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Nur vier Gegentore in einer Halbzeit

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Von: Marieke Naß

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(mna). In der Handball-Bezirksoberliga der Frauen (Gruppe 2) erlebten die heimischen Vertreter einen durchwachsenen Spieltag. Im Derby besiegte die HSG Butzbach die HSG Mörlen mit 28:15, womit Mörlens Teilnahme an der Abstiegsrunde wohl besiegelt sein dürfte. Nichts zu holen gab es für die FSG Gettenau/Florstadt, die mit 22:37 bei Klassenprimus HSG Hungen/Lich unterlag, während die HSG Wettertal in eigener Halle eine schmerzhafte 18:

20-Niederlage gegen die HSG Gedern/Nidda II einstecken musste.

HSG Butzbach - HSG Mörlen 28:15 (14:11): Die Heim-HSG erwischte den besseren Start und führte nach sechs Minuten bereits mit 5:2, doch Mörlen ließ sich nicht abschütteln und glich in der 11. Minute durch Laura Wölfl zum 7:7 aus. Bis zur Pause kippte das Spiel dann zugunsten der Butzbacherinnen, die mit einer 14:11-Führung in die Kabine gingen. Nach Wiederbeginn machte sich die dünne Bank der Gäste schnell bemerkbar. Während bei Mörlens Damen die Kräfte schwanden, drehten die Gastgeberinnen in diesem richtungsweisenden Kellerduell auf und erspielten sich bis zur 36. Minute eine 19:11-Führung, die die Mannschaft von Butzbachs Trainer Carsten Dannwolf bis zum Abpfiff auf 28:15 ausbaute und somit in der Tabelle mit Gettenau/Florstadt gleichzog.

»Schlüssel zum Sieg war unsere Deckung in der zweiten Hälfte und Torfrau Tabea Mohr, die zusammen nur vier Gegentreffer zuließen. Hier haben Milena Stuppy und Thea Rösner aus der A-Jugend ihre Sache gut gemacht. Im Angriff hat Nicole Frey in der zweiten Halbzeit Gas gegeben«, freute sich Dannwolf, während Mörlens Betreuerin Bianca Grundmann bilanzierte: »Mit Theresa Wagner und Yagmur Güzelkücük haben uns zwei wichtige Spielerinnen gefehlt. Aus unseren Möglichkeiten haben wir mal wieder alles herausgeholt, aber zu mehr reicht es zurzeit nicht.«

Beste Werferinnen, Butzbach: Frey (7), Luh (7/1), Stuppy (4) / Mörlen: Flach (5/4), Huber (4), Ercan (3).

HSG Hungen/Lich - FSG Gettenau/Florstadt 37:22 (17:12): »Unser Ziel ist es gewesen, den haushohen Favoriten so lange wie möglich zu ärgern«, sagte FSG-Trainer Daniel Zschocke und konnte feststellen, dass sein Team dieses Vorhaben zumindest in der ersten Hälfte hervorragend umsetzte. Die Gäste beantworteten jedes Gegentor sofort mit einem eigenen Treffer, sodass sich bis zum 9:9 (15.) keine Mannschaft absetzen konnte. Die HSG nahm eine Auszeit, und in der Folge schaffte es die Zschocke-Sieben immer seltener, das hohe Tempo des Tabellenführers mitzugehen. Trotzdem schien beim 12:17-Rückstand zur Pause noch alles möglich, doch das starke Heimteam machte mit vielen schnellen Toren, die aus Fehlern der Gäste resultierten, alle FSG-Hoffnungen nach Wiederanpfiff schnell zunichte. Spätestens beim 16:26 (48.) aus Wetterauer Sicht war die Frage nach dem Sieger geklärt. »Die Niederlage fiel etwas zu hoch aus, aber insgesamt können wir trotzdem zufrieden sein«, resümierte Zschocke.

Beste Werferinnen / Gettenau/Florstadt: Borst (9), Laura Müller (4) Becker (4/1).

HSG Wettertal zu lange in Unterzahl

HSG Wettertal - HSG Gedern/Nidda II 18:20 (8:8): Im Duell der Tabellennachbarn kamen die Wettertalerinnen besser ins Spiel und führten nach zwölf Minuten mit 5:2. Danach konnten auch die Gäste eine Schippe drauflegen, glichen nach 18 Minuten zum 5:5 aus und übernahmen in der Folge die Führung, die die Heim-HSG bis zur Pause aber egalisierte. Nach dem Wechsel verschliefen die Gastgeberinnen die ersten 15 Minuten völlig und gerieten mit 10:15 ins Hintertreffen, was in dieser torarmen Partie fast einer Vorentscheidung gleichkam. Doch Wettertal steckte nicht auf, kämpfte sich Tor um Tor heran und wurde dafür belohnt, als Christina Enzmann zwei Minuten vor Schluss den Anschlusstreffer zum 17:18 markierte. Zu mehr sollte es aber nicht reichen, da die Drittligareserve mit zwei Toren in Folge alle Münzenberger Träume platzen ließ. »Trotz einer sehr guten Leistung von Torfrau Patricia Haub konnten wir nichts Zählbares mitnehmen. Unsere Wurfausbeute war leider unterirdisch, zudem haben wir insgesamt zehn Minuten in Unterzahl spielen müssen. Die individuelle Klasse der Gäste hat dann ihr Übriges getan«, resümierte Wettertals Spielerin Laura Kunzelmann.

Beste Werferinnen / HSG Wettertal: Weil, Brückel (je 3), Müll, Glaum, Weckmann, Eifert (je 2).

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