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Türk Gücü Friedberg: Nach 2:0-Führung den Sieg verschlafen

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Von: Uwe Born

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Max Stadler köpft, bevor TGF-Winter-Neuzugang Masih Saighani klären kann. © Timo Jaux

Türk Gücü Friedberg hatte gegen den sV Steinbach nach einer Viertelstunde mit 2:0 in Führung gelegen. Nach 90 Minuten war beim Fußball-Hessenligisten die Enttäuschung aber groß.

Tristesse in den Reihen von Türk Gücü Friedberg: Anstatt nach der 2:3-Niederlage vor Wochenfrist bei Bayern Alzenau durch einen fest eingeplanten Heimsieg über den bis dato Tabellenvorletzten SV Steinbach notwendige Weichenstellung in Richtung Klassenerhalt zu betreiben, handelte sich der Wetterauer Fußball-Hessenligist am Samstagnachmittag auf dem Ober-Rosbacher Kunstrasengrün gegen die Osthessen eine bittere 2:4 (2:1)-Pleite ein.

»Nach einem Mega-Start haben wir zusehends die Ordnung verloren und speziell in der zweiten Hälfte hinten geschlafen«, bilanzierte Friedbergs Teamleiter Robert Cue. Er und Patrick Schorr, der in der Defensive auf der linken Außenbahn begann, coachten nach Carsten Webers Rücktritt erneut die TG-Elf, deren neuer Trainer nach Auskunft von Pressesprecher Furkan Kaplan »zeitnah« bekanntgegeben werden soll.

Rund 150 Zuschauer wurden Zeugen einer mit hohem Tempo und beiderseits mit offenem Visier geführten Partie, in der Türk Gücü einen Start nach Maß verbuchte. Treffer von Julian Dudda per Kopfball nach Schorrs Freistoß und Masih Saighanis Rechtsflanke (9.) sowie Torjäger Noah Michel, der Jan-Philipp Häusers präzise Hereingabe aus kurzer Distanz cool verwandelte, bescherten den Hausherren bis zur 14. Minute ein scheinbar sicheres Polster. Aber eben nur scheinbar, zumal die Gäste aus der Fuldaer Kante nach 21 Minuten erstmals die Zähne zeigten: Dominik Hanslik stand nach einem Madzar-Pass im Zentrum goldrichtig und vollendete mit etwas Glück, zumal Friedbergs Keeper Felix Koob den Ball knapp hinter der Linie erwischte. Bis zur Pause folgten Chancen auf beiden Seiten: Eray Eren (nach tollem Solo im Strafraum gefoult, aber der Pfiff von Schiri Wahl blieb aus), Schorr (aus der Distanz) und Michel kurz vor Halbzeit verpassten für die Gastgeber den dritten Treffer, Marko Madzar ((28.) und Leon Wittke (42.), die in Koob ihren Meister fanden, für Steinbach den Ausgleich.

Halbzeit zwei begann für die Friedberger mit einem Schock: Die Defensive hielt nach einem Freistoß von Luca-Leonard Uth Tiefschlaf, Max Stadler bedankte sich - 2:2 nach 48 Minuten. Dann stand Steinbachs Torwart Philipp Bagus mehrfach im Brennpunkt des Geschehens, hielt seinen Kasten jedoch gegen Häuser (70./aus spitzem Winkel), Peter Jost (77./Freistoß) und Kamil Yikilmaz (80./Schrägschuss) sauber. Die Schlussphase gehörte der Steinbacher Truppe: Goals von Petr Kraca (81./Kopfball nach Wittkes Ecke) und erneut Stadler vier Minuten später nach schnellem Konter bescherte ihr einen 4:2-Sieg

Türk Gücü Friedberg: Koob - Jan-Philipp Häuser, Dudda, Saighani, Schorr - Jost (85. Mahmudov), Henrich - Eren, Usic (63. Yikilmaz), Imek (74. Demir) - Michel.

SV Steinbach: Bagus - Hütsch, Bott, Hildenbrand - Fabian Wiegand, Wittke, Kraca, Madzar (74. Näcsu) - Uth, Hanslik (68. Halimi/90. Göb), Stadler.

Im Stenogramm/Tore: 1:0 (9.) Dudda, 2:0 (14.) Michel, 2:1 (21.) Hanslik, 2:2 (48.) Stadler, 2:3 (81.) Kraca, 2:4 (85.) Stadler. - SR: Alexander Wahl (Laufdorf). - Zuschauer: 150.

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Peter Jost verliert das Kopfball-Duell gegen Petr Kvaca. © Timo Jaux
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Robert Cue trägt als Interimstrainer die Verantwortung bei Türk Gücü Friedberg. © Timo Jaux

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