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Rodheimer Ü53 verteidigt DM-Titel

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SG Rodheim, Deutscher Meister der Ü53-Volleyball-Senioren. FOTO: CLARA ANASTASINI © Red

(pm). Die Vorzeichen standen nicht gut. Zuspieler Uli Bönsch, Mittelblocker Joachim Jahr und Diagonalspieler Siggi Klingelhöfer verletzt, Markus Steinhauer nach Krankheit noch geschwächt, ebenso wie Stefan Brömmeling, der vor Kurzem noch mit einer Corona-Infektion zu kämpfen hatte. Umso höher ist zu werten, dass die Ü 53-Volleyballer der SG Rodheim am vergangenen Wochenende bei der DM-Finalrunde in Rostock den Titel aus dem Vorjahr verteidigen konnten.

Aber es war eine verdammt enge Kiste.

Zu Beginn der Gruppenphase stellte der Erfurter VC keine große Hürde dar und konnte mit 25:12 und 25:14 besiegt werden. Gegen den Titelanwärter RBSSV Düren zeigte sich schnell, dass die Piraten aus Rodheim noch nicht ins Turnier gefunden hatten. Nach dem Gewinn der ersten Satzes (25:23) breitete sich Chaos aus, und nach zwei Satzverlusten (16:25, 10:15) erreichte Rodheim die Zwischenrunde nur als Gruppenzweiter.

Dort wartete mit dem BSV Bayreuth ein unangenehmer Gegner. Die Rodheimer Coaches Markus Steinauer und Uli Bönsch überraschten jedoch nicht nur das eigene Team mit einer taktischen Umstellung. Stefan Brömmeling wechselte auf die Mittelblockerpositon und Thomas Henrichs übernahm dessen Annahme-Außen-Rolle. Mit dem souverän agierenden Libero Stefan Eder und mit Christian Albrecht konnte so die Annahme stabilisiert werden. Die Zuspieler Martin Kersten als auch Markus Lensing verteilten die Bälle nach Belieben. Stefan Kann ließ im Mittelblock kaum etwas anbrennen, und auch Peter Stößinger, Thies Jünger und Frank Fettlinger sorgten für Entlastung. Mit einem 2:1 (23:25, 25:13, 15:4) erreichten die Wetterauer »Piraten« das Halbfinale.

Im Halbfinale traf die SG Rodheim auf Helios Berlin. Nach einem ungefährdeten ersten (25:21) und einer Führung im zweiten Satz kippte das Spiel. Die Aufschlagquote des ehemaligen Nationalspielers Thomas Brall und die Blockqualität der früheren Erstligaspieler Dirk Schlotfeld und Ralf Jeder setzten der SGR zu, und es entwickelte sich ein Volleyballkrimi. Nach Rückstand im dritten Satz (1:6 und 4:8) kämpften sich die Rodheimer zurück, wehrten drei Matchbälle ab, und beim Stand von 16:16 beendete Stefan Brömmeling mit zwei Monsterblocks das Spiel.

Stefan Brömmeling nicht zu stoppen

Mit dem TV Kressbronn vom Bodensee stand der SG Rodheim der letztjährige Ü 47-Meister im Finale gegenüber, der überraschend Düren deutlich im Halbfinale besiegt hatte. Markus Steinauer und Uli Bönsch änderten nichts an der Aufstellung, und die Rodheimer waren bis Mitte des zweiten Satzes nicht aufzuhalten. Christian Albrecht und Thomas Henrichs punkteten über Außen nach Belieben. Stefan Brömmeling konnte auch von einem Dreierblock in der Mitte nicht aufgehalten werden. An Stefan Kanns Block war eh kein Vorbeikommen. Durch die gute Annahme von Libero Stefan Eder wurde Wolfgang Weber über Diagonal immer wieder durch Zuspieler Martin Kersten brillant in Szene gesetzt. Nach 25:20 und einer beruhigenden Führung im zweiten Satz lag jedoch nach einer spektakulären Abwehraktion das Momentum plötzlich bei den Kressbronner. Auch auf deren Seite standen schließlich ehemalige Erst- und Zweitbundesligaspieler. Die rund 300 Zuschauer wollten ebenfalls mehr von diesem hochklassigem Finale sehen und feuerten die Kressbronner zu einem 25:21-Satzgewinn an. Der Tiebreak musste entscheiden. Durch die bereits im zweiten Satz entlastenden Einwechslungen von Markus Lensing und Peter Stößinger fingen sich die Rodheimer wieder und führten im dritten Satz immer mit ein bis zwei Punkten. Thies Jünger verstärkte zeitweise noch den Block, und bei 14:13 verwandelte Stefan Brömmeling den Matchball zur erfolgreichen Titelverteidigung.

SG Rodheim: Christian Albrecht, Stefan Brömmeling, Uli Bönsch, Stefan Eder, Frank Ettlinger, Thomas Henrichs, Joachim Jahr, Thies Jünger, Stefan Kann, Martin Kersten, Markus Lensing, Markus Steinhauer, Peter Stößinger, Wolfgang Weber.

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