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Der FCO Fauerbach um Felix Günther hat nach der 0:7-Klatsche vor fünf Tagen etwas gutzumachen. Am Sonntag kommt der Türk. SV Bad Nauheim an das Elachfeld.

Olympia setzt auf Kampf

  • VonLeon Alisch
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(lab). Am Sonntag ist die Hälfte rum: Mit dem 19. Spieltag endet die Hinrunde der Fußball-Gruppenliga Frankfurt-West. Drei Monate unter Volldampf liegen hinter den Vereinen, und es hat sich einiges getan: Überraschungen, tiefe Täler und Überflieger. Überraschend ist die Tabellenführung des SC Dortelweil allerdings nicht - jeder weiß, wie stark die noch ungeschlagene Elf kicken kann.

Nun wollen die »Grünen« ihre Erfolgsserie im Duell bei der DJK Bad Homburg fortführen. In einem Tal befinden sich dagegen der FC Karben und der FCO Fauerbach. Während Karben am Sonntag gegen Vatanspor die Kehrtwende einleiten will, muss die Olympia im Derby gegen den Türkischen SV Bad Nauheim ran. Beide schreiben sich vor allem auf die Agenda, endlich mal wieder ein Spiel abzuliefern, nach dem man sich nicht an die eigene Nase fassen und ärgern muss.

DJK Bad Homburg - SC Dortelweil (Samstag, 19 Uhr): Es ist fast Halbzeit, und an der Spitze der Liga sieht es ganz nach einem Zweikampf aus. Den SC Dortelweil und die Sportfreunde Friedrichsdorf trennen nur zwei Punkte, die Verfolger sind distanziert. Und blickt man einmal weit nach vorne, ist am letzten Spieltag ein Duell Dortelweil gegen Friedrichsdorf in Sicht. Es wäre schon eine besondere Dramaturgie, wenn diese Partie zum echten Finale wird. »Es wäre sehr untypisch, wenn sich die Sache erst am letzten Spieltag entscheidet«, sagt Dortelweil-Trainer Frank Ziegler. Bis dahin gilt es, nicht zu patzen - auch am Samstag in Bad Homburg nicht. Denn die Gastgeber von Rang zwölf haben einiges drauf - aber auch sichtbare Schwächen: »Ich schätze Bad Homburg spielerisch stark ein, denke aber, dass sie defensiv nicht mithalten können. Wir werden - wie sonst auch - mit unserer offensiven Taktik an den Start gehen«, erklärt Ziegler. Mit 19 Feldspielern im Kader hat der Coach auch vor dem Duell am Samstag reichlich Auswahl.

SV Gronau - Usinger TSG (Sonntag, 15.30 Uhr): »Kellerduell« in Gronau und damit ein weiteres Mal die Chance auf Punkte für die Gastgeber. Nach zwei bravourösen Siegen schlug sich der Vorletzte vor einer Woche gegen die Spfr. Friedrichsdorf wacker und will nun bis zur Winterpause noch mal etwas Zählbares holen. Dabei steht und fällt alles mit der richtigen Besetzung: »Wenn wir gut besetzt sind, ist gegen Usingen alles möglich«, sagt SV-Sprecher Stefan Firla. Bisher stehen für Sonntag lediglich Elvir Pintol und Ali El Fechtali auf der Ausfallliste. Auch Usingen hatte in der Hinrunde bisher so seine Probleme, scheint zuletzt aber etwas zu seiner Form gefunden zu haben. Was dem Rang-14. nach wie vor fehlt, ist die Konstanz. Das dürfte den Gronauern entgegenkommen.

Stete stellt sich hinter das Team

FC Karben - Vatanspor Bad Homburg (Sonntag, 15.30 Uhr): 3:0 geführt - 3:4 verloren. Wahrlich bittere Tage liegen hinter der Mannschaft des FC Karben, die am vergangenen Wochenende eine Derbyniederlage gegen den Türkischen SV einstecken musste. Das gilt es abzuhaken und zu analysieren. »Einzelne Fehler der Mannschaft wurden bitter bestraft, was aber kein Grund ist, das Konzept über den Haufen zu werfen. Wir vertrauen der jungen Mannschaft«, sagt Trainer Karl-Heinz Stete. Nun muss man aus dem Tief wieder herausfinden. Vielleicht gegen Vatanspor? »Der Gegner ist schwer einzuschätzen. Wir wissen aber, dass sie teilweise undiszipliniert stehen und hinten nicht so sattelfest sind«, gibt Stete Einblicke. In der Tat haben Taunusstädter bereits 56 Gegentore kassiert - die zweitmeisten der Liga. Folglich hoffen die Karbener auf Räume in der Vatanspor-Abwehr, wissen aber, dass es am Sonntag vor allem wichtig ist, die eigenen Fehler abzustellen.

FCO Fauerbach - Türk. SV Bad Nauheim (Sonntag, 15.30 Uhr): Ein schönes Derby am Elachfeld steht bevor, und wieder einmal sind die Vorzeichen komplett verschieden: Während Gastgeber Fauerbach nach einer 0:7-Klatsche den Kampf zurück auf den Platz holen will, strebt der Türkische SV nach einer Wieder- holung seines Dreierpacks vor einer Woche - gerne aber mit etwas weniger Drama. Ein 0:3-Rückstand muss es nicht unbedingt sein. Der 4:3-Erfolg gegen Karben scheint der Mannschaft mental aber gut zu tun. »Die Jungs können sich endlich mal wieder freuen. Zuletzt haben immer wir geführt und wurden dann eingeholt«, sagt TSV-Sprecher Özgür Öztürk.

Auf der anderen Seite sucht man bei den Olympianern die Form und muss die jüngsten Patzer schnell abhaken: »Wir versuchen jetzt, das Positive zu sehen und wollen am Sonntag ein anderes Gesicht zeigen. Wir wollen mit aggressivem Spiel die Offensive der Gegner bändigen und unsere eigenen Fehler minimieren«, äußert sich Coach Andreas Baufeldt. Wenn das alles hinhaut, erhofft man sich vor eigenem Publikum Punkte gegen den Türkischen SV - welche auch dringend nötig sind, um den Anschluss an Rang 13 nicht zu verlieren.

Steinfurth kämpft mit Offensivflaute

TSG Niederrad - SV Steinfurth (Sonntag, 15.30 Uhr): Gleiches Schicksal, gleiche Chancen. Niederrad und Steinfurth hängen beide gehörig im Tabellenkeller fest und haben in den vergangenen Wochen ihre Grenzen aufgezeigt bekommen. Der letzte Sieg der TSG Niederrad war am 12. September, seitdem wächst der Abstand zu den Nichtabstiegsrängen kontinuierlich. Nicht besser ergeht es den Steinfurthern mit lediglich fünf Punkten auf dem Konto. Dennoch machen die Auftritte des SV immer wieder Mut: Häufig schlägt sich die Mannschaft eine Halbzeit lang ordentlich, dann folgt der Einbruch. Nicht zuletzt die Offensivschwäche verhindert häufig, dass man Druck auf den Gegner erzeugt. In den vergangenen fünf Spielen traf man lediglich einmal. So ergibt sich für beide Kontrahenten am Sonntag die Chance, endlich die Flaute zu beenden und kurz vor der Winterpause noch mal ein Erfolgserlebnis zu verbuchen.

Dieser Artikel stammt aus der Wetterauer Zeitung.

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