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Team Wetterau mit Ligarekord zum Titel

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Von: Dieter Pfeiffer

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Max Ohlenburger lässt an Position drei keine Zweifel am Sieg aufkommen. Das Team Wetterau ist Meister der 2. Luftgewehr-Bundesliga. Jetzt soll der Aufstieg folgen. © Dieter Pfeiffer

Jetzt ist die Meisterschaft in der 2. Luftgewehr-Bundesliga für das Team Wetterau perfekt. 14:0 Punkte stehen nach sieben Wettkämpfen zu Buche. Was noch fehlt: das I-Tüpfelchen in Hannover.

(stp). Es ist geschafft. Das Sportschützenteam Wetterau hat am Sonntag nicht nur die Meisterschaft in der 2. Luftgewehr-Bundesliga West einfahren können, sondern ließ auch im finalen Wettkampf nicht mal einen Kratzer an seiner weißen Weste zu. Durch einen 5:0-Kantersieg gegen den SV Erdbach machte die Truppe von Trainer Ralf Winter die makellose Saison perfekt. Die Mannschaft hat sich damit für den Aufstiegswettkampf zur 1. Bundesliga Nord am 30. Januar in Hannover qualifiziert. »Wir gehen Schritt für Schritt unserem Ziel entgegen, und der nächste Schritt steht in Hannover bevor«, kommentierte Winter den Triumph.

Die Finalwettkämpfe der 2. Bundesliga Gruppe West wurden im Landesleistungszentrum des Hessischen Schützenverbandes ausgetragen. Das Team Wetterau ging als verlustpunktfreier Tabellenführer in das letzte Match der Saison gegen Schlusslicht Erdbach. Mit 5:0 Punkten und 1981:1884 Ringen stellten die Wetterauer einen erstligareifen Vereins- und Ligarekord auf. Der ersatzgeschwächt in den Wettkampf gegangene Gegner wehrte sich heftig, doch letztlich vergebens. Roxana Sidi, die Nummer eins des Teams Wetterau, trat gegen Anne Schäfer an und entschied das Match mit 399:386 Ringen klar für sich. Sie ließ sich auch vom zweimaligen Ausfall ihres Schießstandes nicht irritieren, wechselte jeweils den Stand und schoss weiter Zehn auf Zehn. Nur beim 37. Schuss verpasste sie mit einer 9,9 hauchdünn das Maximum von 400 Ringen. Ihre Gegnerin Schäfer war mit 95 Zählern verhalten gestartet, fügte dann aber eine 100er-Serie an. Dann kam auch bei ihr der zweimalige Standwechsel, der sich auswirkte. Mit Serien von nur 94 sowie 97 und insgesamt ungewohnten 386 Ringen beendete sie ihr schwächstes Match der Saison.

Auf Setzplatz zwei musste sich Julian Justus mächtig anstrengen, um gegen Merle Baucke, die persönlichen Wettkampfrekord schoss, mit 398:397 Ringen hauchdünn zu gewinnen. Es war das spannendste Duell des Wettkampfes. Beide starteten mit je zwei Serien zu je 100 Ringen. Eine 9,2 und eine 9,9 leistete sich Justus in der dritten Serie, während Baucke hier zum weiteren Gleichstand eine 9,4 und eine 9,5 schoss. Justus erzielte dann noch einmal 100 Ringe in der vierten Serie. Bis zum 37. Schuss hielt Baucke mit, dann kam eine 9,5 - und das hochklassige Match war verloren.

Der beim Team Wetterau an drei gesetzte Max Ohlenburger erzielte drei Serien zu je 100 Ringen. Nur in der zweiten Serie leistete er sich drei Neuner. Dennoch hatte er seine Kontrahentin Fabienne Plaum jederzeit im Griff und siegte mit 397:391 klar. Auf Setzplatz vier behielt Natascha Hiltrop mit 395:391 Ringen die Oberhand über die Erdbacherin Lena Beul, die auch persönlichen Wettkampfrekord schoss. Die bei Erdbach durch einen Haushaltsunfall ausgefallene Irina Lauer wurde kurzfristig durch Anna Enders ersetzt, die seit sechs Jahren keinen Wettkampf mehr absolviert hatte und in Straßenkleidung schoss. Mit 319:392 Ringen war sie chancenlos gegen Luc Dingerdißen, der seine sehr gute Form der letzten Begegnungen bestätigen konnte.

Vizemeister wurde die zweite Mannschaft von Hubertus Elsen, die den TuS Hilgert mit 4:1 Punkten bezwang. Buer-Bülse II besiegte Emsdetten ebenfalls mit 4:1 Punkten. Kevelaer II unterlag überraschend gegen Inden/Altdorf mit 2:3 Punkten und fiel auf den fünften Tabellenrang zurück. Absteigen in die Hessenliga muss somit Erdbach, während Emsdetten in der Relegation die Möglichkeit zum Klassenerhalt hat.

Sidi gewinnt Einzelwertung

Die Einzelwertung sicherte sich Roxana Sidi vom Team Wetterau mit einem Wettkampfschnitt von 398,86 Ringen vor Simon Janßen (398,0/Kevelaer II) und Gernot Rumpler (396,5/Buer-Bülse II).

Beim Aufstiegswettkampf wird das Team Wetterau voraussichtlich mit Sidi, Justus, Ohlenburger, Dingerdißen und Jasmin Schulze antreten. Hiltrop ist wegen Studienprüfungen verhindert. Sollte es Corona nicht verhindern, wird eine Fangruppe mit nach Hannover reisen. Da Elsen schon mit einem Team in der 1. Bundesliga vertreten ist, kann die »Zweite« nicht in Hannover teilnehmen. Inden/Altdorf rückt als Dritter nach.

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Die Meistermannschaft vom Team Wetterau mit (v. l.) Trainer Ralf Winter, Max Ohlenburger, Natascha Hiltrop, Betreuer Matthias Reitz, Kathrin Winter, Julian Justus, Roxana Sidi, Luc Dingerdißen und Jasmin Schulze. © Dieter Pfeiffer

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