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Türk Gücü Friedberg: Ein Punkt zum Dzihic-Einstand

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Von: Pedro Acebes Gonzalez

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Türk Gücü Friedberg tritt im Abstiegskampf der Fußball-Hessenliga auf der Stelle: Aret Demir (Ball, attackiert von Tolga Talha Ünal) ist mit den Kreisstädter in Hanau nicht über ein Remis hinausgekommen. © Red

Türk Gücü Friedberg hat in ersten Spiel unter Enis Dzihic einen Punkt geholt. Beim 1. Hanauer FC 93 gab es zum Einstand des Trainers ein 0:0 in der Abstiegsrunde der Fußball-Hessenliga.

(ace). Trotz dieses Zählers schweben die Kreisstädter weiter in akuter Abstiegsgefahr, denn Friedberg belegt jetzt mit 15 Punkten Tabellen-Rang acht, und dieser würde Türk Gücü nach dem letzten Spieltag in die Verbandsliga Süd absteigen lassen.

Dzihic hatte nach zwei Trainingseinheiten in Sachen Startaufstellung gar nicht mal so viel verändert. Peter Jost und Demyan Imek setzte der Bosnier auf die Ersatzbank und brachte für sie zwei andere Mittelfeldspieler. Aret Demir sollte das Offensivspiel hinter Sturmspitze Noah Michel ankurbeln und Kamil Yikilmaz als Flügelflitzer mit Eins-gegen-Eins-Situationen die Hanauer Abwehr beschäftigen.

Der Neuzugang aus Fechenheim hatte dem neuen Trainer schließlich zu seinen Zeiten als Gruppenliga-Coach diverser Hochtaunus-Clubs immer wieder Kopfzerbrechen bereitet. Dass der 27-jährige nun erstmals von Anfang an spielte, erhöhte die Kreativität im Friedberger Spiel. Was Yikilmaz noch fehlt, ist das Durchsetzungsvermögen, um sich in Hessens höchster Amateurklasse einen Namen zu machen. »Kamil braucht noch Spielpraxis, um in der Hessenliga anzukommen«, merkt der Sportliche Leiter Sinan Karanfil an.

Nach 56 Minuten wechselte Dzihic ihn gegen Demyan Imek aus. Auf dem schwer zu bespielenden holprigen Rasenplatz im Hanauer Stadtteil Kesselstadt gab es ein typisches 0:0 zu sehen. Hanau 93, mit jetzt sieben Punkten erfolgreich in die Abstiegsrunde gekommen, verteidigte vor heimischer Kulisse konsequent. Dirigiert von Spielertrainer Kreso Ljubicic und garniert mit Kreativkräften wie Cem Kara und Semih Sentürk vergab die größte Chance zum Siegtreffer Kristijan Bejic eine Viertelstunde vor Schluss, nachdem er eine Flanke von Rico Kaiser auf den zweiten Pfosten aus einem Meter noch über das Tor bugsierte.

Auf Seiten der Friedberger lag die Führung durch Eray Eren im ersten Abschnitt in der Luft, außerdem verfügte Innenverteidiger Julian Dudda über eine Möglichkeit. Auf den Sechserpositionen stopfte Daniel Henrich neben Urgestein Alit Usic viele Löcher.

Im Gäste-Tor zeichnete sich Felix Koob mit guten Reflexen aus und davor agierten in der Innenverteidigung der aus Asien zurückgekehrte Ex-Profi Masih Saighani und Julian Dudda ohne Kompromisse.

Ob der Punkt den dringend benötigten Wendepunkt im Abstiegskampf bedeuten kann? Der Auswärtstrip in das nahe gelegene Hanau nährte zumindest die Hoffnung, dass es noch nicht zu spät ist, um das Worst-Case-Szenario, den Abstieg, zu vermeiden.

Hanau 93: Brao - Kovjenic, Sejdovic, Calabrese (85. Gogol), Ljubicic, Cetin (46. Topcu), Kara (64. Kaiser), Sentürk, Ünal, Bejic, Abdel Ghani.

Türk Gücü Friedberg: Koob - Häuser, Dudda, Saighani (89. Knecht), Schorr - Usic, Henrich - Eren, Demir, Yikilmaz (56. Imek) - Michel.

Im Stenogramm: Schiedsrichter: Boris Reisert (TG Ober-Roden). - Zuschauer: 160.

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