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Rhein-Main Patriots: Abstiegsplätze verlassen

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Von: Andreas Chuc

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Vierfacher Torschütze für die Rhein-Main Patriots: Tim May. © Andreas Chuc

Die Rhein-Main Patriots haben - zum ersten Mal in dieser Saison - die Abstiegsplätze in der Skaterhockey-Bundesliga verlassen können.

In Düsseldorf gewann der Klub aus Assenheim mit 8:7. Für die Mannschaft von Trainer Patric Pfannmüller war das der fünfte Sieg aus den vergangenen sechs Spielen. Im Fokus: der vierfache Torschütze Tim May.

Das zweite Drittel hatte gerade begonnen, da bemerkten die Unparteiischen, dass Patriots-Stürmer Tim May eine Kette um den Hals trägt. Der Eishockey-Profi in den Reihen der Niddataler musste das Schmuckstück ablegen. Ein Bild mit Symbolwirkung: May wurde quasi von der Kette gelassen. Unmittelbar nach dem Bully fasste sich der Angreifer ein Herz und nahm das Spielgerät mit auf seine Reise vom Anspielpunkt im Mitteldrittel bis hinein in Tor der Düsseldorfer Rams. Es war das erste von vier Toren, die das Eigengewächs an diesem Nachmittag erzielte. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten die Patriots durch Treffer von Roy Prince und Julian Grund mit 2:1 in Führung gelegen.

Das Spiel gestaltete sich insgesamt sehr körperbetont, was sich auch in vielen Strafzeiten auf beiden Seiten widerspiegelte. Insgesamt sechs Strafzeiten hatten die Gäste abzusitzen, noch einmal mehr saßen die Rams auf dem Sünderbänkchen. Für den Ausgang des Spiels sollte vor allem der Zeitpunkt der Hinausstellungen wegweisend sein.

Während die Hessen lediglich in einfacher Unterzahl agieren mussten, wurden bei den Rheinländern die Strafbank zweimal mit mehreren Spielern gefüllt. Die sich daraus ergebenden doppelten Überzahl-Situationen nutzen die Spieler von Patric Pfannmüller für sich aus. Dazu kam noch ein weiteres Tor in einfacher Überzahl.

Zudem verstand es die Defensive der Patriots, die eigene Unterzahl gut zu verteidigen, kassierte dabei lediglich ein Gegentor. Insbesondere David Lademann, der sich unermüdlich in Zweikämpfe warf, Schüsse blockte und sogar offensiv die Tore sieben und acht erzielte, machte mit seiner Spielweise die Bedeutung der Partie deutlich.

Der Lohn: Die Hessen konnten die Abstiegsplätze verlassen. Mit nun drei Punkten mehr als Düsseldorf befinden sich die Patriots auf dem neunten Tabellenplatz und haben Anschluss an das Tabellenmittelfeld hergestellt, sind punktgleich mit dem Rang-achten aus Essen.

Nach einer Sommerpause nehmen die Patriots am 20. August den Spielbetrieb wieder auf. In den abschließenden vier Partien geht’s unter anderem gegen Essen und Berlin, zwei Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte.

Rhein-Main Patriots: Wagner (ab 41. Bleil); Unger, Pfeifer, Lademann (2), Lambert, Mahieu, Berk, May (4), Lachmann, Apel, Rohde, Prince (1), Grund (1).

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