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SV Fun-Ball Dortelweil: Halbfinal-Aus beim Final Four

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Von: Christoph Sommerfeld

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Mads Vestergaard und der SV Fun-Ball Dortelweil verpassen das Endspiel um die Deutsche Meisterschaft. Nach einer tollen Saison sollte der Ärger aber bald verfolgen sein. © Jürgen Keßler

Der SV Fun-Ball Dortelweil kann einer sehr guten Saison am Wochenende nicht die Krone aufsetzen. Das Bundesliga-Team scheidet im Halbfinale des Final Four aus.

Am Ende einer viereinhalb Stunden andauernden Badminton-Begegnung standen Julie Macpherson und Mads Vestergaard auf Court 1 der Hanns-Martin-Schleyer-Halle in Stuttgart und kämpften im entscheidenden Mixed um den Einzug ins Finale. Ihre Teamkollegen vom SV Fun-Ball Dortelweil zitterten am Spielfeldrand mit. Schließlich hieß es 3:0 (11:7, 11:7, 12:10) für das Duo des 1. BC Bischmisheim (Ruben Jille/Isabel Lohau). Die Saarbrücker zogen mit einem 4:3-Erfolg ins Endspiel des Final-Four-Turniers ein. Für den Aufsteiger aus der Wetterau war eine hervorragende Bundesliga-Saison beendet.

Der Verein aus dem Bad Vilbeler Stadtteil hatte sich zum ersten Mal für eine Endrunde um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft qualifiziert. Als Aufsteiger in die erste Liga schloss der SV Fun-Ball die 20 Spieltage umfassende Punktspielrunde auf Platz zwei ab und löste damit das Direktticket für das Final Four.

Das erste Herrendoppel in Stuttgart ging vor ca. 300 Zuschauern am Freitag an Bischmisheim. Die Dortelweiler Vestergaard und Emil Lauritzen zogen mit 1:3 (4:11, 11:9, 14:15, 3:11) den Kürzeren gegen Ruben Jille/Frederik Søgaard.

Auf Fun-Ball-Kapitän Kai Schäfer war im ersten Herreneinzel Verlass. Er ließ Mads Christophersen beim 3:0 (11:6, 11:7, 11:4) keine Chance. Anders sah es im zweiten Einzel der Männer aus. Hier hatte Dortelweils Luis Enrique Penalver mit 0:3 (10:12, 12:14, 11:13) das Nachsehen gegen Daniel Nikolov. »Der Knackpunkt war ein bisschen das zweite Herreneinzel. Da haben wir gedacht, dass wir das vielleicht gewinnen könnten. Aber das alles ist ohnehin nur Zugabe. Wenn mir vor der Saison jemand gesagt hätte, dass wir um die Quali für das Finale spielen, hätte ich gesagt: niemals«, bilanzierte Fun-Ball-Teammanager Klaus Rotter.

Das einzige Damendoppel ging dann an Dortelweil. Iris Wang und Julie Macpherson setzten sich klar mit 3:0 gegen die Bischmisheimerinnen Isabel Lohau/Franziska Volkmann durch (11:9, 11:6, 11:5). Im Einzel überzeugte Wang einmal mehr gegen Priskila Siahaya (11:9, 11:5, 11:9) und brachte die Wetterauer mit 3:2 in Führung.

Schäfer spielte an der Seite von Max Flynn das zweite Herrendoppel. Das heimische Duo musste eine 0:3-Niederlage (9:11, 7:11, 11:13) gegen Johannes Pistorius/Michael Fuchs einstecken, die für das Team aus Saarbrücken den Ausgleich bedeutete. Die Entscheidung musste also das Mixed bringen.

Änderungen im Kader angekündigt

Das Turnier der vier besten Bundesliga-Teams der Saison wurde im Rahmen des Porsche-Tennis-Grand-Prix ausgetragen. »Der Aufbau war schon sehr professionell«, lobte Schäfer, der von Stuttgart direkt weiter zur EM nach Madrid reiste. Wie Schäfer zu verstehen gab, steht der SV-Kader für die kommende Spielzeit schon. Rotter kündigte »einige Änderungen im Team« an, die den Club »noch ein Stück konkurrenzfähiger machen«.

Den Deutschen Meistertitel sicherte sich am Samstag erstmals der 1. BC Wipperfeld, der im Endspiel Bischmisheim mit 4:3 bezwang. Die Oberbergischen hatten sich in der Vorschlussrunde gegen Union Lüdinghausen durchgesetzt.

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