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SV Assenheim: Das Elf-Freunde-Prinzip

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Von: Sascha Kungl

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Der SV Assenheim um Fabian Krückl dominiert als Aufsteiger die A-Klasse. Trainer Alexander Thomas lobt vor allem die Kameradschaft im Team. © Nicole Merz

Schafft der SV Assenheim den Durchmarsch? Das ist eine der spannendsten Fragen vor dem Re-Start in der Kreisliga A Friedberg am Wochenende. Die Konkurrenz hofft auf Ausrutscher.

Im Aufstiegskampf der Fußball-Kreisliga A Friedberg hält der SV Assenheim vor dem Saison-Restart am kommenden Wochenende alle Trümpfe in der Hand. Fünf Punkte beträgt das Polster des Tabellenführers auf den ersten Verfolger aus Groß-Karben. Die Ausgangslage spricht somit eindeutig für die Elf von Trainer Alexander Thomas, die eine beinahe makellose Hinrunde hingelegt hat und als Aufsteiger den direkten Durchmarsch ins Oberhaus des Friedberger Fußballkreises anstrebt.

»Wir sind als souveräner Tabellenführer in die Winterpause gegangen, wollen in der Rückrunde an die Leistungen in der ersten Saisonhälfte anknüpfen und unsere Spitzenposition bis zum Saisonende behaupten«, lässt Assenheims Pressesprecher Veit Reisch keine Zweifel an den Ambitionen seiner Elf aufkommen.

Dafür gibt es auch keinen Grund, schließlich sind die Niddataler nach gut der Hälfte der Saison das Nonplusultra der Liga. 13 Siege, zwei Unentschieden und nur eine einzige Niederlage stehen für den A-Liga-Primus zu Buche. Diese quittierte man beim Auswärts-1:2 am neunten Spieltag gegen Mitaufsteiger FSV Dorheim. Assenheim stellt als beste Heim- und Auswärtsmannschaft mit 55 Saisontoren den treffsichersten Angriff aller 16 A-Ligisten und mit Aaron Kniß zudem den erfolgreichsten Torjäger der Liga. Mit 25 Toren steuerte Kniß knapp die Hälfte aller Treffer des Tabellenführers bei und war damit maßgeblich am Erfolg seiner Mannschaft beteiligt. »Das Rezept unseres Erfolgs ist, dass wir über junge, hungrige Spieler verfügen, die jede Woche hart daran arbeiten, sich zu verbessern. Wir sind ein Team, das aus Freunden besteht, die auch neben dem Platz viel gemeinsam unternehmen. Aber auch sportlich hat sich die Mannschaft im Vergleich zur Aufstiegssaison im Vorjahr noch einmal deutlich weiterentwickelt«, erklärt Coach Thomas, der neben Toptorjäger Kniß mit Erik Kettermann und Mannschaftskapitän Hendrik Schindler weitere wichtige Säulen des Teams benennt.

»Eine solche Kameradschaft innerhalb einer Mannschaft habe ich persönlich selten erlebt. Das ist unser Schlüssel zum Erfolg«, ist Thomas überzeugt. Die Weichen für die sportliche Zukunft hat der Club während der Winterpause gestellt: Thomas und Alexander Brück bleiben dem Verein als Trainer der ersten und zweiten Mannschaft über die Saison hinaus erhalten. Zudem haben nahezu alle Spieler bereits für die kommende Saison zugesagt. Mit Aaron Linek vom SV Teutonia Köppern und Ersan Yilmaz vom SV Nieder-Weisel hat der Ligaprimus im Winter zwei Neuzugänge an Land gezogen.

Und die Verfolger? Größter Konkurrent des Spitzenreiters im Titelrennen ist die KSG 1920 Groß-Karben, die das Kunststück geschafft hat, in den bisherigen 16 Saisonpartien noch gänzlich ohne Niederlage zu bleiben. Mit zehn Siegen und sechs Unentschieden rangiert man fünf Punkte hinter dem SVA. »Wir sind nach 16 Spieltagen noch ungeschlagen und stehen als Tabellenzweiter auf einem direkten Aufstiegsplatz. Dadurch haben wir viel Selbstbewusstsein getankt und werden uns auch in der Rückrunde nicht verstecken«, verspricht KSG-Coach Olcay Bayram.

Auch der Rangdritte SV Ober-Mörlen kann sich angesichts von nur vier Zählern Rückstand auf den Tabellenzweiten aus Groß-Karben und einem Spiel weniger gegenüber den 1920ern noch Hoffnungen auf den zweiten direkten Aufstiegsrang und damit den Sprung in die Beletage des Friedberger Fußballkreises machen. »Wir sind oben dabei und mit unserer derzeitigen Platzierung sehr zufrieden. Unser Anspruch ist es, am Saisonende auf einem der ersten drei Plätzen zu stehen«, erklärt SVO-Coach Nils Arne Wielpütz.

Auch Ockstadt will angreifen

Verfolger FSV Dorheim will in Lauerstellung bleiben und die Patzer der Konkurrenz ausnutzen, während der FV Bad Vilbel II und die SG Hoch-Weisel/Ostheim den Fokus darauf legen, nichts mit dem Abstiegskampf zu tun zu bekommen. Forsche Töne hört man dagegen aus dem Lager des SV Germania Ockstadt. Der Tabellensechste will in der Rückrunde noch mal oben angreifen. »Mannschaft und Trainer haben sich das Ziel gesteckt, das Maximale aus der zweiten Saisonhälfte herauszuholen und wenn möglich die Spitzenplätze zu attackieren. Das Potenzial dazu haben die Jungs allemal«, ist Ockstadts Spielausschussvorsitzender Christopher Reuss überzeugt. Somit dürfte die Rückrunde für den ambitionierten Spitzenreiter aus Assenheim sicher kein Selbstläufer werden.

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