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Türk Gücü Friedberg: »Das tut natürlich weh«

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Von: Pedro Acebes Gonzalez

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(ace). Türk Gücü Friedberg ist mit einer Auswärtsniederlage in die Abstiegsrunde der Fußball-Hessenliga gestartet. Bei Regionalliga-Absteiger FC Bayern Alzenau unterlag die Mannschaft von TG-Trainer Carsten Weber vor rund 300 Zuschauern mit 2:3.

»Wir sind extrem enttäuscht über die Niederlage. Für uns war es schwierig nach drei, vier Monaten zum ersten Mal wieder auf Rasen Fußball zu spielen. Da haben wir die Passschärfe nicht gehabt und die Halbräume nicht so gut bespielt. Nichtsdestotrotz war es ein absolut offenes Spiel in der ersten Halbzeit mit zwei grenzwertigen Entscheidungen«, gab Weber in seiner Analyse zu Protokoll.

Im ersten Abschnitt gab es in der Main-Echo-Arena eigentlich nur zwei Aufreger, denn Torraumszenen oder gar Torchancen waren Mangelware. Vielmehr gab es viele Unterbrechungen, die den Spielfluss verlangsamten. In einem Abnutzungskampf zeigte Schiedsrichter Daniel Losinski wegen Handspielen gleich zweimal auf den Elfmeterpunkt. Friedbergs Jan-Philipp Häuser hatte den Ball im Strafraum gegen die Hand bekommen. Alzenaus Kapitän Marcel Wilke knallte den Strafstoß jedoch wuchtig gegen die Latte (33.).

Drei Minuten später zeigte der Referee erneut auf den ominösen Punkt, als er zunächst ein Handspiel erkannt haben wollte. Nach Protesten der Gastgeber und der Intervention des Linienrichters nahm Losinski seine Entscheidung jedoch zurück, da ein Gästeakteur mit der Hand gespielt haben soll (36.). Torjäger Noah Michel hatte sich schon den Ball zurecht gelegt, zur Ausführung kam es nicht. Weber konnte vor allem die Rücknahme des Elfmeterpfiffs nicht nachvollziehen: »Ich habe immer noch nicht verstanden, warum.«

Im zweiten Abschnitt wurde es dann doch noch ein munteres Spielchen. Alzenau nach Wiederanpfiff mit einem Start nach Maß. Steilpass auf Maximilian Brauburger, der TG-Torhüter Felix Koob umkurvte und zum 1:0 einschob (47.). Nach einer Ecke erhöhte Lukas Fecher aus spitzem Winkel (55.), und die Bayern schienen auf der Siegerstraße zu sein. Doch die Wetterauer gaben nicht auf und brachten mit Kamil Yikilmaz einen zweiten Stürmer. Der sorgte auf der linken Seite gleich für Wirbel, passte zu Patrick Schorr, der im Sechzehner gelegt wurde. Diesmal durfte Michel den Elfmeter ausführen und traf zum Anschluss (61.). Drei Minuten später markierte Innenverteidiger Masih Saighani, der Ex-Profi aus Asien, nach einer Freistoßflanke das 2:2 (64.). Für die Gastgeber profitierte dann der 19-jährige Leandro Baumann, eigentlich ein Spieler der zweiten Mannschaft, von »einem brutalen Stellungsfehler« (Weber) und erzielte den Siegtreffer der Unterfranken. Yikilmaz bot sich in der dritten Minute der Nachspielzeit die Möglichkeit zum erneuten Ausgleich, doch der Ball ging am Tor vorbei. »Nach dem 2:2 waren wir am Drücker, hatten gewisse Emotionen im Spiel. Wir hatten den Glauben an uns zurück, da tut so ein Ding natürlich weh«, sagte Weber

FC Bayern Alzenau: Wolpert; Pancar, Bergmann (63. Topic), Wilke, Heptazeler - Alexander (89. Arslan), Hodja, Brauburger, Bischof (66. Baumann), Bhatti - Fecher.

Türk Gücü Friedberg: Koob; Häuser, Saighani, Dudda (82. Usic), Fukuhara - Henrich, Schorr - Mahmudov (56. Yikilmaz), Demir(75. Jost), Imek - Michel.

Im Stenogramm / Tore: 1:0 (47.) Brauburger, 2:0 (55.) Fecher (55.), 2:1 (61.) FE Michel, 2:2 (64.) Saighani, 3:2 (77.) Baumann. - SR: Losinski (Hofgeismar). - Zuschauer: 300.

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