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SV Nieder-Weisel ist stolzer Kreisoberliga-Vizemeister

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Von: Thomas Brannekämper

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Manuel Volp (Mitte) ist auf dem Weg zum 1:0. Der Nieder-Weiseler Torjäger nutzt einen Abspielfehler der Burg-Gräfenroder Hintermannschaft und enteilt hier den FSG-Akteuren Tim Knappmann und Joshua Nuber (rechts). FOTO: JAUX © Timo Jaux

In der Kreisoberliga steht der SV Nieder-Weisel nach dem 2:0 im Sommerkick gegen die FSG Burg-Gräfenrode als Vizemeister fest. Auf Rang drei wird der FC Ober-Rosbach einlaufen.

(tbr). Gut geschnürt hatten die Stürmer ihre Kickstiefel am vorletzten Spieltag der Fußball-Kreisoberliga Friedberg. Nicht weniger als 22 Tore fielen in den vier Begegnungen am Pfingstsamstag. Den sprichwörtlichen Vogel abgeschossen hat dabei der FC Ober-Rosbach. Der 6:4-Erfolg gegen den SC Dortelweil II war die torreichste Begegnung des Spieltages. Sechs Treffer gab es in Nieder-Wöllstadt beim 5:1-Heimerfolg der »Roten« gegen den SV Bruchenbrücken zu beklatschen. Vier Volltreffer sicherten dem VfB Friedberg einen 4:0-Auswärtssieg in Rendel. »Nur« zweimal konnte der SV Nieder-Weisel jubeln, der 2:0-Erfolg gegen die FSG Burg-Gräfenrode war gleichbedeutend mit der Vizemeisterschaft. Abgesagt wurde die Partie des TSV Dorn Assenheim gegen den Meister aus Ober-Wöllstadt (Wertung 0:3).

SV Nieder-Weisel - FSG Burg-Gräfenrode 2:0 (1:0): In einem launigen Sommerkick ließ die Tabellenkonstellation - Zweiter gegen Vierter - mehr erwarten als die Zuschauer auf dem Hoch-Weiseler Rasenplatz schließlich geboten bekamen. »In einem Sommerkick haben wir verdient gewonnen. Wir haben die Partie souverän herunter gespielt und sind nun sehr stolz, die Vizemeisterschaft feiern zu können«, lautete das Fazit von Nieder-Weisels scheidendem Trainer Gökhan Kocatürk. Die erste Chance hatten die Gäste durch Marcus Vancura (13.), auf Weiseler Seite vergab Filip Suton die Führung für die Heimmannschaft (20.). Wie das Toreschießen geht, zeigte dann einmal mehr Manuel Volp. Er konnte seinen Alleingang nach einem Abspielfehler in der »Roggauer« Hintermannschaft zur 1:0-Pausenführung verwerten (22.). Bennet Wittig, Jannik Hesse und Marc Göbel hatten danach noch gute Möglichkeiten, vor dem Pausenpfiff zu erhöhen. Nach dem Seitenwechsel hatte Burg-Gräfenrode wieder die erste Chance, doch der Distanzschuss von Jan Schülke verfehlte sein Ziel knapp. So dauerte es bis in die Schlussphase, ehe Dominik Ruppel mit dem 2:0 die letzten Zweifel am Nieder-Weiseler Heimsieg zerstreuen konnte (80.).

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Marvin Giebeler. - Zuschauer: 50. - Tore: 1:0 (22.) Manuel Volp, 2:0 (80.) Ruppel

SV Nieder-Wöllstadt - SV Bruchenbrücken 5:1 (2:1): »In dem Spiel ging es für beide Mannschaften um nichts mehr. Dies hat man dem Spielverlauf angesehen. War es in Durchgang eins noch ein verteiltes Spiel, so hatten wir nach dem Seitenwechsel die Partie jederzeit im Griff. Auch das Ergebnis ist in dieser Höhe verdient«, zog Nieder-Wöllstadts Pressesprecher Walter Nebel sein Fazit nach 90 torreichen Minuten. Los ging es in Minute 13 mit dem ersten Treffer auf dem Wöllstädter Kunstrasen. Ein Pass von Maurice Wenzel konnte Robin Dobios zur Führung verwerten. Nachdem Fabian Lösche auf der Gegenseite mit einem Konter noch an Wöllstadts Goalie Leon Klüß gescheitert war (17.), machte es derselbe Spieler im Anschluss besser. Sein Abschluss auf Pass von Ion Lupei bedeutete den Ausgleich (41.). Doch Dobios hatte noch vor dem Pausenpfiff die passende Antwort für die Gastgeber parat. Sein Freistoß schlug unhaltbar zum 2:1-Pausenstand im Gästetor ein (44.). In Durchgang zwei sah man dann nur noch die »Roten« in der Vorwärtsbewegung, von Bruchenbrücken kam nichts mehr. Nach drei vergebenen Chancen zur Resultatserhöhung war es dann Nico Raimondi, der auf 3:1 stellen konnte (65.). Keine vier Minuten später krönte Maurice Wenzel den schönsten Spielzug des Tages mit dem 4:1. Und derselbe Spieler setzte nach einem Querpass von Dobios auch den Schlusspunkt zum 5:1-Endstand (82.).

