1. Startseite
  2. Sport
  3. Lokalsport

Ober-Mörler TC: Herren 55 mit Wimbledon-Sieger gegen Oberursel

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Sascha Kungl

Kommentare

tennis_120522_4c_1
Vor fast 20 Jahren: Nick Fulwood schlägt einen Vorhand-Return auf dem Weg zum Wimbledon-Sieg im Doppel der Herren 35 mit Jeremy Bates im Jahr 2003. © Red

Das ist mal eine Hausnummer! Die Herren 55 des Ober-Mörler TC bieten zur Heimpremiere in der Tennis-Südwest-Liga gegen den TC Oberursel einen einstigen Wimbledon-Sieger auf.

(kun). Der ehemalige Tennisprofi und Wimbledon-Sieger Nick Fulwood wird am Samstag für die Herren 55 des Ober-Mörler Tennisclubs in der Südwest-Liga aufschlagen. Der 58-jährige Brite spielte über acht Jahre auf der ATP-Tour und hat eine glanzvolle Karriere auf der Senioren-Tour hinter sich. 1997 gewann Fulwood die ITF-Senioren-Weltmeisterschaften im Einzel, 2003 das Wimbledon-Turnier der Herren 35 im Doppel an der Seite von Jeremy Bates. Nach dem erfolgreichen Saisonstart in Mutterstadt trifft der OMTC am Samstag um 13 Uhr auf eigener Anlage auf den Aufstiegsfavoriten TC Oberursel.

Sieg zum Auftakt

Zum Rundenauftakt feierte das OMTC-Team um Mannschaftsführer Jürgen Elsner trotz der Oberschenkelverletzung des in der Wetterau lebenden US-Amerikaners George Pascal, der sein Einzel bereits nach den ersten Minuten aufgeben musste, einen 5:4-Erfolg in Mutterstadt. Der Einsatz von Fulwood am Samstag steht nicht in Zusammenhang mit der Verletzung von Pascal. »Wir hatten schon lange vereinbart, dass Nick unser erstes Heimspiel bestreiten wird. Wir freuen uns sehr darauf, ihn an diesem Wochenende dabei zu haben und Clubmitgliedern und Tennisfans in der Region ein attraktives Tennisangebot auf höchstem Senioren-Niveau anbieten zu können«, erklärt Pascal. Der Wimbledonsieger wird im Heimspiel gegen die Taunusstädter den Spitzenplatz im Kader einnehmen.

Mit Jeremy Bates im Doppel erfolgreich

Fulwood, der in den 1980erJahren zehn Doppeltitel auf der Profitour gewann, bildete einst mit seinem britischen Landsmann Jeremy Bates ein erfolgreiches Gespann. Gemeinsam gewannen sie2003 den Wimbledon-Titel in der Altersklasse der Herren 35, waren Co-Sieger im Jahr 2000, als das Finale wegen Regens abgesagt werden musste, und erreichten 2002 ebenfalls das Halbfinale. Auf ihrem Weg schlugen sie prominente Paarungen wie Mats Wilander/Joakim Nystrom, Sergio Casal/Emilio Sanchez, Anders Jarryd/Henri Leconte und Peter McNamara/Paul McNamee.

Im Einzel schaffte der Brite 1989 als Qualifikant in die dritte Runde. 1998 gewann er die ITF-Senioren-Weltmeisterschaft der Herren 35 und erreichte 2007 den zweiten Platz in der Weltrangliste der Herren 40.

Pascal, der in den 1980er-Jahren mit Fulwood bei ATP-Turnieren gespielt hatte, war mit ihm in Kontakt geblieben. So entstand im vergangenen Winter die Idee, dass Fulwood für den Aufsteiger aus Ober-Mörlen in der Südwest-Liga an den Start geht. »Nick liebt es immer noch, Wettkämpfe zu bestreiten. Er war begeistert von der Aussicht, wieder deutsches Teamtennis zu spielen«, erklärt Pascal. Fulwood, der als Trainer in Thessaloniki arbeitet, hatte in den vergangenen Jahren für mehrere Teams im Ruhrgebiet gespielt und war mit dem Duisburger Sportclub Preußen zweimal deutscher Mannschaftsmeister der Herren 40. Wie sein Landsmann Andy Murray spielt er heute mit einem künstlichen Hüftgelenk.

Am Samstag kommt der Top-Favorit

Mit einem Sieg gegen den TC Rotenbühl Saarbrücken, bei dem gleich drei Partien erst im Match-Tiebreak entschieden wurden, hat der TC Oberursel die Favoritenrolle in der Südwest-Liga für sich beansprucht. »Der TC Oberursel hat eine starke, solide Mannschaft und ist in unserer Gruppe klarer Favorit. Es dürfte ein sehr umkämpftes und für die Fans sehenswertes Spiel werden«, blickt Pascal auf die Partie am Samstag.

Neben Fulwood hat Ober-Mörlen noch zwei weitere internationale Spieler in seinen Reihen. Andrew Hutchinson, aktueller Herren 55-Hallenmeister, vertrat Großbritannien in der vergangenen Woche bei den Mannschaftsweltmeisterschaften in Florida.

Lars Wahlgren, ein ehemaliger ATP-Top-100-Spieler, ist in der Wetterau bekannt, da er zu Regionalliga-Zeiten in den 1980er und 1990er Jahren in Rosbach spielte. »Auch mit Lars habe ich Kontakt gehalten. Er würde gerne für uns spielen, aber aufgrund seiner Arbeit und der Tatsache, dass er zwei kleine Kinder hat, ist es für ihn nicht ganz so einfach, aus Schweden an den Wochenenden zu kommen«, erklärt Pascal.

Auch interessant

Kommentare