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Charmaine Buchholz und ihre Partnerin überzeugen mit Synchronität, verpassen die Medaille aber knapp.

Trampolinturnen

Starke Leistung, aber WM-Ziel verfehlt

Schade! Charmaine Buchholz hat bei ihrer letzten Teilnahme an einer Junioren-Weltmeisterschaft im Trampolinturnen die angestrebte Medaille knapp verpasst.

Die Dauernheimerin kam nach Rang zehn im Einzel auf Platz vier im Synchron-Wettkampf. Miguel Feyh, Teamkollege von den »Kängurus«, erreichte mit Platz fünf sein bestes Einzel-Resultat und verpasste in der Synchon-Konkurrenz das Finale bei den Titelkämpfen in Baku.

Bei der World Age Group Competition (WAGC) trafen sich die kommenden Stars der Szene im Alter von elf bis 21 Jahren. 670 Aktive aus 32 Ländern waren am Start. Die Deutsche Junioren-Nationalmannschaft war mit 31 Athleten vertreten.

Charmaine Buchholz und Miguel Feyh traten jeweils in den Disziplinen Einzel und Synchron an. Beide zeigten starke Leistungen, waren aber nicht ganz zufrieden, da sie ohne Medaille die Heimreise antreten mussten. Die deutsche Mannschaft kommt auf drei Bronzemedaillen. Russland war in diesem Jahr - in Abwesenheit von China - mit 22 Goldmedaillen die erfolgreichste Nation. Mit fünf Goldmedaillen folgten die Vereinigten Staaten.

Miguel Feyh erreichte nach starkem Vorkampf das Finale der besten acht 15/16-Jährigen der Welt und beendete den Wettkampf hinter Portugal, England, Japan und der USA auf dem fünften Platz. Im Synchronspringen mit seinem Partner Valentin Rich (Eintracht Frankfurt) lief es dann aber so gar nicht rund. »Synchron sieht anders aus. Das ärgert mich, wollten wir doch unseren Titel von 2019 verteidigen«, sagt Feyh. Ein kleiner Fehler beim dritten Sprung brachte die Performance durcheinander. Die Synchronität fehlte, und das Finale wurde verpasst.

Stark präsentierten sichCharmaine Buchholz und deren Partnerin Christine Schuldt (TG Dietzenbach). Die elektronisch gemessene Synchronität beim Eintauchen ins Trampolinnetz zeigte beste Werte, die gute Vorkampfleistung brachte den begehrten Finalplatz. Hier standen sich Turnerinen aus Russland, Deutschland, Dänemark, Georgien und der Türkei gegenüber. Das Ziel war ein Platz auf dem Treppchen. Buchholz/Schuldt konnten erneut eine sehr synchrone, zehnteilige Übung zeigen, mussten sich im Kampf um einen Platz auf dem Treppchen aber um ein Zehntel geschlagen geben und landeten mit 45,720 Punkten auf dem vierten Platz. Russland gewannt souverän vor Dänemark und Deutschland I.

Die Enttäuschung, trotz starker Darbietung eine Medialle verpasst zu haben, konnte Buchholz nicht verbergen. »Bei meiner letzten WAGC wollte ich unbedingt noch einmal aufs Treppchen. Im Einzel lief es nicht ganz so gut, da bin ich schon ganz knapp am Einzug ins Finale mit Platz zehn gescheitert. Allerdings ist auch das beachtlich, wenn man bedenkt, wie bescheiden meine Trainingssituation in diesem Jahr mit zwei Operationen am Fuß und Corona war. Dann müsste ich eigentlich zufriedener sein. Zumal ich es trotz allem nach Baku geschafft und meinen Platz im Junioren-Nationalteam zum letzten Mal behauptet habe.«

Der Blick richtet sich nun nach vorne: Buchholz nimmt in diesen Tagen an einem Lehrgang der A-Nationalmannschaft teil.

Dieser Artikel stammt aus der Wetterauer Zeitung.

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