Sieg gegen den SV Germania Ockstadt vorzeitig die Meisterschaft perfekt machen können, verlor jedoch mit 1:3. Am Sonntag ist der Ligaprimus spielfrei, sodass man am kommenden Mittwoch vor eigenem Publikum gegen den SKV Beienheim II den nächsten Anlauf zum Titel nehmen kann.

Auch im Abstiegskampf ist die erste Entscheidung der Saison gefallen. Zwar liegt Schlusslicht SV Steinfurth II nur fünf Punkte hinter dem Zwölften SV Hoch-Weisel zurück, was einen spannenden Saisonendspurt um den Klassenerhalt zwischen fünf Mannschaften versprochen hätte, die Rosendörfler haben jedoch andere Pläne.

Nachdem die Steinfurther ihre erste Mannschaft vor Kurzem aus der Gruppenliga Frankfurt-West zurückgezogen hatten, wird die zweite Garde zum Saisonende auf eigenen Wunsch hin aus der Kreisliga A Friedberg ausscheiden. Somit stehen die Rosendörfler als erster Absteiger fest. »Wenn wir den Rückzug nach der Runde gemacht hätten, wären unter Umständen zwei Mannschaften sportlich in die B-Liga abgestiegen, von denen eine durch unseren freiwilligen Gang in die B-Liga sicher in der A-Liga hätte bleiben können«, erklärt Steinfurths Pressesprecher Torben Müller den Zeitpunkt des Rückzugs. »Somit hätten wir einer anderen Mannschaft die Chance genommen, in der kommenden Saison in der A-Liga zu spielen und das wollten wir nicht.« Rein sportlich mache es für die Steinfurther Zweite mehr Sinn, in der nächsten Saison eine Klasse tiefer anzutreten. Die Runde geht für den SV zunächst normal weiter. Am Sonntag gastiert die Walter-Elf (15.30 Uhr) beim SV Hoch-Weisel. Am Saisonende werden die Steinfurther dann ans Tabellenende gesetzt.

Neben dem Rückzug verkündete der Verein zudem seine Trainerneuverpflichtung für die kommende Kreisoberligasaison. »Mit Patrick Lorenz konnten wir einen Trainer verpflichten, der sich nach mehreren Gesprächen mit der sportlichen Leitung und dem Vorstand als Wunsch-Kandidat herauskristallisierte«, freut sich Müller. Lorenz, der als Spieler auch in Bad Vilbel und Friedrichsdorf kickte, war als Trainer schon auf Mallorca und beim SV Niederursel tätig.

An den verbleibenden vier Spieltagen liefern sich somit der SSV Heilsberg, der FC Nieder-Florstadt, die SG Oppershofen und der SV Hoch-Weisel einen Vierkampf um den Klassenerhalt.

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