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Türk Gücü Friedberg: Michel-Doppelpack bringt Hoffnung

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Von: Ralph Görlich

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Masih Saighani (links) und Daniel Henrich stoppen den Vorstoß von Max Stadler und feiern mit Türk Gücü Friedberg einen 2:1-Erfolg beim SV Steinbach. © Ralph Görlich

Noah Michel bleibt die Lebensversicherung von Türk Gücü Friedberg. Mit einem Doppelpack sichert der dem Fußball-Hessenligisten einen Sieg im Abstiegskampf.

(goe). Türk Gücü Friedberg hat sich im Abstiegskampf der Fußball-Hessenliga etwas befreien können - und dies dem SV Steinbach zugleich verwehrt: Mit dem 2:1 (0:0)-Sieg im Mühlengrund zogen die Wetterauer mit dem SVS in der Tabelle gleich. Steinbach führte früh im zweiten Durchgang, bis ein Elfmeterpfiff die Wende einleitete.

Steinbach musste nach zwei Siegen in Folge wieder Federn lassen und kassierte erst die zweite Niederlage überhaupt in den Playdowns. TGF revanchierte sich für das 2:4 im Hinspiel vor wenigen Wochen und ist seitdem ungeschlagen.

»Das war sehr wichtig. Wir hoffen, dass es genauso weitergeht«, bilanzierte Friedbergs Teambetreuer Sercan Kaplan, der über 90 Minuten einen verdienten Sieg gesehen habe. »Steinbach hatte in der ersten Halbzeit einen Torschuss. Der erste Schuss in der zweiten Hälfte war halt direkt drin, aber insgesamt muss ich unsere Mannschaft für eine stark Leistung loben. Wir haben sehr viel Ehrgeiz und Laufbereitschaft gezeigt.«

Noah Michel stand im Mittelpunkt, als er von Lukas Hildenbrand gelegt wurde. Es war Mitte des zweiten Durchgangs, der Pfiff sorgte für Diskussionen. »Ich weiß nicht, ob es ein Elfmeter war, aber er wurde gepfiffen«, gab sich Steinbachs Trainer Petr Paliatka diplomatisch und haderte eher damit, »dass wir uns insgesamt schwergetan und die Bälle verloren haben«. Kaplan wiederum meinte: »Noah geht vor den Gegner und kreuzt den Weg. Die Berührung nimmt er mit. Für mich war das ein Elfmeter«.

Michel setzte danach noch einen drauf und sorgte für den Auswärtssieg. Nach einem Steinbacher Ballverlust schaltete TGF schnell um, Patrick Schorr steckte durch, und Michel stand an der Grenze zum Abseits, aber eben nicht drin. Das Eins-gegen-eins gegen SVS-Keeper Philipp Bagus gewann der Torjäger dann. Apropos Torjäger: Das Steinbacher Pendant Max Stadler hatte wenige Momente nach dem Pausenpfiff die Führung besorgt. Bis dahin waren die Gäste jedoch das aktivere Team mit den gefährlicheren Szenen.

»Türk Gücü Friedberg war spielerisch besser«, musste auch Paliatka anerkennen, der auf Michael Wiegand, Petr Kvaca und Alin Neacsu verzichten musste. »Das merkt man schon, der Kader war dünn, aber das ist kein Alibi. Die Jungs haben trotzdem alles reingeworfen, das war jetzt eine Niederlage, aber mehr auch nicht. Wir müssen uns jetzt ausschlafen und weitermachen«.

SV Steinbach: Bagus; T. Wiegand, F. Wiegand, Uth (81. Halimi), Hanslik, Wittke, Hütsch, Bott, Madzar, Hildenbrand, Stadler.

Türk Gücü Friedberg: Koob; Saighani, Henrich (90. Kilic), Eren, Jost, Usic (83. Häuser), Mahmudov (55. Yikilmaz), Dudda, Schorr, Imek, Michel.

Im Stenogramm / SR: Patrick Werner (Rüsselsheim). - Tore: 1:0 (48.) Stadler, 1:1 (65.) FE Michel, 1:2 (83.) Michel.

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