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Türk Gücü Friedberg entführt Punkt aus Baunatal

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Murad Mahmudov verteidigt den Ball gegen Dominik Schneider und entführt mit Türk Gücü Friedberg in Baunatal einen wichtigen Zähler im Kampf um den Klassenerhalt. © Andreas Fischer

Noah Michel trifft per Strafstoß - und Türk Gücü Friedberg gewinnt einen wichtigen Zähler im Kampf um den Klassenerhalt in der Fußball-Hessenliga.

In einem waren sich beide Trainer am Ende einig. »Das war heute ein typisches 0:0-Spiel«, sagten Baunatals Tobias Nebe und Friedbergs Enis Dzihic fast im Gleichklang. Am Ende ging dieses typische 0:0-Spiel zwar nicht 0:0 aus, das Endergebnis in der Abstiegsrunde der Fußball-Hessenliga war aber ziemlich nah dran. Mit 1:1 (1:1) trennten sich schließlich beide Teams in einer körperbetonten, aber ereignisarmen Partie.

Die Gastgeber hatten durch Sebastian Schmeer am langen Pfosten (3.) und einen abgeblockten Kopfball von Felix Schäfer (30.) die ersten Möglichkeiten. Folgerichtig markierten dann auch die Baunataler das 1:0. Nachdem Masih Saighani einen Schuss von Dominik Schneider im Strafraum mit dem Arm geblockt hatte, zeigte Schiedsrichter Manuel Winkler zu Recht auf den Punkt. Schmeer trat an, Felix Koob parierte und musste dann mit ansehen, wie der KSV-Stürmer den Abpraller volley verwandelte (34.).

»Es war ein Nervenspiel heute. Man hat gesehen, dass beide Mannschaften Angst hatten, einen Fehler zu machen. Diese ganze Rechnerei ist schon extrem lästig«, sagte Nebe, der mit seiner Mannschaft kurz vor der Pause den Ausgleich hinnehmen musste. Diesmal wusste sich Daniel Borgardt im Strafraum nicht mehr anders zu helfen, als Noah Michel mit einem Foul zu bremsen. Wieder gab Winkler Elfmeter. Michel trat selbst an und verwandelte ganz souverän und ohne Nachschuss zum 1:1-Pausenstand (44.).

Im zweiten Durchgang hatten die Gäste nach einem geblockten Versuch des Baunatalers Jonas Springer (49.) dann auch etwas mehr vom Spiel, das durch viele Fouls immer wieder unterbrochen werden musste. Nach einer pfiffigen Freistoßvariante senkte sich Eray Erens Ball unmittelbar neben dem linken Pfosten zu Boden (53.). Wenig später gab es für Türk Gücü dann sogar eine Doppelchance: Erst fand Patrick Schorr mit seinem Distanzschuss in Baunatals Schlussmann Kim Sippel seinen Meister, in der darauffolgenden Aktion verpasste Michel nach einer Flanke von Peter Jost per Direktabnahme das 2:1 (57.). Viel mehr war dann im Anschluss nicht mehr.

»Wir haben den Klassenerhalt weiter in der eigenen Hand, das ist das Wichtigste. Ich denke, dass sich heute zwei richtig gute Mannschaften einen Punkt verdient haben«, sagte der Friedberger Daniel Henrich. Und sein Coach war sich dann auch nochmal mit seinem Gegenüber einig: »Die beide Elfmeter musste man auf jeden Fall geben. Da brauchen wir jetzt nicht mehr groß diskutieren.«

KSV Baunatal: Sippel - Blahout, Borgardt, Künzel (51. Boukhoutta), Durak (64. Üstün) - Springer, Lorenzoni - Schäfer, Berninger-Bosshammer (83. Wieczorek), Schneider - Schmeer

Türk Gücü Friedberg: Koob - Usic, Saighani, Dudda - Imek (85. Scheffler), Jost, Henrich, Eren - Schorr, Michel, Yikilmaz (59. Mahmudov)

Im Stenogramm / Tore: 1:0 Schmeer (34.), 1:1 FE Michel (44.). - Schiedsrichter: Winkler (Landau) - Zuschauer: 150. - Besonderes Vorkommnis: Koob hält Handelfmeter von Schmeer (34.). Torsten Kohlhaase

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