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SG Rodheim: Eine Saison für das Rekordbuch

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Von: Michael Nickolaus

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Die Rekordjäger: Die SG Rodheim hat in der Fußball-Saison 2021/22 mit Maximalpunktzahl die Meisterschaft in der Kreisliga C Friedberg, Gruppe 2 gewonnen. © pv

Die SG Rodheim hat Fußball-Geschichte geschrieben. 30 Spiele, 30 Siege, 90 Punkte. Mehr geht nicht! Kreisliga C hin oder her.

Nach einer Saison gänzlich ohne Senioren-Spielbetrieb an der Sportallee kann am Ende der Comeback-Spielzeit 2021/22 der Aufstieg in die Kreisliga B gefeiert werden werden. Mit 20-köpfiger Besetzung ist der Meister diesen Tagen auf einem Vier-Tage-Trip in Barcelona. »Die Jungs haben nach der Winterpause nahtlos an die Vorrunde anknüpfen können, haben gespürt, dass die Rädchen ineinander greifen und die Motivation aus eigenem Antrieb heraus hoch gehalten, wenngleich uns der Rhythmus immer mal wieder gefehlt hat«, sagt Uwe Wies, Abteilungsleiter bei den Grün-Weißen.

Gleich fünf Rückrunden-Spiele (vier SGR-Heimspiele) wurden von den jeweiligen Gegnern abgesagt; aus höchst unterschiedlichen Gründen. »Zum einen ist’s nicht leicht, angesichts der Pausen die Spannung hoch zu halten. Zum anderen ist’s schade für unsere Zuschauer, die der sportliche Erfolg doch zunehmend auf die Sportanlage gelockt hatte«, sagt Wies.

In Erinnerung bleibt aus der Rückrunde insbesondere die Partie gegen den FC Inter Reichelsheim, den Tabellen-Dritten in der Endabrechnung. Zwei Minuten vor dem Ende hatte Rodheim den Ausgleich hinnehmen müssen, in der Nachspielzeit durch Kapitän Adriano Russi dann aber den 4:3-Siegtreffer erzielt. »Das spricht für den Charakter der Mannschaft, die wusste, etwas ganz Außergewöhnliches, nämlich die perfekte Saison, errreichen zu können«, sagt Wies, der zusammen mit Mirko Likar, Thomas Behrendt (beide Spielausschuss) sowie Kassierer Ibo Lingenau federführend dieSGR- Abteilung leitet.

Als Vater des Erfolges gilt Trainer Ümit Karpuz, der zusammen mit Kaan Mutlu Strategie, Struktur und Disziplin vermittelte. Mit 17 Gelben Karten und einer Zeitstrafe ist die SGR zugleich die fairste Mannschaft in der Gruppe 2. Karpuz wird von Wies als »Glücksfall« bezeichnet. Der 36-Jährige hatte in Rodheim (in den 1980er Jahren in der damals viertklassigen Landesliga aktiv) nach einjähriger Wettkampfpause die Renaissance angeregt und maßgeblich vorangetrieben.

A-Liga-Perspektive

Mit 27 Treffern ist Russi der erfolgreichste Torschütze im Kader. Auf jeweils 20 Tore kommen Elias Yamini, der aus der Kreisoberliga-Mannschaft von Türk Gücü Friedberg gekommen war, und Luca Karwisch. Tezcan Üstündag, im Kreis als Goalgetter bekannt, konnte auf Grund einer Knieverletzung nur sechs Spiele (drei Tore) bestreiten.

Mit Mert Algül hat die SG Rodheim seit Mai einen weiteren Knipser in ihren Reihen. Vom Kreisoberligisten SV Steinfurth zur SG gewechselt, erzielte Algül - auf Grund seines enormen Tempos kaum zu halten - in fünf Spielen beachtliche elf Tore. »Er kam zur rechten Zeit, hat uns geholfen und Lösungen gefunden, als sich die gegnerischen Mannschaften gegen uns zunehmend defensiv verhalten haben«, sagt Wies.

Algül war der erste von gut einem halben Dutzend Neuzugängen von überdurchschnittlicher B-Liga-Qualität. Semih Yavas hatte zuletzt beim FC Neu-Anspach sporadisch in der Gruppenliga gespielt. Berkan Irkin (elf Gruppenliga-Einsätze) und Selahattin Deliktas kommen vom Türkischen SV Bad Nauheim, Feik Gürsoy von der SG Rosbach/Ockstadt II. Sie sollen Führungsaufgaben übernehmen. Man verfüge aktuell über einen 29-Mann-Kader. »Mit dem Abstieg sollten wir mit diesem Kader nichts zu tun haben. Wir werden sehen, dass wir Fuß fassen können, wollen uns etablieren«, gibt Wies zu verstehen, der »perspektivisch in drei, vier Jahren vielleicht«, der SG Rodheim auch den Aufstieg in die Kreisliga A zutraut.

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