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Frank Lezius. - Zuschauer: 60. - Tore: 1:0 (13.) Dobios, 1:1 (41.) Lösche, 2:1 (44.) Dobios, 3:1 (65.) Raimondi, 4:1 (69.), 5:1 (82.) Wenzel.

1. FC Rendel - VfB Friedberg 0:4 (0:1): Im letzten Heimspiel von Rendels Trainer Alexander Jörg mussten die Gastgeber dem VfB Friedberg mit 4:0 den Vortritt lassen. »Wir hatten spielerische Vorteile, es ist eine sehr unglückliche Niederlage für uns. Aber die frühe Führung hat Friedberg in die Karten gespielt. Sie konnten tief stehen und auf Konter setzen, was schlussendlich auch der Schlüssel zum Erfolg war«, lautete das Schlussstatement von Jörg. Bereits nach acht Minuten konnte die Burgfeldmannen die Führung bejubeln. Waldemar Patzwald konnte aus abseitsverdächtiger Position einschieben (8.). Rendel war um Spielkontrolle bemüht, Friedberg setzte auf Konter. Zum ersten Mal zum Tragen kam dieses Rezept in Durchgang zwei. Einen Konter über Dominique Ware schloss Patzwald zum 2:0 ab. Dem gleichen Strickmuster folgte auch der Treffer zum 3:0 - Konter über Ware, Abschluss Patzwald (65.). Zuvor hatte Rendel bei einem Lattenknaller durch Batuhan Yigin (62) knapp den Anschlusstreffer verpasst. Und auch vor dem Treffer zum 4:0-Endstand hatten die Gastgeber kein Glück. Ein Kopfball von Robin Pierce konnte auf der Linie geklärt werden, während Saber Ben Neticha im Gegenzug nach einer Ecke per Kopf den Endstand erzielte (68.).

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Thomas Wenninger. - Zuschauer: 70. - Tore: 0:1 (8.), 0:2 (53.), 0:3 (65.) Patzwald, 0:4 (69.) Ben Neticha.

Rendel setzt auf Eigengewächse

Unterdessen wurde bekannt, dass Alexander Jörg den 1. FC Rendel nach der Saison in Richtung SG Bornheim/GW Frankfurt verlässt. Er wird dort als Co-Trainer für die Verbandsliga-Mannschaft fungieren. Die Geschicke im Karbener Stadtteil leiten in der neuen Runde die 1. FCR-Eigengewächse Murat Salu und Marco Michele.

FC Ober-Rosbach - SC Dortelweil II 6:4 (4:0): Der SC Dortelweil II steht für Spektakel. Wie in der Vorwoche fielen zehn Treffer bei der SCD-Reserve, aber wie in der Vorwoche musste sich die Mannschaft von Trainer Stefan Geppert mit 4:6 geschlagen geben. Diesmal war es der FC Ober-Rosbach, der sich mit diesem torreichen Resultat durchsetzte. Die Rosbacher legten los wie die Feuerwehr. Vito Corrado (4.), der führende KOL-Torjäger Celil Günay (5., 13.) mit einem Doppelpack und Murat Sentürk (44.) schossen die Gastgeber mit 4:0 bis zur Halbzeit in Front. Die Führung hätte bei zwei Aluminiumtreffern durch Corrado und Günay sogar noch höher ausfallen können. Nach dem Seitenwechsel stellte Alexander Clark per Knie auf 5:0 (52.). »Danach haben wir zu sorglos gespielt und so den Gästen einige Chancen eröffnet«, blickte Rosbachs Pressesprecher Wolfgang Ohlmer auf die letzte halbe Stunde. Die Dortelweiler Ralf Widman (57.) und Piet Stobbe (70.) konnten diese Unaufmerksamkeiten nutzen und auf 2:5 verkürzen. Sentürk mit seinem zweiten Tagestreffer machte das halbe Dutzend für Rosbach voll, Yves Germeroth (84.) und Luca Endres (86.) konnten das Ergebnis im Schlussspurt für die Gäste noch etwas erträglicher gestalten. »Dies war ein verdienter Sieg. Die Gäste waren läuferisch gut unterwegs, wir haben aber die entscheidenden Zweikämpfe gewonnen und die Tore gemacht«, war Ohlmer nach dem Schlusspfiff mit der gezeigten Leistung zufrieden. Der FCO hat den dritten Platz im Endklassement nun sicher.

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Yannick Mondani. - Zuschauer: 70. - Tore: 1:0 (4.) Corrado, 2:0 (5.), 3:0 (13.) Günay, 4:0 (44.) Sentürk, 5:0 (52.) Clark, 5:1 (57.) Widmann, 5:2 (70.) Piet Stobbe, 6:2 (82.) Sentürk, 6:3 (84.) Germeroth, 6:4 (86.) Endres.

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