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Starkes Bad Nauheimer Nachwuchsteam hält im Pokal lange dagegen

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Marie Kessler vom VfL Bad Nauheim in der ersten Runde des Deutschland-Pokals im Einsatz - hier gegen die Wiesbadenerin Leonie Gallé (rechts). © Andreas Chuc

Die jungen Degen-Fechterinnen des VfL Bad Nauheim konnten dem favorisierten Wiesbadener FC bei ihrem Heimkampf im Deutschland-Pokal lange Paroli bieten.

(pls). Am Montagabend hatte die Wartezeit endlich ein Ende: Der Deutschland-Pokal 2022/23 im Fechtsport startete. Wie schon im vergangenen Jahr war auch der VfL Bad Nauheim wieder auf der größten nationalen Bühne dieser Sportart vertreten - musste sich am Ende mit 30:45 allerdings dem Wiesbadener FC geschlagen geben.

Nachdem die Damen letztes Jahr mit dem Einzug unter die Top 16 für Furore gesorgt hatten, meldete der VfL diesmal das Team in der Degen-Disziplin. Insgesamt 40 Teams wies das Teilnehmerfeld auf. Die Kurstädterinnen nahmen es in der ersten Runde auf der heimischen Planche in der Sporthalle am Solebecken mit den favorisierten Kontrahentinnen aus der hessischen Landeshauptstadt vom Wiesbadener Fechtclub (WFC) auf. Diese zeigten sich nach den Gefechten überwältigt von der »tollen Organisation des VfL« und der Zuschauerresonanz. »Das war ein echtes Event und Werbung für den Fechtsport«, zeigte sich WFC-Fechterin Nele Kühn beeindruckt.

Der VfL bot eine junge Garde auf. Die Statuten des Wettbewerbs geben keine Altersklassen vor. Die Teilnehmer müssen nur mindestens 13 Jahre alt sein. Isabel Weinert (15 Jahre), Charlotte Korb (14), Clara Lorr (13) und Marie Kessler (18) zeigten einen beeindruckenden Wettkampf. Der Deutschland-Pokal, der seine Anfänge in der Saison 1981/82 hat, gilt als renommierteste nationale Fechtsportveranstaltung, die den Teamgedanken vor die Leistungen individueller Top-Fechter rücken lässt. So sind Kampfsportler im ausgeglichenen Mannschaftskampf gefordert. Der Turnierzweig mündet nach den Einzelrunden in einem Acht-Mannschaften-Finale, das am 3. Juni 2023 in Duisburg ausgetragen wird.

Altersunterschied kaum zu erkennen

Im Staffettenmodus kämpften die Badestädterinnen vor heimischem Publikum gegen die Gäste. Jedes Team stellte somit drei Fechterinnen plus eine Ersatzfechterin. Im Modus »Jeder-gegen-jeden« standen neun Gefechte an, die maximal drei Minuten dauerten beziehungsweise bei fünf Treffern einer Fechterin beendet waren.

Das Team, das schlussendlich nach allen Gefechten 45 Treffer gelandet hatte, löste als Sieger das Ticket für die nächste Runde.

Weinert startete für den VfL und überzeugte mit einem geduldigen Auftritt - 5:2. Korb musste sich nach großem Kampf gegen die erfahrene Gästefechterin Elisha Möcks geschlagen geben. Clara Lorr forderte ihre Gegnerin über die vollen drei Minuten, ehe erneut Korb auf 14:17 für ihre Farben stellte. Weinert begeisterte in der Folge mit starken Angriffen und glich spektakulär zum 20:20 aus, ehe Lorr und Korb sich in Bedrängnis sahen und trotzdem noch einige gute Treffer landeten. Auch Marie Kessler wusste im vorletzten Gefecht, mit ihren Stärken der Gegnerin das Leben schwer zu machen. Im letzten Gefecht konnte wiederum Weinert die 30:45-Niederlage nicht mehr verhindern, und so musste sich der VfL als fairer Verlierer, der im Durchschnitt fast schon zwei Generationen jünger war als der Wiesbadener Gast, geschlagen geben.

»Wir sind trotzdem sehr zufrieden und es hat unglaublich viel Spaß gemacht«, so der einhellige Tenor der Heim-Fechterinnen. »Wir freuen uns über die Unterstützung der Zuschauer und der Stadt Bad Nauheim. Der Fechtsport hat Tradition und Zukunft in der Badestadt«, so ein begeisterter Abteilungsleiter Dr. Tibor Ziegelhöffer.

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