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Sven Höller kontrolliert Halbmarathon

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Von: Christoph Sommerfeld

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Sven Höller (LT Florstadt) trotzt einmal mehr der Hitze und läuft auf der neuen Strecke in Karben zum Sieg im Halbmarathon. © Jürgen Keßler

Auf der neuen Strecke in Karben läuft Sven Höller (Florstadt) über 21,1 km zum Sieg. Eva Sulzer (Bad Nauheim) und Louis Hudy (Rendel) sind am Ende über 5,2 km vorne.

(cso/pm). Der 31. Karbener Stadtlauf konnte am Sonntag nach zweijähriger Corona-Zwangspause wieder ausgetragen werden, wenngleich in abgespeckter Form. Noch immer ist der Corona-Virus ein belastendes Thema. So verzichtete der ausrichtende Karbener SV auf kurze Läufe, auf Bambiniläufe und auf die sonst üblichen Angebote auf der Festwiese beim Vereinsheim. 201 Sportler kamen über die drei Distanzen ins Ziel. Sven Höller vom LT Florstadt sicherte sich den Sieg im Halbmarathon. Christian Ache (TV Windecken) war über zehn Kilometer der schnellste. Derweil setzten sich Eva Sulzer (LSC Bad Nauheim) und Louis Hudy (TV Rendel) auf der 5,2-km-Distanz durch.

Das Organisationsteam des Karbener SV hatte kurz vor der Corona-Zwangspause eine neue Laufstrecke gesucht und auch gefunden. Im Februar 2020 wurde die neue gut fünf Kilometer lange Runde dann vermessen und für den Halbmarathon und die zehn Kilometer vom DLV als bestenlistenfähig zertifiziert. Vorbei sind für die Läufer die Zeiten, als sie sich durchs nicht gerade einladende und wegen der hohen Bodenversiegelung stark aufgeheizte Karbener Gewerbegebiet kämpfen mussten. Jetzt bietet die Streckenführung für alle und von allem etwas.

Freunden natürlicher Strukturen kommt der ca. 1,5 km lange Abschnitt ab dem Start beim Vereinsheim entlang der renaturierten Nidda bis zur Dögelmühle entgegen. Im rund 300 m langen Stück zwischen Dögelmühle und der Einmündung in die Brunnenstraße Richtung Okarben gibt’s viel Schatten.

Der folgende Abschnitt verläuft durch einen Stadtbereich, der sich im Umbruch vom Landwirtschafts- zum Siedlungsgebiet befindet. Rechter Hand liegt das Neubaugebiet Taunusbrunnen. Die Sportler laufen etwa 430 m auf dem Rad- bzw. Fußweg um die große Ackerfläche. Auf Höhe der Luisenthaler Straße geht’s dann am Kreisverkehr auf die rechte Seite der Bahnhofstraße. Kurz nach dem Kreisel gibt’s eine Verpflegungsstation.

Relativ schattig laufen die Athleten nun etwa 560 m bis zur Gehspitze. Dort knickt die Strecke nach rechts ab und verläuft am Feuerwehrstützpunkt vorbei bis zur Rathausstraße. Kurz vor der Rathausstraße müssen die Sportler eine kleine Steigung bewältigen. Nach 300 m in dieser Straße führt die Strecke durch einen kleinen Stichweg rechts hinunter zum hinteren Ende der Erich-Kästner-Straße. Über den Wendehammer dieser Straße geht es in den Günter-Reutzel-Weg und weiter zum Ziel.

Ultraläufer Höller bewältigte die vier Runden für den Halbmarathon in 1:22:21 Stunden. »10 km in unter 37:30 Minuten. Anschließend aufgrund des Vorsprungs und der Hitze ein wenig langsamer gemacht und versucht, im HF-Bereich 3 zu bleiben«, postete der Florstädter in den sozialen Medien. Dieser Herzfrequenzbereich ist bei vielen Fitnessgeräten die mittlere von fünf Intensitätsstufen. Bester Wetterauer hinter Höller war Florian Kaltenbach vom TV Petterweil als Gesamt-Vierter. Er holte sich in 1:28:16 den Altersklassensieg in der M40. An die Spitze der Männer-Hauptklasse setzte sich Jonas Wasser aus Okarben in 1:49:51. Anita Wasser landete indes im Frauenfeld auf Gesamtplatz vier. Sie blieb unter der Zwei-Stunden-Marke.

U16-Athlet Ache

gewinnt »Zehner«

Die Läufer, die zwischen 9 und ca. 12 Uhr auf den verschiedenen Distanzen unterwegs waren, zeigten sich durchweg sehr zufrieden mit der Streckenführung und mit der Organisation der Veranstaltung. Besonders gefallen hat der Streckenabschnitt entlang der Nidda mit seinem Wechsel von Licht und Schatten und dem Fluss als Begleiter.

Schnellster Finisher unter den 60 männlichen Zehn-km-Läufern war Christian Ache vom TV Windecken. Der U16-Jugendliche blieb mit 37:47 Minuten exakt eine Minute unter der Zeit von Christoph Sulzer (ASC Marathon Friedberg), der Gesamt-Zweiter wurde und die M50 für sich entschied. Ein reines Wetterauer Podium hatte die M60 zu bieten. Donald Moszczynski (TV Echzell) führte diese Altersklasse mit 49:09 an. Beste heimische Frau war Bärbel Faust von der SG Florstadt, die in 55:33 auf Rang drei der W40 lief.

Das Rennen über eine Runde der neuen vermessenen Strecke in Karben dominierte bei den Frauen Eva Sulzer (LSC Bad Nauheim) aus Steinfurth. Sie kam über 5,2 km mit deutlichem Vorsprung vor der Zweitplatzierten ins Ziel. Bei 19:57 stoppten die Uhren. Nicht sehr viel schneller war der Gewinner bei den Männern. Louis Hudy (TV Rendel) ließ in 19:26 die gesamte Konkurrenz hinter sich.

Der Veranstalter lobte hinterher den Einsatz der vielen ehrenamtlichen Helfer und Streckenposten, der Stadtpolizei und des Bauhofs. Der 31. Karbener Stadtlauf wurde gefördert vom Wetteraukreis aus dem Programm »Demokratie leben!« des Bundesfamilienministeriums und kofinanziert vom Land Hessen.

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Jan-Philipp Berndt ist mit seinem Kleinkind unterwegs und holt sich über 21,1 km den Sieg in der Altersklasse M30. KESSLEr © Jürgen Keßler

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