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Schnabl bleibt in Erfolgsspur

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Von: red Redaktion

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Ein gelungenes Wochenende für Fahrer, Mechaniker und das ganze Team von Schnabl Engineering aus Butzbach. Beide Falken-Porsche fahren beim Zwölf-Stunden-Rennen auf der Nordschleife in die Top 6. © pv

(bf). Zum ersten Mal hat die Nürburgring-Langstrecken-Serie (NLS) ein Zwölf-Stunden-Rennen auf der Nordschleife ausgetragen - und Schnabl Engineering hat diese Premiere für sich entschieden. Das Team aus Butzbach blieb nach insgesamt 79 Rennrunden 15,2 Sekunden vor seinem schärfsten Verfolger und fuhr auch mit seinem zweiten Fahrzeug unter insgesamt 115 Teilnehmern in die Top 6.

»Für uns war das ein Mega-Rennen«, sagt Teamchef Sven Schnabl, dessen Mannschaft damit nahtlos an den im Juli erzielten ersten Saisonsieg angeknüpft hat. »Das entschädigt für vieles, was zu Beginn der Saison nicht nach Wunsch verlaufen ist. Wir dürfen rundum zufrieden sein mit diesem Ergebnis.«

Begonnen aber hatte das Rennwochenende durchwachsen für Schnabl Engineering als Einsatzteam von Falken Motorsports: Bei typischem Eifel-Wetter mit Regen und Sonne im Wechsel war es entscheidend, im Zeittraining immer mit den richtigen Reifen auf der Strecke zu sein. »Da haben wir auch mal danebengelegen«, meinte Sven Schnabl. Und so fuhren Joel Eriksson, Jaxon Evans, Sven Müller und Alessio Picariello im Porsche 911 GT3 R mit der Nummer drei mit 8:50,512 Minuten auf den elften Platz, bei 31,3 Sekunden Rückstand auf die Spitze.

Das Schwesterauto mit der Nummer vier und Klaus Bachler, Martin Ragginger sowie den beiden Falken-Neulingen Ayhancan Güven und Come Ledogar verunfallte indes auf nasser Fahrbahn und musste nach dem Qualifying umfangreich repariert werden. »Wir haben uns dann entschieden, dieses Auto in Ruhe wieder fahrbereit zu machen und aus der Boxengasse zu starten«, erklärte Sven Schnabl. Dieser Plan ging auf: Die beiden Fahrzeuge von Schnabl Engineering fanden gut in das erste Sechs-Stunden-Segment des Langstrecken-Rennens, das ebenfalls vom Mischwetter bestimmt wurde. Nach nur vier Runden wurden beide Falken-Porsche in den Top 5 notiert, am Ende des ersten Abschnitts führten Eriksson, Evans, Müller und Picariello mit einem Vorsprung von 59,9 Sekunden.

Zweiter Porsche auf Rang sechs

Tags darauf ging es in den zweiten Teil, mit einem weiteren Sechs-Stunden-Rennen und unter Anwendung der Abstände vom Zwischenergebnis des ersten Abschnitts. Weil aber mit einer Code-60-Phase gestartet wurde, schrumpfte der Vorsprung von Schnabl sogleich. »Als wir dann auch noch Batteriespannung verloren haben und den Verbrauch unserer Nummer drei reduzieren mussten, wurde es noch mal enger«, sagte Teamchef Sven Schnabl. »Zum Glück waren wir gut vorbereitet und hatten die Situation bald im Griff.«

Auf komplett trockener Strecke machten auch die Fahrer ihre Sache gut: Eriksson, Evans, Müller und Picariello gewannen das zweite Teilrennen und erzielten damit den Gesamtsieg im Zwölf-Stunden-Rennen. Ihre Teamkollegen Bachler, Güven, Ledogar und Ragginger kreuzten die Ziellinie im zweiten Falken-Porsche auf Position sechs, 4:35 Minuten hinter dem Siegerauto.

Teamchef Sven Schnabl zeigte sich »sehr zufrieden« mit diesem Ergebnis: »Fahrer und Crew haben einwandfreie Arbeit geleistet, wir sind unterm Strich gut durchgekommen und freuen uns sehr über diesen schönen Erfolg. Vor allem, wo wir mit Ayhancan Güven und Come Ledogar gleich zwei neue Fahrer dabei hatten und wo Joel Eriksson seine bisher einzigen Einsätze für unser Team jeweils mit dem Sieg gekrönt hat.«

Für Schnabl Engineering war es nach dem Gewinn des Sechs-Stunden-Rennens im Juli bereits der zweite Saisonerfolg auf der Nürburgring-Nordschleife. Zuletzt hatte der Butzbacher Rennstall 2018 zwei NLS-Saisonsiege erzielt.

Den nächsten Lauf zur Langstrecken-Serie in der laufenden Saison lässt das Einsatzteam von Falken planmäßig aus. Beim 46. DMV-Münsterlandpokal am 22. Oktober aber ist man wieder mit zwei Autos im Feld vertreten, dann schon als Testeinsatz mit Blick auf die Nordschleifen-Saison 2023.

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