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Spielabsage leicht gemacht

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Tests gehören auch im Amateursport zum Alltag. Meist reicht ein Corona-Fall aus, um ein Spiel verschieben zu dürfen. © DPA Deutsche Presseagentur

Corona-Bestimmungen prägen den Sport an der Basis. Wie gehen die Fachverbände mit Absagen und Spielverlegungen im Amateurbereich um? Ein Überblick:

Corona. Inzwischen dürfte es kaum noch Mannschaften geben, die von einem positiven Fall verschont geblieben sind. Meist verlaufen die Symptome bei Spielern im Nachwuchs- und Aktiven-Bereich harmlos, doch laut bundesweiten Vorschriften muss sich jeder in Quarantäne begeben. Das sorgt vor allem im Amateursport für immer mehr Spielverschiebungen, für schiefe Tabellenbilder, für Terminprobleme.

Wie ist die Lage? Darf eine Mannschaft eine Partie »straffrei« verschieben, wenn sie »nur« einen positiven Fall in ihren Reihen hat? Wie klappen die Absprachen unter den Vereinen? Wir haben bei den Verbänden nachgefragt.

Handball

Der Hessische Handball-Verbandes (HHV) hat festgelegt: Eine Mannschaft darf ein Spiel absagen, wenn sie einen positiven Corona-Fall hat. »Dann entfällt auch die Verlegungs-Gebühr«, erklärt HHV-Geschäftsführer Andreas Hannappel. Gibt es lediglich einen Verdachtsfall, fällt die Verlegungs-Gebühr an. Ein Verein kann dagegen kein Auswärtsspiel aus Sorge vor einer hohen Inzidenz in der dortigen Region verweigern. Spiele können - wie schon vor Corona - auch im Handball generell auf einen Tag unter der Woche verlegt werden. Das ist immer öfter der Fall, da mehr Spiele verschoben werden. Der Verband hat die Klubs nun informiert, das auch offizielle Schnelltests (keine Selbstests), die positiv sind, als »Absage-Bestätigung« anerkannt werden. Grund sei, dass die PCR-Test-Verfügbarkeit nun eingeschränkt wird. Hannappel. betont, die Absprache unter den Vereinen grundsätzlich »gut« verlaufe.

Fußball

Der Hessische Fußball-Verband (HFV) gibt vor: Spielabsagen sind ab mindestens fünf positiven Fällen möglich. Sie werden durch den Klassenleiter abgesetzt und im Anschluss an die Quarantäne neu angesetzt. Allerdings kann auch ein einzelner positiver Test für eine Absage ausreichen: Nämlich, wenn der betreffende Spieler erst am Vortag oder am Spieltag positiv getestet wird. Im März geht die Punktrunde weiter, zuvor stehen im Februar Pokalspiele an.

Tischtennis

Der Hessische Tischtennis-Verband (HTTV) hat den Spielbetrieb zunächst bis zum 13. Februar ausgesetzt. »Wenn sich zwei Mannschaften einigen, kann aber auch jetzt gespielt werden«, erklärt Dennis Erbe, Vizepräsident für Öffentlichkeitsarbeit und ergänzt zudem: »Verlegungen sind auch bei einem positiven Fall möglich. Wenn Mannschaften nicht komplett antreten, werden sie nicht bestraft.« Tritt eine Mannschaft aufgrund Befürchtungen wegen der Corona-Lage vor Ort nicht an, erfolgt eine Spielwertung. Spiele können auch unter der Woche nachgeholt werden. Die Kosten für die Tests müssen die Vereine tragen, wobei ein Test offiziell nachgewiesen werden muss. »Bisher gab es keine Rückmeldungen, dass die Absprachen nicht liefen, obwohl ich das befürchtet hatte«, so Erbe.

Volleyball

Auch beim Hessischen Volleyball-Verband (HVV) können Spiele bei nur einem einzigen Corona-Fall verlegt werden. »Aus diesem Grund wurde die Saison - abgesehen von der Oberliga, wo die Runde geteilt wurde - ja bis Mai verlängert«, erläutert Dieter Höhn, Klassenleiter der Ober- und Landesliga. Der HVV fordert ein, dass ein Nachweis für einen Corona-Fall dem Verband zugeht. Treten Vereine zu Auswärtsspielen aus Sorge vor hoher regionaler Inzidenz nicht an, erfolgen Wertungen. Geldstrafen werden nicht fällig. Spiele können auch in die Trainingszeiten verlegt werden. Auch hier sollen Clubs die Bürgertests in Anspruch nehmen. Höhn machte bisher überwiegend positive Erfahrungen: »Die Absprachen zwischen den Vereinen laufen gut. Das meiste ist ja auch gespielt worden.«

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