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Türk Gücü Friedberg: Mahmudov-Doppelpack bei »Dreier« in Hadamar

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Daiskue Fukuhara bringt Türk Gücü Friedberg in Hadamar in Führung. Rechts: Marian Dillmann. © Red

Türk Gücü Friedberg hat sich mit einem 4:2-Erfol bei Rot-Weiß Hadamkar in die Winterpause der Fußball-Hessenliga verabschiedet.

(mor). Für beide Mannschaften ging es um nichts mehr: Rot-Weiß Hadamar war für die Playoffs, Türk Gücü Friedberg für die Playdowns der Fußball-Hessenliga qualifiziert. Aber von »Freundschaftsspiel« war das Geschehen am Samstag auf dem Niederhadamarer Kunstrasen meilenweit entfernt. Der Gast aus der Wetterau gewann mit 4:2 (1:0).

Rot-Weiß-Trainer Stefan Kühne ging anschließend vor allem mit sich selbst hart ins Gericht: »Es hat sich in den letzten Spielen gezeigt, dass meine Saisonvorbereitung nicht hart genug gewesen ist. Dafür übernehme ich die Verantwortung. Wir haben von den guten und erfolgreichen Spielen zum Saisonbeginn gezehrt.«

Zufrieden war natürlich sein Friedberger Kollege Carsten Weber. »Das tut heute gut nach der schlechten Phase, die hinter uns liegt. Das Spiel hatte für uns auf jeden Fall noch eine große Bedeutung, denn wir wollten mit einem guten Gefühl in die Pause gehen.«

Vor allem die Friedberger legten los, als gäb’s kein Morgen. Die Spieler im schwarzen Trikot waren laut, sie waren aggressiv, sie waren dominant. Einer der Antreiber, Noach Michel, prüfte Rot-Weiß-Keeper Leon Hasselbach, der per Fuß klärte (9.). Die Hadamarer kamen mit dem frühen Pressing der Wetterauer überhaupt nicht klar. Dennoch hätten sie führen können, als Mirko Dimter nach einem Freistoß mit seinem wuchtigen Kopfstoß Torwart Felix Koob zum Reflex zwang (17.).

Mitte der ersten Halbzeit hatte der SVH kämpferisch zumindest mit Türk Gücü gleichgezogen. Als nach einem Friedberger Ballverlust plötzlich Jerome Zey und Jason Schäfer mit Keeper Koop im 16er allein waren, gewann der Torwart. Es gab nur wenige Hadamarer Befreiungsmomente, und die waren nicht zwingend. Wie es besser geht, zeigte die Mannschaft von Trainer Carsten Weber quasi mit dem Pausenpfiff: Der unberechenbare und quicklebendige Kento Hyodo sauste unwiderstehlich in die Gefahrenzone, bediente den ebenso auffälligen Daisuke Fukuhara - 0:1 (45.).

Hatten die Rot-Weißen in der Halbzeitpause Erkenntnisse gewonnen? Es schien zumindest so, denn Jerome Zey schloss eine tolle Einzelleistung mit dem Ausgleich ab (48.). Es sollte der Beginn eines fröhlichen Scheibenschießens werden. Die Hadamarer Freude währte indes gerade einmal vier Minuten, da hatte Murad Mahmoudov gegen den machtlosen Leon Hasselbach im SVH-Tor erneut zur Türk-Gücü-Führung eingelocht. Anstoß, Solo Jason Schäfer, 2:2 (53.).

Doch Friedberg führte schon schnell wieder. Nach erneut schwacher Hadamarer Defensivleistung traf der starke Murad Mahmudov zum zweiten Mal (62.). Rot-Weiß-Coach Stefan Kühne brachte die zunächst auf der Bank sitzenden Luca Teller, Jan Bangert und Mirco Paul, aber das Ding war gelaufen. Noah Michel krönte seine überragende Leistung mit dem Treffer zum 4:2 (72.). Die letzte Viertelstunde glich dann tatsächlich dem »Freundschaftsspiel«, das fast alle erwartet hatten.

Rot-Weiß Hadamar: Hasselbach, Dimter, Kittel, Sedy (58. Teller), Schäfer, Zey, Monteiro-Carvalho (61. Bangert), Velemir (61. Paul), Dillmann, Neugebauer, Koch.

Türk Gücü Friedberg: Koob, Biber, Henrich, Jost (81. Imek), Hyodo, Lee, Mahmudov (90. Sangl), Fukuhara, Schorr, Häuser, Michel.

Im Stenogramm: Tore: 0:1 (45.+1) Fukuhara, 1:1 (48.) Zey, 1:2 (53.) Mahmudov, 2:2 (55.) Schäfer, 2:3 (62.) Mahmudov, 2:4 (73.) Michel. - SR.: Jantz (Wiesbaden). - Zuschauer: 120.

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