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Petterweil muss 3:2:1-Abwehr knacken

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Von: Peter Hett

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Die Trauben für Niklas Wagner und seinen TV Petterweil hängen beim Tabellenzweiten in Kleenheim recht hoch. © Jürgen Keßler

(hep). Zu einem ungewohnten Termin tritt der TV Petterweil am heutigen Mittwochabend (20 Uhr) bei der HSG Kleenheim-Langgöns in der Handball-Oberliga Nord an. Das Spiel war ursprünglich für das erste Januar-Wochenende angesetzt. Aufgrund einer Anfrage der HSG, die an diesem Termin urlaubsbedingte, personelle Engpässe zu beklagen hatte, wurde es verlegt.

Nicht nur aufgrund der relativen Nähe von nicht einmal 40 Kilometer zwischen beiden Kontrahenten könnte das Spiel in der Weidig-Halle in Oberkleen beinahe als Derby durchgehen. Im Kader der Kleebachtaler befinden sich einige Spieler mit Wetterauer Wurzeln. So entstammen mit Lennart Müller und Nico Scheibel zwei Spieler aus der Jugend der HSG Mörlen, während Joshua Hantl bei der TG Friedberg begann.

Die Gastgeber gehören neben Pohlheim und Melsungen II zu den »großen Drei« der Nordgruppe. Mit 12:4 Punkten belegt die Mannschaft von Trainer Matthias Wendlandt derzeit den zweiten Platz in der Tabelle. Das Ticket zur Meisterrunde scheint sicher. Die bisherigen Ergebnisse zeigen jedoch, dass es sich bei der HSG nicht um eine Übermannschaft handelt. Die gewonnenen Spiele hatten jeweils eine Tordifferenz zwischen drei und sechs. Dagegen fielen die beiden Niederlagen in Pohlheim (14:23) und Melsungen (18:28) deftig aus. Aber gerade das Spiel bei der Melsunger Bundesliga-Reserve zeigte über weite Teile auch die Klasse der Wendlandt-Truppe auf. Über drei Viertel des Spiels war die HSG ebenbürtig und brach erst in der Schlussviertelstunde ein, was auch dem limitierten Kader geschuldet war. Mit einer langen Zeit fantastischen Abwehrarbeit im bewährten 3:2:1-System und geduldig vorgetragenen Angriffen wusste man zu gefallen. Leistungsträger der Mannschaft sind Niklas Roth, Cedrick Kollmann sowie die Flügelzange mit Fabian Höpfner und David Straßheim. Verletzungsbedingt kam Letzterer am Samstag in Melsungen nur zu einem sporadischen Einsatz, genau wie Scheibel, der sich zu einem Schlüsselspieler gemausert hat. Inwieweit es heute zu längeren Einsätzen langt, bleibt offen. Fehlen wird Lennart Müller aufgrund eines Kreuzbandrisses.

Petterweil wird nicht chancenlos nach Mittelhessen reisen. Um zu punkten, muss sich die Mannschaft vor allem schnell an das ungewohnte Spiel mit Harz gewöhnen und endlich Konstanz auf das Feld bringen. Die in den bisherigen Partien gezeigten Schwächephasen sind abzustellen. Das Hinspiel wurde mit 23:26 verloren, HSG-Torhüter Manuel Eckhard avancierte dabei mit 24 gehaltenen Bällen zum Matchwinner. Probleme bereitete vor allem die offensive Deckung des Gegners, gegen die man keine Mittel fand.

»Nachdem Wettenberg überraschend Pohlheim geschlagen hat, werden wir alles daransetzen, einen der Top Drei zu besiegen, um weiterhin auf Platz vier schielen zu können«, zeigt sich TVP-Trainer Martin Peschke entschlossen. Personell wird sich gegenüber der letzten Begegnung am Sonntag im Petterweiler Kader nichts ändern.

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