TG-Trainer Razen: »Absolut ärgerlich«

  • VonSascha Kungl
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(kun). »Die Niederlage ist absolut ärgerlich. Wir müssen und dürfen dieses Spiel niemals verlieren«, war Michael Razen bedient. Der Trainer der TG Friedberg hatte zuvor eine 28:31 (15:14)-Heimniederlage am vierten Spieltag der Handball-Landesliga Mitte gegen den TuS Holzheim gesehen.

Während die Kreisstädter durch ihre dritte Saisonniederlage mit 2:6 Punkten den vorletzten Tabellenplatz belegen, festigte der Aufstiegsaspirant den zweiten Rang hinter der HSG Goldstein/Schwanheim. Vor 100 Zuschauern in der Sporthalle am Seebach erwischten die Gäste den besseren Start und lagen bereits früh mit zwei Treffern in Front (2:0/2.). Auch beim 6:4 (10.) hatte die Holzheimer Zwei-Tore-Führung noch Bestand. »In der Folge haben wir auf Manndeckung umgestellt, was sich prompt ausgezahlt hat«, erklärte Razen, dessen Schützlinge nach einer Viertelstunde zunächst den 6:6-Ausgleich erzielten und sich bis zur Pause eine knappe 15:14-Führung erarbeiteten. »Die Pausenführung hätte deutlich höher ausfallen müssen. Wir waren gegen Ende der ersten Halbzeit am Drücker und hätten davonziehen können«, haderte Razen.

Auch nach der Halbzeitpause blieben die Hausherren mit dem Fuß auf dem Gaspedal, setzten ihr druckvolles Angriffsspiel fort und erhöhten ihren Vorsprung zunächst auf vier Tore (18:14/33.). »In dieser Phase haben wir es verpasst, unsere Führung weiter auszubauen und die Partie damit zu entscheiden. Stattdessen kam ein unerklärlicher Bruch in unser Spiel. Es war beinahe so, als hätten wir Angst, das Spiel zu gewinnen«, sagte der Friedberger Übungsleiter. Die Folge: Die Gäste kamen beim 19:19 in der 39. Minute zunächst zum Ausgleich und hatten sich beim 24:26 in der 52. Minute mit zwei Toren abgesetzt.

»In der Schlussviertelstunde haben wir es einfach schlecht gemacht. Im Angriff hat es uns an taktischer Disziplin gefehlt. Wir haben uns nicht mehr an den Match-Plan gehalten und standen auch in der Deckung nicht mehr gut«, ärgerte sich Razen. Als die Gäste vier Minuten vor dem Ende mit vier Toren davongezogen waren (26:30), war die Entscheidung zugunsten des Tabellenzweiten endgültig gefallen.

TG Friedberg: Balazs, Biaesch; Zinnel (5), Merten (2/1), Ploner (2), Jonscher (3), Reeb (1), Vlad, Methner (2), Seibert, Philipp Engel (6), Weigel (6), Cadar (1), Sattler.

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Haas/Reinhard (Rodenstein). - Zeitstrafen: 6:6 Minuten. - Siebenmeter: 2/1:4/4. - Zuschauer: 100.

Dieser Artikel stammt aus der Wetterauer Zeitung.

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