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Theoretische Chance gewahrt

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Von: Sascha Kungl

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Im Anflug: Lasse Milius (TG Friedberg) trifft gegen Sebastian Balkhaus im Tor der HSG Hungen/Lich. © Andreas Chuc

(kun). In der Abstiegsrunde der Handball-Landesliga Mitte hat die TG Friedberg mit einem 34:28 (15:10)-Heimerfolg gegen die HSG Hungen/Lich ihre theoretische Chance auf den Klassenerhalt gewahrt. Nach der 29:32-Niederlage im ersten Aufeinandertreffen vier Tage zuvor mussten die Kreisstädter das Rückspiel vor heimischem Publikum in der Sporthalle am Seebach mit einem Vier-Tore-Vorsprung gewinnen, um nicht bereits drei Spieltage vor dem Saisonende die letzte leise Hoffnung auf den Klassenerhalt ad acta legen zu müssen.

»Wir haben von Beginn an eine geschlossene Mannschaftsleistung gezeigt und sind deutlich konzentrierter und motivierter in die Partie gegangen als noch im Hinspiel«, zeigte sich Razen rundum zufrieden mit dem Auftritt seines Teams vor der stimmungsvollen Kulisse von 350 Zuschauern in der Sporthalle am Seebach.

Das Fazit von Gästecoach Carsten Schäfer fiel dagegen recht kurz aus. »Die Gastgeber waren uns in allen Belangen haushoch überlegen. Die Niederlage geht auch in der Höhe absolut in Ordnung. Man hat vom Start weg gespürt, dass die Heimmannschaft den Sieg mehr wollte. Wir sind von den Friedbergern vernichtet worden«, fand Schäfer nach der Rückspielniederlage deutliche Worte.

Zwar haben die Kontrahenten in den verbleibenden drei Begegnungen weiterhin die theoretische Chance auf den Ligaverbleib, das Erreichen von Gesamtplatz elf scheint für beide Teams jedoch kaum noch möglich. »Den TV Idstein noch zu verdrängen, ist quasi utopisch. Das realistische Saisonziel in den verbleibenden drei Partien ist der zwölfte Tabellenplatz«, erklärt TGF-Coach Razen. Die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Rang am Ende zum Klassenerhalt reicht, ist aktuell allerdings eher gering.

Am Geburtstag ihres Trainers gingen die Kreisstädter von Beginn an hochmotiviert zu Werke und präsentierten sich im Angriff enorm effektiv. Bereits beim 4:1 nach sieben Minuten lag die Heimmannschaft erstmals mit drei Toren in Führung. Nach dem 5:5-Ausgleich durch Niko Martschenke (14.) setzten sich die Friedberger erneut mit drei Treffern ab (9:6/20.). Bis zur Pause bauten die Hausherren ihren Vorsprung aus (15:10).

»Für den zweiten Durchgang hatten wir uns noch einmal sehr viel vorgenommen. Gleich in den ersten sechs Minuten haben wir allerdings sechs Gegentore kassiert. Damit war die Partie entschieden«, haderte Schäfer, dessen Team in der 36. Minute mit 15:21 Toren im Hintertreffen lag.

Beim 28:20 in der 50. Minute führten die Gastgeber mit acht Toren, hatten damit endgültig für die Entscheidung gesorgt und ihrem Trainer ein passendes Geburtstagsgeschenk gemacht.

TG Friedberg: Balazs, Biaesch; Durchdewald, Zinnel (11/5), Weide, Ploner (1), Jonscher, Milius (6), Reeb, Methner (4), Seibert, Philipp Engel (9), Weigel (1), Cadar (2).

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Neumann/Zang (HSG Hörstein/Michelbach/TV Kirchzell). - Zeitstrafen: 10:8 Minuten. - Siebenmeter: 8/5:4/4. - Zuschauer: 350.

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