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SSV Heilsberg: Einer für alle - alle für einen

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Von der Basketball-Bezirksliga direkt in die Oberliga. Durch Corona und starke Leistungen ist dies für die U18 des SSV Heilsberg möglich geworden. © pv

Es ist fast filmreif, wenn eine Basketball-Juniorenmannschaft wenige Jahre nach ihrer Gründung in der Oberliga spielt und dabei eine Liga überspringt. Dies ist der U18 des SSV Heilsberg gelungen.

Von der Basketball-Bezirksliga direkt in die Oberliga: Was auf den ersten Blick als unmöglich erscheint, ist der aktuellen männlichen U18-Mannschaft des SSV Heilsberg gelungen. Damit wurde die Landesliga übersprungen. Zur Zeit verweilt der Club aus dem Bad Vilbeler Stadtteil im Mittelfeld der derzeit unterbrochenen Oberliga auf dem fünften Tabellenplatz. Doch wie kam es dazu, dass das Team direkt eine Liga überspringen konnte?

Hier hat zum einen das gute sportliche Abschneiden der Heilsberger, zum anderen aber auch die Corona-Pandemie beigetragen: Denn dadurch musste keine eigene Qualifikation zur Oberliga gespielt werden: »Vor Corona haben wir noch Bezirksliga gespielt. Da waren wir schon ziemlich überlegen, haben unter anderem in einem Spiel ein Quarter mit 30:0 gewonnen. Wir haben auch 3x3-Turniere in Frankfurt mit Bravour gemeistert und um die Hessenmeisterschaft mitgespielt, sind leider im Viertelfinale in Darmstadt ausgeschieden. Als dann Corona kam, hat unser Abschneiden dazu geführt, dass wir uns 2020 direkt zur Oberliga anmelden durften, weil durch die Pandemie eben keine Quali gespielt werden musste«, berichtet Trainer und Abteilungsleiter Benjamin Geis. Der Basketballlehrer hat mit seinem Team vor fünf Jahren als U14 angefangen zu trainieren. Als U16-Team wurde der SSV dann erstmals im Spielbetrieb gelistet.

Dabei setzen Geis und sein Team besonders auf die mannschaftliche Eingeschworenheit und Geschlossenheit: »Wir sind keine Fabrikmannschaft. Bei uns ist es wichtig, dass wir ein Herz und eine Seele sind. Ich habe den Jungs am Anfang auch gesagt, dass ich sie die ganze Zeit über bis zu den Senioren begleiten werde.«

Dieser Zusammenhalt des Teams freut nicht nur den Coach, sondern auch seine Spieler: »Das Besondere ist, dass wir in den letzten Jahren alle eine Freundschaft aufgebaut haben. Der Grund für den Erfolg diese Saison ist genau diese Verbindung zwischen uns. Wir sind alle füreinander da und kämpfen um jeden Sieg. Man darf nicht vergessen, dass unsere Trainer eine sehr große Rolle spielen, da sie alles aufgebaut haben und sich immer die Zeit nehmen, unsere Spiele zu analysieren und uns helfen, immer besser zu werden«, erklärt Center Damjan Janjic.

Sein Mitspieler Luka Hrnjez ist für die mannschaftliche Geschlossenheit besonders dankbar. Der Flügelspieler musste an beiden Beinen operiert werden und mit dem Basketball pausieren. »Ich hatte Zweifel, ob ich wieder richtig laufen könnte. Ohne meinen Trainer und die Mannschaft hätte ich das nicht geschafft. Nun bin ich in einem Team, dass nicht nur das erste Mal in der Oberliga spielt, sondern auch das Potenzial hat, den ersten Platz zu erreichen.«

Zusätzlicher Coach von den Skyliners

Da der SSV zusätzlich auch noch eine zweite U18-Mannschaft (Kreisliga) und ein Herren-Team (Kreisliga C) stellt und die Mitgliederzahlen bei den Heilsberger Basketballern stetig steigen, wurde nun mit Boris Stosic ein zusätzlicher Trainer verpflichtet, der bereits in der Jugend der Frankfurt Skyliners tätig war. Stosic wird neben Geis und Miklas Mahlke nun der dritte Trainer im Bunde sein. Diese Verpflichtung zeigt einmal mehr, dass der SSV hungrig nach noch mehr ist. Zudem sucht der Verein nach wie vor auch noch neue Spieler der Jahrgänge 2004 und 2005, wie Geis mitteilt.

Dass die laufende Spielzeit wegen Corona nun unterbrochen wurde, hat allerdings auch »bei den Jungs für langgezogene Gesichter gesorgt. Wir hatten uns ja letztes Jahr schon durchgeboxt, Individualtraining durchgeführt und nur noch mit zwei Kindern gleichzeitig in der Halle trainiert«, berichtet Geis. Luka Hrnjez ergänzt aber auch, dass das Team sich davon nicht unterkriegen lasse: »Corona hat natürlich nicht vieles verbessert, aber wir sind stark geblieben und hoffen das Beste.«

Auf die Frage, ob Geis bei seinen Jungs denn auch Potenzial für Einsätze in höheren Ligen in der Zukunft sieht, muss er nicht lange überlegen: »Bei einigen der Jungs auf jeden Fall. Da müssen wir mal schauen, was sich ergibt.« Somit werden die SSV-Basketballer in Zukunft wohl noch einiges von sich hören lassen.

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