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Sacks betritt Neuland bei FSG Gettenau/Florstadt

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Andra-Maria Schulz und ihre FSG Gettenau/Florstadt gewinnen in der Vorbereitung zwei von vier Tests. © Timo Jaux

Die Bezirksoberliga der Frauen startet am Wochenende in die Saison. Bei der FSG Gettenau/Florstadt und der HSG Wettertal setzt man auf Erfahrung. In Butzbach sollen es die Jungen richten.

(pls). Die schweißtreibende Vorbereitung ist am Wochenende Vergangenheit: Die neue Saison in der Handball-Bezirksoberliga Gießen der Frauen startet. Wieder in einer konventionellen Hin- und Rückrunde treffen die zwölf Teams aufeinander. Mit Ausnahme einer kurzen Winterpause um die Weihnachts- und Neujahrszeit herum geht es bis Ende April im Ligaalltag um Punkte. Die heimischen Farben vertreten die FSG Gettenau/Florstadt, die HSG Butzbach und die HSG Wettetal. Nicht mehr zur Klasse gehören die HSG Hungen/Lich (Aufstieg) und die HSG Mörlen (Abstieg). Die HSG Dilltal kommt als Aufsteiger aus der Bezirksliga A nach oben. Der TV Hüttenberg II spielt nach dem Abstieg aus der Landesliga nun um Bezirksoberliga-Zähler.

Butzbach zählt auf die junge Garde

Nachdem die Spielerinnen von »Tausendsassa« Carsten Dannwolf, der bei der HSG multifunktional agiert, in der letzten Saison dem Abstieg nur knapp entronnen sind, heißt es in der neuen Spielzeit nun »Jugend forscht«. Jedoch nicht ganz freiwillig. Aufgrund eines großen Aderlasses wird der Kader größtenteils durch Nachwuchskräfte aus der eigenen A-Jugend (Oberliga) gebildet. Zudem ist man gerade auch damit beschäftigt, weiteren Jugendakteurinnen ein Erwachsenenspielrecht zu beschaffen.

Es wird schwierig, dem Abstieg zu entgehen. Dem Team fehlt - im Vergleich zu den Kadern der Konkurrenz - einiges an Erfahrung im Damenbereich. Zudem kann man von einer durchwachsenen Vorbereitung sprechen. Bis vor zwei Wochen hielten sich die Spielerinnen nur individuell fit. Das Mannschaftstraining lief also erst kürzlich so richtig an. Man wird die ersten Punktspiele benötigen, um sich richtig zu finden, glaubt Dannwolf. Der Weg, den der Coach einschlägt, kann mittelfristig voll aufgehen. Die junge Garde ist hochtalentiert und will mit attraktivem Tempohandball aus einer offensiv ausgerichteten Abwehr ihre Kritiker eines Besseren belehren. Wichtig sei es, dass man nicht in Panik verfalle und weiter ruhig arbeite, auch bei Nackenschlägen. »Unsere Erfolge mache ich nicht an Ergebnissen fest, sondern an unserer Entwicklung«, sagt der HSG-Trainer in der Hoffnung, am Ende der Saison die Früchte der Arbeit zu ernten und den Butzbacher Standort langfristig attraktiv für junge Spielerinnen zu halten. Los geht’s am 25. September bei der HSG Dilltal.

Kader / Zugänge: Larissa Winter (Comeback nach Verletzung), Julia Müller, Madelyn Castillo Gomez, Dania Lucia Dannwolf (alle eigene Jugend), Lina Messerschmidt (Herborn/Seelbach). - Abgänge: Larissa Bause, Thea Rösner, Tabea Mohr (alle TV Aßlar), Celine Geretschläger (HSG Mörlen), Hanne Blum, Hannah Schmied, Lena Riethmüller (alle zweite Mannschaft), Leonie Spieß (Pause), Leona Geretschläger (privat), Anna Kaiser (Auslandsjahr).

Tor: Finja Berger, Lilli Dietzel. - Rückraum: Milena Stuppy, Sarah Klein, Sandra Bender, Nina Luh, Hannah Wendt. - Außen: Julia Müller, Madelyn C. Gomez, Nicole Frey, Larissa Winter, Lisa Jäger. - Kreis: Dania Lucia Dannwolf, Lina Messerschmidt, Mia Galler. - Trainer: Carsten Dannwolf.

