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Für die erstmalige Teilnahme am Deutschlandpokal hat der VfL Bad Nauheim die Sporthalle am Solebecken hübsch herausgeputzt.

Fechten

So lief die Deutschlandpokal-Premiere für den VfL Bad Nauheim

  • Vonred Redaktion
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Der VfL Bad Nauheim war am Montag erstmals beim tradtionsreichen Deutschlandpokal dabei. Die Damen zogen beim Heimspiel auch gleich in die nächste Runde ein.

(wnt). Der Deutschlandpokal ist das größte nationale Ereignis im Fechtsport. Der VfL Bad Nauheim ist in diesem Jahr erstmals in seiner Vereinsgeschichte mit zwei Degen-Teams am Start. Die Auslosung der Erstrunden-Paarungen verschaffte den Damen und Herrenmannschaft aus der Kurstadt das Heimrecht, sodass am vergangenen Montag die Sporthalle am Solebecken in eine Fechtarena verwandelt wurde. Und die VfL-Frauen schafften bei der Premiere auf Anhieb den Einzug in die nächste Runde.

Im Deutschlandpokal treten seit 1981/82 jährlich rund 300 Mannschaften mit ca. 1000 Athleten in den Disziplinen Säbel, Degen und Florett gegeneinander an. 40 Jahre später hielt der traditionsreiche Wettbewerb nun also Einzug in die Wetterau. Grund genug auch für den Bad Nauheimer Bürgermeister Klaus Kreß, in der Halle an der Ernst-Ludwig-Schule vorbeizuschauen.

Den Auftakt des Abends machte das Damen-Team des VfL Bad Nauheim mit Julia Bartnik, Marie Kessler, Isabel Weinert und Charlotte Korb. Der Gegner hieß SSG Bensheim. Bartnik bestritt das erste Gefecht und brachte den VfL durch sehenswerte Treffer in Führung. Der Funke der Begeisterung sprang von Anfang an auf die »Fankurve« über. Technisch überzeugend gelang es den Mädels, den Vorsprung über die weiteren Gefechte auszubauen, sodass die Nauheimerinnen die erste Runde im Pokal mit 45:37 Treffern souverän für sich entscheiden konnten. »Der Auftakt des Deutschlandpokals war eine einzigartige Teamwork-Erfahrung. Ich bin stolz auf unsere Leistung«, sagte Marie Kessler.

Kondring hält die Spannung hoch

Angespornt durch den Erfolg der Damen, nahmen sich die Herren des VfL (Tibor Ziegelhöffer, Philipp Kondring, Thomas Weinert und Sebastian Barbas) vor, in ihrem Mannschaftsgefecht die Gäste des Darmstädter FC zu schlagen. Nach den ersten Aktionen auf der Planche zeigten sich die Südhessen als der erwartet schwere Gegner, dem es zunehmend gelang, die Partie an sich zu reißen. Als die Gäste ihre Führung konsequent ausbauten, schaltete Philipp Kondring energisch in den Offensiv-Modus und konnte innerhalb eines Gefechts den Rückstand des VfL spektakulär um acht Treffer verkürzen. So blieb die Spannung bis zum Schluss erhalten, auch wenn die Nauheimer Herren schließlich mit 29:45 Treffern unterlagen. »Auch wenn das Ergebnis eindeutig war, wir haben auf der Fechtbahn den Rückenwind unserer Fans gespürt«, fasste Thomas Weinert seine Eindrücke zusammen.

Unter dem Eindruck der tollen Atmosphäre zeigte sich Tibor Ziegelhöffer, Leiter der VfL-Fechtabteilung, sehr zufrieden mit dem Verlauf des Abends: »Als erstes gratuliere ich unseren Damen zum überzeugenden Einzug in die zweite Pokal-Runde und bedanke mich auch bei den gegnerischen Mannschaften für den fairen Wettkampf. Ich bin aber auch sehr glücklich darüber, dass es uns heute gelungen ist, attraktiven Fechtsport zu präsentieren. Gerade die Anwesenheit von Herrn Kreß motiviert unsere Fechter und ist eine Bestätigung für das gesamte Trainerteam, die Jugendarbeit auf hohem Niveau fortzusetzen«.

Die am Montagabend erhaltenen Spenden will die Abteilung in voller Höhe in den eigenen Nachwuchs investieren.

Philipp Kondring vom VfL Bad Nauheim kassiert hier einen Treffer durch Martin Bauer (rechts, Darmstädter FC). Der erfahrene Wetterauer Fechter sorgt aber dafür, dass der Wettkampf gegen die Südhessen lange ausgeglichen bleibt.
Dieser Artikel stammt aus der Wetterauer Zeitung.

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