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Ober-Wöllstadt droht die kampflose Absage

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Von: Leon Alisch

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(lab). Die Fußball-Gruppenliga Frankfurt-West schreitet mit großen Schritten voran. Man ist bereits beim zwölften Spieltag angelangt, die Belastung ist hoch. Und zwei Wetterauer Teams müssen Patzer aus der jüngeren Vergangenheit abhaken. Der Türkische SV Bad Nauheim hat eine heftige Niederlage vom Tag der deutschen Einheit aufzuarbeiten. Am Sonntag steht beim SKV Beienheim ein Derby gegen den Rangsechsten bevor.

Den FC Karben verfolgen gleich zwei Pleiten. Bei der FG Seckbach sollen nun wieder Punkte her. Im Dauertief befindet sich die TSG Ober-Wöllstadt. Mittlerweile ist der Aufsteiger Tabellenletzter. Gelingt in der Auswärtspartie gegen die Spvgg. Fechenheim trotz Personalchaos die Wende?

Spvgg. 03 Fechenheim - TSG Ober-Wöllstadt (Sonntag, 15.30 Uhr): Muss man sich Sorgen um die TSG Ober-Wöllstadt in der Gruppenliga machen? Die Frage nach dem Ob erübrigt sich beim Tabellenletzten mittlerweile. Es ist eine Frage des Ausmaßes. Ein Pünktchen nahm man aus den wegweisenden Partien gegen Ober-Erlenbach und die DJK Bad Homburg mit. Das waren zwei Gegner, gegen die man im Abstiegskampf eigentlich hätte punkten müssen. Doch wie soll man bei der TSG aktuell vorankommen? Unter der Woche waren lediglich sieben Spieler trainingsfähig. Für das Wochenende sprach der Sportliche Leiter Dominic Köbel am Donnerstag von zehn Fragezeichen. Unter anderem fehlen weiter Alper Gökalp, Max Grillmaier und der gesperrte Niyazi Yigin (Rote Karte gegen Ober-Erlenbach). Man wird erneut Spieler von der Reserve hochziehen müssen. »Wir versuchen, alles dagegenzuhalten. Auch wenn es eng wird, ist der Nicht-Antritt für uns das allerletzte Mittel. Daran denkt noch keiner«, stellte Köbel klar. Auf der Trainerbank wird weiterhin Stefan Schneider als Interimstrainer Platz nehmen - auch wenn Abteilungsleiter Jörg Linke diesen am vergangenen Montag als Coach vertreten hatte. Der morgige Gegner, die Spvgg. Fechenheim, geht mit zwei Siegen im Rücken in die Begegnung. Zuvor hatten die Fechenheimer dreimal in Folge verloren und grüßen nun von Rang zehn in der Tabelle.

FG Seckbach - FC Karben (Sonntag, 15.30 Uhr): Zwei Spiele, zwei Niederlagen. Die vergangene Woche des FC Karben war quasi »für die Katz«. Erst fing man sich gegen Tabellenführer FC Kalbach eine unnötig hohe 2:4-Pleite ein. Dann unterlag man am Donnerstag dem SKV Beienheim mit 1:2. In einem wirklich engen Spiel kosteten zwei Fehler den Karbenern die Punkte. Besonders bei Standards müsse man besser aufpassen, meint Trainer Karl-Heinz Stete. »Wir hatten uns mehr erhofft, aber die Welt geht nicht unter. Dennoch müssen wir jetzt aufpassen, nicht weiter abzurutschen«, ergänzt er. Denn als Achter könnte man durch eine weitere Niederlage unbequem weit nach hinten durchgereicht werden. Entsprechend kündigt Stete Änderungen für das Spiel in Seckbach an. Luis Melzer und Tim Brunotte Martinez kommen für die Mannschaft in Frage, nachdem beide gegen Beienheim gar nicht im Kader waren. Aufgrund der großen Breite im Kader hatte man in Karben tatsächlich parallel zu der Partie am Donnerstag ein Training veranstaltet. Das ist in quantitativer Hinsicht sicher ein Luxus. Jetzt will man gegen Seckbach die Pleiten abhaken. Der Gegner wartet ebenfalls seit zwei Partien auf Punkte.

SKV Beienheim - Türkischer SV Bad Nauheim (Sonntag, 15.30 Uhr): Derbyzeit in Beienheim. Hier treffen die beiden aktuellen Wetterauer Topteams der Gruppenliga aufeinander. Für Beienheim ist es das zweite Lokalduell in Folge. Am Donnerstagabend schlug man den FC Karben mit 2:1. Zuvor holte man bereits gegen die Sportfreunde Friedrichsdorf einen Zähler. Es läuft beim SKV, und man mausert sich langsam nach oben. Auch der Türkische SV steht bisher voll im Soll - doch was war das für ein Aussetzer gegen Oberrad? Fünf Gegentore und keine Normalform beim Heimspiel am Feiertag. Will man längerfristig unter den Top Fünf verbleiben, darf man sich solche Patzer nicht erlauben. Besonders zu Beginn der ersten und zweiten Hälfte schienen die Nauheimer nicht präsent zu sein. Immerhin sind für das Spiel die gegen Beienheim gesperrten Luis Vazquez und Taha Azaitouni wieder zurück im Kader des Rangvierten. Vazquez ist mit fünf Treffern der zweitbeste Torschütze des Türkischen SV. Mit Silvio Penava und Trainer Tufan Tosunoglu ist auf dem Platz am Sonntag eher weniger zu rechnen.

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