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Rhein-Main Patriots: Wie der Bundesliga-Rückkehrer die Saison 2022 angeht

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Von: Michael Nickolaus

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Sportlicher Leiter, Trainer und »Mädchen für alles« bei den Rhein-Main Patriots: Patric Pfannmüller. © Andreas Chuc

Die Rhein-Main Patriots sind zurück in der Skaterhockey-Bundesliga - und haben externe Verstärkungen an der Angel.

Der 12. März 2022 ist im Kalender rot markiert! An diesem Samstag wollen sich die Rhein-Main Patriots nach sechsjähriger Abstinenz wieder auf der Bundesliga-Bühne präsentieren. Zu Gast in der Wetterau sind dann die Köln Rheinos, mehrfacher Deutsche Skaterhockey-Meister und Europapokalsieger. »Unser aktueler Kader gibt uns die Chance auf den Klassenerhalt. Aber wird werden uns noch verstärken«, sagt Patric Pfannmüller, Sportliche Leiter und Trainer des Neulings aus Assenheim.

In der Inlinehockey-Sparte hatten sich die Hessen zwischen 1999 und 2009 national wie international einen Namen gemacht. Von 2011 bis 2015 hatte der Verein aus der Stadt Niddatal zudem bereits in der artverwandten Skaterhockey-Bundesliga gespielt. Nun, als Zweitliga-Meister 2021 (Finalsieg gegen Crefelder SC II), haben sich die Patriots wieder in den Kreis der besten zehn deutschen Klubs gespielt.

?Warum hat’s im sechsten Anlauf mit der Rückkehr in die Bundesliga geklappt?

Endlich! Nach fünf vergeblichen Anläufen konnte nun im November 2021 gefeiert werden. Die Rhein-Main Patriots hatten einen für ihrer Verhältnisse tief besetzten Kader und konnten Ausfälle kompensieren. Da profitierte man einerseits von einigen 2020er-Neuzugängen aus Kassel (in Nordhessen hatte man vom Spielbetrieb zurückgezogen) und anderseits durch Verstärkungen aus Frankfurt (der dort ansässige Klub hat inzwischen ebenfalls zurückgezogen). Mit Jan Bleil und Janis Wagner war der Kader auf der Torwart-Position überdurchschnittlich gut gleich doppelt besetzt. Im Feld standen die Routiniers Marcel Patejdl, Christian Unger, Christoph Bierschenk und Sven Mecke, die jungen Spielern wie David Lademann (34 Punkte in neun Spielen) oder Thibaut Lambert Entwicklungsmöglichkeiten gegeben haben.

?Ist Assenheim reif für die Bundesliga?

In der Wetterau ist man selbstbewusst. »A ls Aufsteiger ist der Klassenerhalt das Ziel. Und der aktuelle Kader ermöglicht uns eine realistische Chance.« Die stäksten Spieler der Region habe man in Assenheim versammelt. »Wenn wir den nächsten Schritt geben wollen, dann geht das nur über Eishockey-Profis, die sich im Sommer fit halten wollen, oder über wirklich externe Neuzugänge«, sagt Pfannmüller, der in diesem Zusammenhang auch neue Gesichter ankündigt.

Zum einen rechne man zwischen den Eishockey-Spielzeiten mit Profi Max Faber von den Löwen Frankfurt, zum anderen sei man sich mit Ben Pfeiffer ei nig, einem US-Amerikaner, der aktuell in Spanien unter Vertrag stehe.

Assenheim habe aus der Vergangenheit mit sechs Europapokal-Teilnahmen noch einen guten Ruf in der Szene, weiß Pfannmüller, der kürzlich auch einen namibianischen Nationalspieler im Probetraining begrüßen konnte. Über Arbeitsstellen und Einbindung in die Nachwuchsarbeit könne man solche Spieler zu den Patriots locken.

»Wir haben eine gute Kader-Grundlage. Wenn wir nun noch zwei, drei Verstärkungen bekommen, sind wir für eine ordentliche Rolle sehr gut aufgestellt«, glaubt der Sportliche Leiter, der als Aktiver einst selbst drei Weltmeisterschaften bestritten hatte und inzwische über zwei Jahrzehnte hinweg entsprechende Kontakte hält.

?Inwiefern hat die Corona-Pandemie den Klub beeinflusst?

Negativ wie auch positiv. Die Zahl der Nachwuchsspieler hat sich um zehn Prozent reduziert. Im Erwachsenen-Bereich haben die Patriots wiederum profitiert. »Wir haben - unter den jeweils gültigen Einschränkungen - das maximal Mögliche gemacht, um unsere Spieler bei Laune zu halten. Auch wenn sehr vieles sehr kurzfristig war, so haben wir das gut hingekriegt. Wir haben gezeigt, dass wir da sind und waren dadurch attraktiv für den einen oder anderen Spieler der Region, deren Klubs weniger aktiv waren«, sagt Pfannmüller.

?Wird man zweigleisig antreten - also erneut auch in der Inlinehockey-Bundesliga spielen?

Die Patriots können im Grunde genommen gar nicht anders. Während national Skaterhockey dank gewachsener Strukturen dominiert, ist international nämlich Inlinehockey als World-Games-Sportart ganz klar im Fokus, bundesweit aber aktuell wenig attraktiv. »Natürlich sind wir am Inlinehockey interessiert, da liegen schließlich unsere Wurzeln. Wir warten nun erstmal die Rahmenbedingungen ab, und dann werden wir entscheiden.« Im Vorjahr hatten die Patriots nach langer Pause zum ersten Mal wieder eine Inline-Mannschaft gemeldet. Vor der Saison 2022 müssen sich die Verantwortliche entscheiden, den Spielern aus der zweiten Reihe in einer Inlinehockey-Bundesliga oder einer bislang nicht existenten zweiten Herren-Mannschaft in der Skaterhockey-Regionalliga eine Plattform zu geben, damit diese dort Spielzeit sammeln.

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