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Rote Karte bringt die Wende

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Von: Sascha Kungl

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(kun). Endlich! Der TSV Griedel hat seinen Negativlauf in der Handball-Landesliga Mitte beendet. Im Heimspiel gegen die HSG Goldstein/Schwanheim feierte das Team von Trainer Jens Hohaus am achten Spieltag einen 29:25 (12:13)-Erfolg.

»Spielern und Verantwortlichen ist nach der Partie spürbar ein Stein vom Herzen gefallen«, gab Griedels Teammanager Jürgen Weiß unverblümt zu. »Nach sechs Niederlagen in Serie haben wir endlich den Bock umstoßen können. Der Sieg hat uns eine große Last von den Schultern genommen.« In der Tabelle rangieren die Butzbacher Vorstädter zwar nach wie vor auf dem vorletzten Platz, durch den zweiten Saisonsieg konnte man den Anschluss an die vorliegenden Mannschaften aber herstellen.

Dabei hatte es über weite Strecken der ersten Halbzeit nicht nach einem Griedeler Erfolg ausgesehen. Mit zahlreichen Fehlversuchen und zwei vergebenen Siebenmetern schienen die Hausherren zu Beginn an die schwachen Leistungen der letzten Wochen anzuknüpfen. »Der Wendepunkt des Spiels war die Rote Karte gegen Nils Siek. Danach ging ein Ruck durch die Mannschaft«, konstatierte Weiß.

Zuvor hatten die Gäste die Partie vor 100 Zuschauern in der Butzbacher Sporthalle nach der frühen Griedeler Führung mit einem 3:0-Lauf zu ihren Gunsten gedreht (2:5/9.). Die Hausherren bekamen in der Anfangsphase keinen Zugriff auf das Spiel. Vor allem Rückraumshooter Heiko Stade stellte die Griedeler Abwehr immer wieder vor große Probleme. Bis zum 9:13 in der 25. Minute konnten die Gäste ihren Vorsprung halten, ehe die angesprochene Rote Karte gegen Siek der Partie eine entscheidende Wendung gab. Nach dem Motto »Jetzt erst recht« gelang Thomas Graßl kurz vor der Pause der Anschlusstreffer zum 12:13-Halbzeitstand. »Die Schlussphase des ersten Durchgangs war entscheidend für den Erfolg. Man hat gespürt, dass die Mannschaft wieder an sich geglaubt hat«, erklärte Weiß.

Den Gästen gelang beim 14:13 in der 32. Minute die letzte Führung in diesem Spiel. Die Griedeler hatten nun dagegen spürbar ihren Rhythmus gefunden und gingen durch einen 5:0-Lauf bis zur 39. Minute mit 18:14 in Führung. Nach einem Foul an Timm Weiß verwandelte Sascha Siek den Nachwurf zum 22:19 (47.) und legte dann auch das 23:19 nach (49.).

»Mit diesen zwei wichtigen Toren führte er die Mannschaft auf die Erfolgsspur«, konstatierte Weiß, dessen Team durch einen Doppelschlag von Romeo Rejab die Treffer zum 29:25-Endstand erzielte.

TSV Griedel: Pajung, Krüger; Weiß, Sascha Siek (9/3), Kuhl, Grieb (3), Nils Siek (2/1), Kipp (4), Krüger (2), Diehl, Graßl (3), Rejab (5), Köhler (1), Al Mohamad.

HSG Goldstein/Schwanheim: Bachmann, Adamcevic; Steinmetz, Holstert (1), Bastian Stade, Vrdoljak (3), Kleiber (4), Jankovic (5/3), Schwer (1), Becker (4), Wernig, Grünberg, Heiko Stade (6), Latif (1).

Im Stenogramm: Schiedsrichter: Herrmann/Lindenthal (TV Langenselbold/HSG Maintal). - Zeitstrafen: 8:8 Minuten. - Siebenmeter: 7/4:5/3. - Rote Karte: Nils Siek (24./Disqualifikation). - Zuschauer: 100.

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