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Taktik in der Crunchtime geht auf

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Von: Daniela Pieth

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(pie). Eine Acht erbahn der Gefühle erlebte Handball-Bundesligist HSG Wetzlar im sportlich bedeutsamen Kellerduell bei GWD Minden am Sonntag. Am Ende setzten sich die Mittelhessen mit 29:26 (13:11) durch und bauten den Vorsprung auf die Abstiegsplätze auf fünf Punkte aus. Zudem verbesserte sich das Team von Trainer Benjamin Matschke in der Tabelle auf Platz 15.

»Ab der 50. Minute hatte ich das Gefühl, täglich grüßt das Murmeltier«, gestand Matschke im Interview bei Sky. Denn die HSG lag lange Zeit vorn, überließ dann aber Minden die Führung (21:19, 50.). Matschke setzte alles auf eine Karte, schickte die junge Garde mit Lukas Becher, Jovica Nikolic und Radojica Cepic auf die Platte. Mit einer sehr offensiven Deckung zwang man Minden in technische Fehler und drehte den Spieß um. Nikolic sorgte für die 24:21-Führung und vollendete in der 54. Minute einen Fünf-Tore-Lauf der Grün-Weißen.

»Ich bin erleichtert, dass alle Wechsel in der Crunchtime gestochen haben«, meinte Matschke zum Umstand, in der Endphase auf die kleine Reihe gesetzt zu haben. »Das war nicht einfach und wir mussten von der Bank viel mithelfen. Sie haben das aber gut gemacht, dass sie die Blicke zur Bank hatten. Das war in den letzten Wochen nicht immer so. Sie hatten den Mut zu gehen, der wurde belohnt.«

Die HSG belohnte sich mit zwei wichtigen Punkten, die den Wetzlarern wieder ein bisschen Luft verschaffen und den freien Fall in der Tabelle gestoppt haben. Unkonzentrierte Phasen gab es weiterhin, nur brachen diese den Mittelhessen am Sonntag nicht das Genick. »Wir haben emotional viel einstecken müssen in dieser Woche. Manchmal ist so ein Sieg viel mehr wert, als mit zehn zu gewinnen«, lautete Matschkes Fazit.

HSG Wetzlar: Klimpke, Suljakovic; Nyfjäll (2), Lipovina (5), Schmidt, Nikolic (2), Becher (2), Weissgerber (3/1), Schelker (3), Wagner (2), Mellegard (6), Cepic (2), Rubin (2), Novak.

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