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Tim Heß (links) aus Bad Nauheim steht während derTurniertage den Moderatoren bei Twitch.TV Rede und Antwort. SCREENSHOT: PV

E-Sport

Tim Heß erneut im E-Spengler-Cup-Finale

  • Vonred Redaktion
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Tim Heß aus Bad Nauheim wurde im Finale um den E-Spengler-Cup für eine Aufholjagd nicht gelohnt.

Der E-Spengler Cup wandert aus der Wetterau ins Allgäu. Tim Heß aus Bad Nauheim unterlag am Donnerstag im deutsch-deutschen Endspiel dem Memminger Kevin Würterle, der Team Canada bei der zweiten Auflage der virtuellen Eishockey-Simulation auf der Playstation (EA-Sports NHL22) zum Sieg manövrierte. Im entscheidenden Duell nach Best-of-three-Modus triumphierte »Kevinator« mit 2:1 (4:3 OT/1:3/4:3) über Sparta Prag. 6500 Schweizer Franken Siegprämie werden in den nächsten Tagen auf Würterles Konto überwiesen.

Aus dem Preispool gehen 2500 Schweizer Franken an Tim Heß, der nach vier intensiven Wettkampftagen in der Züricher GameTurnier-Arena trotz der verpassten Titelverteidigung ein positives Fazit zog. Im Interview mit den Twitch.TV-Moderatoren Kilian Schmid und Mike Müller sagte der 22-Jährige: »Kevin hat super gespielt und es letztlich verdient. Natürlich will man gewinnen, aber dennoch bin ich generell sehr zufrieden, denn die Matches waren schon in der Group Stage enorm spannend.«

Ursprünglich war geplant, alle digitalen Partien der sechs Finalteilnehmer auf dem großen Videowürfel im Eisdome Davos live zu übertragen und den Besuchern des realen Spengler Cups die Möglichkeit zu geben, NHL22 auf der Playstation 5 interaktiv anzuspielen. Nach der kurzfristigen coronabedingten Absage des »echten« Traditionsturniers muss das innovative Parallel-Format für weitere zwölf Monate in die Warteschleife.

»Es war sehr cool zum ersten Mal in Zürich vor Ort dabei zu sein und alle kennenzulernen, nachdem im letzten Jahr alles online abgelaufen ist«, meinte Heß, der schon zum Auftakt der »Gruppe Cattini« mit Sparta Prag auf Team Canada traf. In der Vorrunden-Begegnung behielten die Tschechen mit 2:1 (5:4 OT/3:5/5:2) die Oberhand. Das Serien-2:0 (4:3/4:2) über den HC Davos brachte die vorzeitige Qualifikation für das Halbfinale.

Was für die »echten« Kufencracks Probleme mit der Eisaufbereitung oder Nebelbildung sind, ist für die E-Sport-Zocker ein »Disconnect«. Zweimal ging bei den Partien von Heß, der unter dem Gamertag »Timasy« firmiert, die Verbindung zum Server »in die Knie« - auch im ersten Semifinale gegen den HC Ambri-Piotta. Nach dem 3:4 nach Verlängerung im ersten Spiel stand der Wetterauer unter Druck, machte aber mit zwei 3:1- und 6:0-Erfolgen die erneute Endspiel-Teilnahme klar.

Vor der Neuauflage des Eröffnungsspiels stufte die Gamer-Community aufgrund der systemischen Vorteile im Spielstärke-Ranking die Gewinnchancen auf 74:26 Prozent für Team Canada ein - und behielt damit Recht. Nach der 3:4-Niederlage in der Overtime, kämpfte sich Heß mit 3:1 ins entscheidende dritte Duell. Hier lag Sparta Prag bereits mit 1:4 im Hintertreffen, verkürzte wieder auf 3:4, aber die Aufholjagd kam zu spät und »Kevinator« rettete den Vorsprung über die Zeit.

Dieser Artikel stammt aus der Wetterauer Zeitung.

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