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Top-Talente wagen nächsten Schritt

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Von: red Redaktion

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Die jungen Schwimmer Nele Hoffmann, Anna Schubert, Julia Kaul (hinten, von links) und Frederik Kaul blicken auf eine erfolgreiche Zeit bei der SG Wetterau zurück. Sie wollen nun den nächsten Schritt gehen. © pv

(kig). Mit einem lachenden und einem weinenden Auge endete kürzlich ein schöner Spätsommerabend im Bad Nauheimer Freibad. Nach vielen Jahren und unzähligen gezogenen Bahnen verabschiedeten sich Nele Hoffmann, Anna Schubert (beide Jahrgang 2007) sowie die Zwillinge Julia Franziska und Frederik Alexander Kaul (Jahrgang 2011) bei einem gemeinsames Pizzaessen von ihren Mannschaftskameraden der SG Wetterau.

Das Schwimm-Quartett will seine hervorragende Entwicklung bei neuen Vereinen weiter vorantreiben. Während Nele Hoffmann sich dem SC Oberursel anschließt, finden die drei anderen Nachwuchsathleten bei der SG Frankfurt ein neues sportliches Zuhause.

Der Werdegang der vier Top-Talente weist einige Parallelen, aber auch Unterschiede auf. Während die Kaul-Zwillinge bereits nach dem Babyschwimmen im Alter von neun Monaten regelmäßige Gäste im kühlen Nass waren und die Aufnahme in die verschiedenen Trainingsgruppen für Leistungsschwimmer der SG Wetterau die logische Konsequenz war, fand Nele Hoffmann den Weg in den Vereinssport erst mit zehn Jahren. Bei Anna Schubert war es die größere Schwester, die ihr als Vorbild diente und die sie schon im Kleinkindalter häufig ins Schwimmbad begleitet hatte. Ein erster Wettkampfstart mit sieben Jahren war auch bei ihr eine Folge der Förderung im Rahmen der Trainingsgruppen der SG Wetterau.

Die Paarung von Ehrgeiz und Freude am Schwimmen aufseiten der jungen Athleten sowie der Gemeinschaft, dem Zusammenhalt im Verein und dem Einsatz des Trainerteams führte bei allen vier schnell zu Erfolgen. Auch die coronabedingten Einschränkungen im Trainings- und Wettkampfbetrieb wurden gemeistert.

Belohnt wurde der Trainingseinsatz insbesondere mit den Ergebnissen und Erfolgen der letzten zwölf Monate. So gelang es Julia Franziska Kaul, bei den Hessischen Meisterschaften 2021 fünf Bronzemedaillen zu erringen und dieses Ergebnis mit dreimal Gold, zweimal Silber und Bronze bei den Landesmeisterschaften 2022 noch mals zu steigern. Dieses Jahr stand für sie dann auch der neunte Platz bei den Deutschen Meisterschaften im schwimmerischen Mehrkampf in Dresden zu Buche. Zudem rangierte sie deutschlandweit auf Platz eins über die Langstrecke von 1500 m Freistil.

Ihr Zwillingsbruder Frederik Alexander holte 2021 bei den Hessischen Meisterschaften vierfach Gold, Silber und Bronze und überzeugte 2022 mit zweimal Gold, dreimal Silber und Bronze bei den »Hessischen«. Zudem gelang ihm bei den Deutschen Mehrkampfmeisterschaften ein starker sechster Platz in der Rückenwertung. 2020 wurden beide in den Talentstützpunkt-Kader des Hessischen Schwimmverbandes aufgenommen. Julia Kauls Lieblingsdisziplin ist Freistil, und Frederik Kaul startet am liebsten in der Rückenlage durch.

Ihren Schwerpunkt auf den Rückenstrecken hat auch Anna Schubert, die in diesem Jahr bei den Bezirksmeisterschaften sowie bei den Wettkämpfen auf Landesebene über 50 m, 100 m und 200 m nicht zu schlagen war und mit den erzielten Zeiten über alle drei Strecken einen Startplatz bei den »Süddeutschen« erreichte. Der Höhepunkt ihrer bisherigen schwimmerischen Laufbahn waren jedoch die Teilnahmen an den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften 2021 und 2022 in Berlin.

Beleg für gute SGW-Jugendarbeit

Ebenfalls bei den nationalen Titelkämpfen 2022 dabei war Nele Hoffmann, die dort über 50 m und 100 m Freistil an den Start ging. Zuvor war sie bereits bei den »Süddeutschen« am Start und hatte zudem über 50 m Freistil ihren Titel bei den Hessenmeisterschaften verteidigt. Ihr Fokus liegt auf den kurzen Freistilstrecken. Bereits 2020 und 2021 hatte sich Nele Hoffmann für die Süddeutsche Meisterschaft qualifiziert. Diese musste jedoch aufgrund der Corona-Entwicklung abgesagt werden. In diesem Jahr gewann sie dann über 50 m Freistil dort die Bronzemedaille.

Für die Kaul-Zwillinge und Anna Schubert war mit dem Vereinswechsel nach den Sommerferien auch die Aufnahme an der Carl-von-Weinberg-Schule verbunden, einer Elite-Schule des Sports in Frankfurt. Nach einer langen Zeit bei der SG Wetterau tragen sie den Verein weiter im Herzen.

Für das Trainerteam der SGW ist der Wechsel gleichzeitig ein Beleg für die gute Nachwuchsarbeit und ein Anreiz, weiterhin Talente zu entdecken und zu fördern.

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