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Türk Gücü Friedberg: Ex-Profi soll den Klub zum Klassenerhalt führen

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Von: Michael Nickolaus

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Fußball-Hessenligist Türk Gücü Friedberg hat einen neuen Trainer als Nachfolger für Carsten Weber gefunden.

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Enis Dzihic ist neuer Trainer beim Fußball-Hessenligisten Türk Gücü Friedberg. © Red

Ex-Profi Enis Dzihic soll Türk Gücü Friedberg zum Klassenerhalt führen. Am Donnerstagmittag hat der Fußball-Hessenligist den 47-Jährigen als neuen Coach präsentiert. Vor einer Woche war Carsten Weber von diesem Amt zurückgetreten. Kurios: Dzihic hatte erst Ende Dezember den Trainerjob beim abstiegsbedrohten Verbandsligisten SV der Bosnier Frankfurt übernommen (zwei Spiele, zwei Siege). »Wir sind überzeugt, dass Enis die zehn, 15 Prozent herausholen kann, die uns zuletzt gefehlt haben«, sagt Sinan Karanfil, der Sportliche Leiter der Kreisstädter. Vor dem Spiel am Samstag beim 1. Hanauer FC steht Türk Gücü auf einem Abstiegsrang.

»In einer solchen Situation geht’s über Mentalität und die Grundeigenschaften des Fußballs. Dafür stehe ich. Und dies versuche ich den Jungs neben meinen eigenen sportlichen Erfahrungen und den klassischen Trainingsinhalten zu vermitteln. Dass die Mannschaft die spielerische Qualität hat, steht außer Frage. Es wirkt aber, als werde dies zu wenig umgesetzt«, sagt Enis Dzihic, der in dieser Saison vier Heimspiele von Türk Gücü als Zuschauer verfolgt hatte. Dzihic, seit drei Jahren A-Lizenz-Inhaber, wurde in der Hessenliga zum ersten Mal die sportliche Verantwortung übertragen. Am Mittwoch hatte er bereits das Training geleitet.

Mit dem SV der Bosnier war eine Ausstiegsoption vereinbart worden, sofern ein Angebot aus einer höheren Spielklasse vorliegt. »Emotional ist mir das nicht leicht gefallen, denn die Jungs sind mir in der kurzen Zeit ans Herz gewachsen. Andererseits ist dies nun auch für mich der nächste Entwicklungsschritt, den ich gehen will.«

Dzihic spielte bereits mit 17 Jahren für den FV Bad Vilbel in der damaligen Oberliga. Mit dem FSV Frankfurt stieg er 1998 in die Regionalliga auf. Über Klein-Karben landete der Offensivspieler beim VfR Mannheim, wurde 2001 im DFB-Pokal eingesetzt. Im darauffolgenden Sommer führte sein Weg zu Rot-Weiß Erfurt, die »schönste Station seiner aktiven Laufbahn«, wie er sagt. Über den SV Wehen ging’s zurück zum FSV Frankfurt, seiner letzten Profi-Station (unter anderem 17 Tore in 89 Regionalliga-Einsätzen).

Als Trainer ist Dzihic in den vergangenen Jahren durch den Taunus getingelt (Vatanspor, Merzhausen, SF Friedrichsdorf DJK Bad Homburg und zuletzt SV der Bosnier). Beruflich ist er für eine Krankenkasse im Außendienst tätig.

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