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SV Assenheim: Ungeschlagen in die Kreisliga A marschiert

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Von: Felix Nimrichter

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Der SV Assenheim kehrt nach einer beeindruckenden Saison in die Kreisliga A Friedberg zurück. © Red

Der SV Assenheim ist unter dem Motto »Jugend forscht« in die Sasion 2021/22 gegangen - und er wurde mit dem Aufstieg belohnt.

Der SV Assenheim ist Meister der Fußball-Kreisliga B (Gruppe 2) und kehrt damit erstmals seit der Saison 2014/15 zurück in die A-Liga - und das ungeschlagen. Den Kern der Mannschaft bildeten dabei über die gesamte Saison hinweg junge Spieler, nie wurden mehr als drei »Ü30-Spieler« in einem Spiel eingesetzt. Eine starke und komplette Mannschaftsleistung spiegelt sich in der Tordifferenz von plus 106 wider.

Im Juni des vergangenen Jahres trat Gennaro Grazioso überraschend als Spielertrainer nach drei Jahren zurück. Nur einen Tag später übernahm Alexander Thomas als Nachfolger. Der langjährige Jugendtrainer war im Sommer 2020 als Spieler zum Verein zurückgekehrt. Er sollte mit seiner Erfahrung den Jugendspielern den Schritt in den Seniorenfußball erleichtern. Seit 2018 profitiert der SVA Jahr für Jahr von einer ertragsreichen Jugendarbeit. Über die Saison gesehen gab es kaum ein Spiel, in dem mehr als vier Spieler über 25 Jahren im Kader waren. Vielmehr wurde dem eigenen Nachwuchs das Vertrauen geschenkt, der zum Teil seit der E-Jugend zusammenspielt oder vereinzelt nach ein paar Jahren in höheren Nachwuchsligen zum SVA zurückkehrte. Mit dem dadurch entstandenen Mannschaftszusammenhalt konnten die zu befürchteten Erfahrungsdefizite zumeist ausgeglichen werden.

Ambitionierte Ziele

Nachdem man in den vergangen zwei Jahren schon um den Aufstieg mitspielt hatte, bei den coronabedingten Saisonabbrüchen aber vom Pech verfolgt war, wurde der Aufstieg erneut zum Ziel gesetzt. Alex Thomas bremste die Erwartungen angesichts der jungen Mannschaft etwas aus: »Wir wollen oben mitspielen, Top Drei ist Pflicht. Alles weitere ist Bonus«. Dass nach 26 Spielen dann eine Saisonbilanz von 25 Siegen, einem Unentschieden und null Niederlagen herausspringen sollte, hatte vorher aber niemand für möglich gehalten.

In der Tabelle war man von Spieltag eins ab immer mindestens auf Platz zwei, erreichte am siebten Spieltag im von vielen ausgemachten Spitzenspiel gegen den FC Karben II trotz deren Ergänzungen durch Gruppenliga-Spieler ein 2:2-Remis und übernahm mit einem furiosen 8:1 über Massenheim zwei Spiele später die Tabellenführung. Diese sollte bis zum Ende nicht mehr hergegeben werden.

»Vor allem in der Vorrunde schwebte das Team auf einer Wolke, zeigte immer absoluten Siegeswillen und hielt die Trainingsintensität zwischen den Spielen auf sehr hohem Niveau. Nach der Winterpause verfielen wir in ein kleines Leistungsloch konnten uns aber dennoch immer auf die individuelle Stärke einzelner verlassen. Das Maximum des Mannschaftspotentials konnte aber nur noch selten abgerufen werden«, fasste Thomas die Saison zusammen.

Vorzeitiger Titel oder noch nicht?

So blieb man in der Rückrunde weiter ungeschlagen und erwartete voller Vorfreude und Sannung das für den Aufstieg vorentscheidende Rückspiel gegen Karben II. In den 90 Minuten präsentierten sich die Assenheimer aber keinesfalls wie der Tabellenführer, da man vor allem in der ersten Hälfte viel zu ängstlich agierte. Nach dem Seitenwechsel wurde man trotz halbstündiger Unterzahl stabiler, konnte das 0:2 aber nicht mehr verhindern. Allerdings folgte ein rechtliches Nachspiel, da Karben zu viele Spieler aus seiner ersten Mannschaft runtergezogen hatte. Das Kreissportgericht wertete die Partie mit 3:0 für Assenheim. Im Anschluss entwickelte sich eine Hängepartie, ob das Urteil bestand hat oder angefochten wird. Endgültige Klarheit über die vorzeitige Meisterschaft konnte somit erst am vorletzten Spieltag mit einem 7:2-Erfolg über den Albanischen Verein Friedberg erlangt werden. Der Saisonabschluss mit anschließender Meisterfeier gegen Bruchbrücken/Kaichen fiel mit 7:1 gebührend.

Starke Teamleistung

Beim Blick auf die Torjägerliste fallen bei der Frage nach den Schlüsselspielern erstmal die Namen Aaron Kniß (30 Tore) und Henry Rubenschuh (27) ins Auge, wenn man aber die Tordifferenz von plus 106 betrachtet sieht man, dass eine starke Teamleistung in allen Bereichen der Faktor für den Erfolg war. In der Defensive sind der über weite Strecken sehr stabile und teils überragend parierende Torwart Simon Pfaff (elf Spiele zu Null) und der von Mannschaft und Verein zum Spieler der Saison gewählte Hendrik Schindler hervorzuheben.

»Nächste Saison wird der Konkurrenzkampf noch höher, da wieder Jugendspieler hochkommen und Druck machen und wir - Stand jetzt - keine Abgänge zu verkraften haben. So wollen wir einen Platz im oberen Tabellendrittel anpeilen und auch mit einer jungen und erfolgshungrigen zweiten Mannschaft in der C-Liga oben angreifen«, blickt Thomas in die Zukunft.

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