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Rhein-Main Patriots: So geht der Klub das Comeback in der Bundesliga an

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Von: Michael Nickolaus

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Die Rhein-Main Patriots in der Saison 2022: Unser Bild zeigt (hintere Reihe von links). Niklas Lachmann, Benjamin Pfeifer, Boris Kharitonov, Marco Albrecht, Dennis Berk, Julian Grund, Pascal Herling, Maximilian Schmidt, Niklas Lachmann, Kilian Rohde, Thibaut Lambert, Betreuer Dirk Starke; (vorne) Benjamin Dorn, Marcel Patejdl, Jan Bleil, Trainer Patric Pfannmüller, Marcel Kappes, Christian Unger und Sven Pfeffer. Es fehlen: Jannis Wagner, Maximilian Faber, Felix Frölich, Sven Mecke, Roy Prince, Tobias Etzel Knut Apel und Alexander Blum. © Andreas Chuc

Die Rhein-Main Patriots aus Assenheim sind zurück in der Skaterhockey-Bundesliga. Im Fokus: ein US-Amerikaner, der aus Spanien geholt wurde, um das Ziel, den Klassenerhalt, zu realisieren.

Köln und Iserlohn statt Atting und Spaichingen. Augsburg, Berlin und Essen statt Langenfeld und Merdingen. Die Rhein-Main Patriots sind zurück in der Skaterhockey-Bundesliga. Dort hatte der Klub aus Assenheim bereits von 2011 bis 2015 gespielt. Am Samstag (18.30 Uhr) starten die Wetterauer in die Saison 2022; mit einem Heimspiel gegen den Vorjahres-Finalisten HC Köln Rheinos und dem Ziel, sich mittelfristig wieder unter den nationalen Top-Klubs etablieren zu können. »Wir haben neuen Elan, neue Motivation. Und wenn man ehrlich ist, dann haben uns die sechs Zweitliga-Jahre gut getan, um nach den Lehren des Abstiegs zu reagieren und uns auch als Verein anders aufzustellen«, sagt Patric Pfannmüller, Trainer und Sportlicher Leiter der Patriots.

Rückblende: 2015 waren die Hessen abgestiegen. Zu Hause war die Mannschaft konkurrenzfähig, auswärts reiste man meist mit kleinem Kader, oft mit den Ergänzungsspielern, bezog sportlich Prügel. Heute, da ist Pfannmüller sicher, stimme die Einstellung, picke sicher niemand die Rosinen heraus oder scheue Auswärtsfahrten. »Ich bin überzeugt, dass wir den Klassenerhalt schaffen. Dazu haben wir den Kader einfach anders aufgestellt als 2014 oder 2015.«

Das Personal: Der spektakulärste Neuzugang ist Ben Pfeifer. Der US-Amerikaner spielte zuletzt bei den Halcones Torrevieja in Spanien. In der Wetterau wurde dem 25-Jährigen eine berufliche Perspektive geboten, zudem wird Pfeifer in die Nachwuchsarbeit integriert. Der 20-jährige Boris Kharitonov, den es aus beruflichen Gründen in die Rhein-Main-Region zieht, hatte zuletzt in der dritten Liga gespielt, konnte in der Wetterau aber mit seinem Potenzial überzeugen. Auf der Torhüter-Position stellt mit Christian Kappes (zuletzt Mannheim) eine weitere Alternative zur Verfügung.

Demgegenüber fällt vor allem das Laufbahnende von Christoph Bierschenk ins Gewicht. Er möchte nur noch als Notnagel zur Verfügung stehen. Wann die angeschlagenen Alexander Blum und Dennis Berk zur Verfügung stehen, ist offen.

Im Laufe der Saison soll Eishockey-Profi Max Faber von den Löwen Frankfurt für Assenheim auflaufen. Man spreche zudem noch mit dem einen oder anderen Kandidaten«, verrrät Pfannmüller. Patriots-Urgesteine im Kader sind Marcel Patejdl, Christian Unger und Tobias Etzel.

Die Zielsetzung: Der Klassenerhalt steht an erster Stelle. Bei zwei Absteigern in der Elfer-Konkurrenz beudetet dies: Platz neun. Rang acht würde den Rückkehrer gar in die Playoffs führen. »Die letzten beiden Jahre waren auf Grund der Pandemie nicht leicht. Wichtig wird sein, schnell Fuß zu fassen, zu schauen, wie rasch andere Klubs wieder in den Spielbetrieb finden.«

Die Liga: Vorne werden neben den 2021-Finalisten Krefeld und Köln sicherlich Essen, Iserlohn und Augsburg um die beste Playoff-Position rangeln. In der zweiten Tabellenhälfte dürften Berlin, Düsseldorf, Bissendorf und eben Assenheim gegen den Abstieg kämpfen.

Repräsentativ hat sich die Bundesliga binnen kurzer Zeit entwickelt. Hatten vor wenigen Jahren die Klubs aus Nordrhein-Westfalen das Tabellenbild geprägt, so sind 2022 gleich fünf Bundesländer erstklassig vertreten.

Der Parallel-Start beim Inlinehockey: In der verkürzten Saison 2021 hatten die Rhen-Main Patriots auch im Inlinehockey um die Meisterschaft gespielt. Diese artverwandte Sportart ist international dem Skaterhockey mehrere Schritte voraus, steckt national aber noch in den Kinderschuhen. Ob man auch in diesem Sommer zweigleisig fahre, sei noch offen, sagt Pfannmüller gegenüber unserer Redaktion.

Der Kader: Tor: Jan Bleil, Jannis Wagner, Christian Kappes, Sven Pfeffer. Feld: Dennis Berk, Alexander Blum, Niklas Lachmann, Thibault Lambert, Marcel Patejdl, Max Faber, Maximilian Schmidt, Roy Prince, Tobias Etzel, Christian Unger, David Lademann, Sven Mecke, Ben Pfeifer, Felix Frölich, Alexander Schäfer, Marc Langer, Julian Grund, Kilian Rohde, Knut Apel, Christoph Bierschenk, Stefan Heinrich.

Die Termine: 12. März Köln (H), 19. März Kaarst (A), 26. März Augsburg (A), 3. April Krefeld (A), 9. April Iserlohn (H), 30. April Düsseldorf (H), 8. Mai Krefeld (H), 14. Mai Essen (H), 15. Mai Köln (A), 22. Mai Iserlohn (A), 11. Juni Berlin (A), 12. Juni Bissendorf (A), 18. Juni Duisburg (A), 9. Juli Augsburg (H), 17. Juli Duisburg (H), 23. Juli Düsseldorf (A), 20. August Bissendorf (H), 27. August Berlin (H), 3. September Essen (A), 10. September Kaarst (H). - Playoff-Viertelfinale ab 5. Oktober.

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