Spiel mit Harz: Nachteil Petterweil

  • VonPeter Hett
    schließen

(hep). Für den TV Petterweil steht in der Handball-Oberliga Nord am Sonntagnachmittag (17 Uhr) ein relativ kurzer Ausflug in die Nachbarschaft an. Nur 20 Kilometer von Petterweil entfernt trägt die SG Bruchköbel ihre Heimspiele in der Dreispitzhalle aus. Es riecht also ein wenig nach Derby. Ob allerdings echter Derbycharakter aufkommt, darf bezweifelt werden.

Dafür gab es in der Vergangenheit zu wenige Duelle untereinander.

Das liegt vor allem daran, dass die SG meist in höheren Klassen spielte als der TVP - so zum Beispiel ab 2017 für zwei Spielzeiten in der 3. Liga. Bruchköbel steht derzeit mit 1:5 Punkten auf dem vorletzten Platz, Petterweil dagegen mit 4:2 Punkten auf Rang vier. Für das Aufeinandertreffen am Sonntag hat dies allerdings keine Aussagekraft, denn unter den Auftaktgegnern der Gastgeber befanden sich mit Pohlheim und Melsungen II die Top-Favoriten der Liga.

Den ersten Punkt fuhr die Mannschaft von Neu-Trainer Torsten Weber beim 31:31 in Vellmar ein. Der B-Lizenz-Inhaber trainiert Bruchköbel seit Juni und sieht seine Mannschaft in Sachen Fitness gut aufgestellt.

Dem Heimvorteil sollte eine besondere Bedeutung zukommen. Die SG trainiert und spielt zu Hause mit Harz. Mit Aydin Günes spielt die Identifikationsfigur auf Linksaußen, während der wohl wichtigste Akteur im rechten Rückraum aufläuft. Der 2,03 Meter große Alen Kulenovic ist aus Gelnhausen zur SG gewechselt und gilt als Schütze und Entscheider im Angriffsspiel. Mit Tobias Jockel gehört ein Kreisläufer zum Team, der über die nötigen körperlichen Voraussetzungen für diese Position verfügt. Auch Maximilian Wolf (Linksaußen) und Moritz Kosch im Rückraum sind zu beachten. Überhaupt ist der Rückraum mit etlichen wurfstarken Spielern besetzt. Die Abwehr operiert wechselweise als 6:0- oder 5+1-Formation.

Der größte Nachteil dürfte für Petterweil zunächst im Spiel mit Harz liegen. »Für uns ist das Neuland. Es wird sicher eine kritische Anfangsphase mit hoffentlich nicht zu vielen technischen Fehlern geben«, blickt TVP-Coach Martin Peschke voraus. Er hofft, dass sich seine Spieler von Minute zu Minute mit dieser neuen Situation zurechtfinden. Der Sieg gegen Wettenberg sollte seiner Mannschaft genügend Rückenwind geben, um mit breiter Brust aufzulaufen. Personell gibt es keine Probleme. Alle Spieler sind an Bord. Sollte es der TVP-Abwehr gelingen, kompakt zu verteidigen und über erste und zweite Welle einfache Tore zu erzielen, sind berechtigte Chancen auf weitere Punkte vorhanden.

Dieser Artikel stammt aus der Wetterauer Zeitung.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare