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OFC müht sich beim Schlusslicht zum Dreier

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(jmo/frz). Die Regionalliga-Fußballer der Offenbacher Kickers haben im fünften Auswärtsspiel der Saison den ersten Dreier eingefahren und somit Interimscoach Alfred Kaminski einen erfolgreichen Einstand beschert. Der OFC gewann in einer leidenschaftlich geführten Partie beim KSV Hessen Kassel mit 1:0 (0:0).

Die extrem defensive Formation der Nordhessen erwies sich in der ersten Halbzeit als gute Idee. Offenbach agierte optisch überlegen, hatte eine Flut von Eckstößen, aber die Löwen waren hellwach. Sie pushten sich in den Zweikämpfen. Sie gewannen die wichtigen Zweikämpfe. Die Offenbacher hatten in der ersten Halbzeit keine einzige klare Torchance.

Die Stimmung im Auestadion war endlich mal wieder richtig gut. Dauergesänge auf beiden Seiten. Und auf dem Rasen spiegelte sich das in phasenweise hitziger Atmosphäre wieder. Bis zu Pause zückte der Schiedsrichter sechs Gelbe Karten. Eine davon erhielt Kickers-Auswechselspieler Semir Saric für eine Rangelei mit Nael Najjar vor der OFC-Bank. Kassel hatte zunächst die besseren Chancen. Dafür sorgte vor allem Nils Stendera, der ein starkes Spiel machte. Gleich dreimal setzte er erfolgsversprechende Distanzschüsse an. Zwei wurden abgeblockt (11./35.), der dritte (45.) strich knapp über das Tor. Steven Rakk (16.) und Najjar aus spitzem Winkel (35.) vergeben weitere Möglichkeiten.

Aus der Kabine kamen aber die Kickers gestärkt. Plötzlich fanden sie Lücken in der KSV-Defensive. In der 50. Minute stand Philipp Hosiner frei vor Maximilian Zunker, versuchte es mit einem Heber, doch der Kasseler Keeper blieb cool, pflückte den Ball aus der Luft. Die Löwen schufen jetzt zu wenig Entlastung. Jon Mogge und Marcel Fischer kamen in der Offensive für Lukas Iksal und Noah Jones, die sich aufgerieben hatten. Dazu ersetzte Aram Kahraman den angeschlagenen Hendrik Starostzik, für den Kapitän Frederic Brill in die Innenverteidigung rückt.

Die Gastgeber waren weiter nicht so konsequent wie im ersten Durchgang, wurden aber wieder etwas besser. Fischer grätschte in ein Zuspiel von Mogge, wurde aber abgeblockt. Und mitten in diese Phase hinein schlugen die Offenbacher zu. Der KSV war vor dem Tor unsortiert, ein Rettungsversuch geriet zu kurz, der Ball landete direkt bei Christian Derflinger - und der hatte keine Mühe, droscht das Spielgerät in den Winkel. In der 69. Minute lag Offenbach vorn. In der 82. Minute hätte die Partie bereits entschieden sein können. OFC-Akteur Jakob Lemmer wurde mutterseelenallein vor Zunker angespielt, nahm den Ball direkt - und jagte ihn am Gehäuse vorbei.

So blieb den Nordhessen die Chance auf den Ausgleich. Und die kam tatsächlich noch. Fischer startete ein Solo, doch sein Schuss kam zu zentral, war also kein Problem für OFC-Torhüter David Richter (84.). Eine Minute später setzte Mogge an der Strafraumgrenze einen artistischen Fallrückzieher an, der Ball strich knapp über die Latte. Die Gastgeber versuchten alles, am Ende stürmte sogar Kevin Nennhuber, und auch Zunker ging mit nach vorne. Als Fischers Kopfball am OFC-Kasten vorbeisegelte, war der Kickers-Erfolg im Hessen-Duell perfekt. Die Zeiten für die Löwen werden immer schwerer. Offenbach atmet nach einer turbulenten Woche durch.

Hessen Kassel - Kickers Offenbach 0:1 (0:0): Schiedsrichter: Cristian Ballweg (Mannheim) - Zuschauer: 4026. - Tore: 0:1 Derflinger (69.)

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