Gettenau/Florstadt: Erthel für Berthel

Unter dem neuen Coach Christian Sacks knüpft Gettenau/Florstadt an eine solide letzte Saison an. Beim Torhütergespann ersetzt Lea Erthel Namensvetterin Lea Berthel, die in Richtung Wettertal abgewandert ist. Der Kern der Mannschaft ist aber erhalten geblieben und befindet sich seit mehreren Wochen im Teamtraining. Sacks, der erstmals im Damenbereich tätig ist, war es von Beginn an wichtig, »gleich nah an der Mannschaft zu sein, sich als Team zu finden und Abläufe zu verinnerlichen«. Dafür nutzte die FSG auch vier Testspiele, von denen man zwei siegreich gestalten konnte. Vor allem die Generalprobe vor dem Saisonstart gegen die Reserve aus Wettenberg war ansehnlich und weckte die Vorfreude auf den Start.

Das Mannschaftsgefüge passe und die Stimmung sei gut, erzählt der neue Übungsleiter, obwohl man während der Vorbereitung oft improvisieren musste und teils unter freiem Himmel trainierte, da keine Halle zur Verfügung stand. Die Zielsetzungen der Spielgemeinschaft für die bevorstehende Runde fallen bescheiden aus. Sacks macht klar, dass man möglichst schnell Punkte sammeln möchte, um mit dem Abstieg nichts zu tun zu haben. Für ihn persönlich sei es nach Jahren im Männerbereich nun eine völlig neue Erfahrung, der er vor allem mit guter Kommunikation zwischen Spielerinnen und Trainer begegnen möchte. Bisher läuft alles glatt, die Spielerinnen fielen nach der anstrengenden Vorsaison nicht ins Sommerloch und fiebern dem Auftakt am 24. September gegen den TV Hüttenberg II entgegen.

Kader / Zugänge: Lea Erthel, Jella Kraft, Julia Kessel (alle HSG Oberhessen II). - Abgänge: Lea Berthel (HSG Wettertal II), Laura Müller (Babypause). - Tor: Anni Brehm, Lea Erthel, Maire Brockhoven. - Rückraum: Luisa Stiefel, Johanna Bentrup, Julia Schmidt, Yvonne Becker, Franziska Schmeißer, Jacqueline Borst, Andra-Maria Schulz. - Außen: Nina Grün, Jella Kraft, Elisa Freiter, Leonie Müller. - Kreis: Kim-Sinja Ende, Luisa Vinson, Julia Kessel. - Trainer: Christian Sacks.

Kaum Testspiele für die HSG Wettertal

»Never change a running team« heißt die Devise bei den Wettertalerinnen. Zwei von drei Abgängen wurden positionsgetreu ersetzt. Zudem hat man mit Kristina Schmidt (TSG Leihgestern) nun einen weiteren Trumpf auf der Linksaußenposition. Im Gegensatz zu der Liga, die laut Betreuerin Laura Kunzelmann aufgrund neuer Teams und der Rückkehr zum alten Modus »schwer einzuschätzen« ist, weißt man in Wettertal um die eigenen Stärken und Schwächen. Trainer Tim Langsdorf hält zudem taktische Kniffe in der Hinterhand parat.

Die Vorbereitung ging man mit einer Mischung aus Erholung und intensiven Trainingseinheiten an. So habe man die Akkus aufladen, den Kopf frei bekommen und akribisch am eigenen Angriffsverhalten arbeiten können. Vorbereitungsspiele hingegen waren rarer gesät, als man es sich erhofft hatte. Durch kurzfristige Absagen und einer erschwerten Suche nach Ersatz konnte man nicht so viel testen wie erhofft. Doch die HSG blickt zuversichtlich auf die kommende Spielzeit und möchte laut Kunzelmann »so viele Spiele gewinnen wie möglich«. Ein Platz im oberen Mittelfeld scheint realistisch. Wichtig sei zudem, bei Verletzungen und Corona-bedingten Ausfällen als Mannschaft zusammenzurücken. Dann sollen auch mal Spielerinnen aus hinteren Reihen in die Bresche springen. Qualität, Erfahrung und Spielwitz im Wettertaler Team seien in der Breite vorhanden. Ganz zu schweigen von der Vorfreude auf den Auftakt in Hüttenberg (Sonntag, 14 Uhr).

Kader / Zugänge: Luisa Noll (zweite Mannschaft), Hannah Schepp (zuletzt HSG Butzbach), Kristina Schmidt (TSG Leihgestern). - Abgänge: Laura Kunzelmann (Laufbahnende), Hanne Müll (berufsbedingter Umzug), Sabrina Reif (Verletzung). - Tor: Anne-Sophie Glock, Patricia Haub, Tamara Marsteller. - Rückraum: Charlotte Brückel, Elisa Kerschner, Sophie Kerschner, Hannah Kielich, Mona Weil, Jenny Wolfner. - Außen: Luisa Noll, Kristina Schmidt, Katharina Exner, Alina Rettig. - Kreis: Saskia Müller, Hannah Schepp. - Trainer: Tim Langsdorf.

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