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Profi-Debüt im Europapokal: Die verrückte Woche eines Wetterauer Stürmers

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Von: Michael Nickolaus

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Maximilan Schmid (links) wird beim 1. FC Köln für Linton Maina eingewechselt. Beim Spiel der Conference League in Slovacko feiert der 19-jährige Wetterauer sein Debüt im Profifußball. © Red

Maximilian Schmid aus der Wetterau kommt beim Conference League-Spiel des Fußball-Bundesligisten 1. FC Köln zu seinem ersten Einsatz als Profi.

(mn). Die vergangenen Tage wird Maximilian Schmid aus Ranstadt wohl nie vergessen. Am Dienstag wurde der 19-Jährige erstmals für den Pflichtspiel-Kader des 1. FC Köln nominiert und am Freitagmittag in der Conference League-Begegnung des Fußball-Bundesligisten beim 1. FC Slovacko in Tschechien (1:0) eingewechselt - Profi-Debüt gleich im Europapokal also. »Ich bin mega-glücklich. Das war der absolute Hammer«, sagt der Stürmer gegenüber unserer Redaktion.

In der 90. Minute war Schmid für den angeschlagenen Linton Maina eingewechselt worden und kam während der fünfminütigen Nachspielzeit noch zur der einen oder anderen Aktion mit Ball. Zuhause in der Wetterau knallten derweil die Sektkorken. Im kleinen Kreis hatten Vater Marcus und Mutter Sabrina die Begegnung live im Fernsehen verfolgt. Bereits am Vorabend war die Familie mit Freunden zusammen gekommen - ein sportlich kurzes Vergnügen. Nach nur sieben Minuten war die Partie wegen des dichten Nebels abgebrochen worden. »Das war sehr schade. Am Freitagmittag konnte nicht jeder so spontan wieder kommen«, sagt Vater Marcus, der mit seiner Familie bei den Viertliga-Spielen seines Sohnes immer vor Ort ist.

Maxi Schmid hatte im Januar 2022 beim 1. FC Köln einen Vertrag bis 2024 unterschrieben, im Frühjahr sein Fach-Abitur gemacht und steht seit dieser Saison im U23-Kader. In der Regionalliga West kam Schmid in zwölf von 13 Spielen in der Saison 2022/23 zum Einsatz, stand neunmal in der Start-Elf und führt mit sieben Treffern die teaminterne Torschützenliste an (Platz drei in der West-Staffel). Die Mannschaft belegt aktuell Tabellenrang 13.

Steffen Baumgart, der Coach der Bundesliga-Mannschaft, hatte Maxi Schmid im Sommer bereits ins Trainingslager nach Donaueschingen eingeladen und in Testspielen eingesetzt. Auf Grund der zahlreichen Ausfälle trainiert der Wetterauer nun schon seit geraumer Zeit regelmäßig bei den Profis mit. Bereits beim vierten Spiel der europäischen Gruppenphase in der serbischen Hauptstadt Belgrad war Schmid als Kader-Kandidat infrage gekommen. Jetzt war er tatsächlich mitgereist und profitierte obendrein von Ausfall seines Teamkollegen.

Angefangen hatte alles zu Hause; beim SV Ranstadt. Nach 140 Saisontoren als F-Jugendlicher zog es Schmid zu den Sportfreunden Oberau, anschließend zum JFC Frankfurt. Später ging’s für Schmid zum Leistungszentrum des FSV Frankfurt und schließlich über den FSV Mainz 05 im Sommer 2018 zum 1. FC Köln. Quasi eine Herzensangelegenheit. Dort war Schmid schon viele Jahre Mitglied.

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