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Türk Gücü Friedberg: Schnell abhaken

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Vollen Einsatz zeigt hier der Walldorfer Maximilian Huß (li.), der vom Friedberger Kapitän Daniel Henrich attackiert wird. © Red

Höchste Saison-Niederlage für Türk Gücü Friedberg: In Spiel eins nach dem Pokal-Highlight musste sich der Fußball-Hessenligist bei Rot-Weiß Walldorf mit 1:6 (0:2) geschlagen geben.

Walldorf war zuletzt in Mal in serie ohne Sieg vom Feld gegangen.

»Das freut mich unglaublich für die Mannschaft«, sagte RWW-Trainer Artur Lemm: »Wir wollten giftig und gallig sein, und wollten auf dieser Grundlage unsere spielerische Stärke ausspielen.« Abgesehen von den Anfangsminuten in beiden Halbzeit, als es den Seinen an dieser Intensität im Anlaufen und Nachsetzen gemangelt habe, sei dieses Vorhaben auch gelungen. Allerdings sei der Sieg »mit Sicherheit um zwei, drei Tore zu hoch ausgefallen«, so Lemm.

Was den Rot-Weißen zuletzt fehlte, nämlich ein kopfballstarker Zielspieler in Gegners Strafraum, löste der Trainer mit der Hereinnahme von Nils Herdt. Jetzt fanden die Walldorfer Flanken in der Tat einen Adressaten, der den Ball festmachen konnte. Und der sich nach 35 Minuten einer Flanke von Mahdi Mehnatgir entgegenstrecke, um den Ball mit der Stirn ins linke untere Ecke zu drücken. Es war das 2:0. Den ersten Treffer schoss besagter Mehnatgir. Herdts Sturmpartner kam nach einem Abpraller zum Schuss, zog ab und traf - 1:0 (9.).

Zu diesem Zeitpunkt hätten die Friedberger allerdings schon führen können. Noah Michel tauchte plötzlich allein vor RWW-Torhüter Marcel Czirbus auf, doch Innenverteidiger Maximilian Thomasberger spitzelte Michel in letzter Sekunde den Ball vom Fuß (8.). Drei Minuten später lief Michel wieder auf Czirbus zu, nur um am reaktionsschnellen Keeper zu scheitern. Mangelnde Kaltschnäuzigkeit im Abschluss »ist momentan eine Schwäche von uns«, sagte Türk-Gücü-Trainer Enis Dzihic dazu. Dass seine Mannschaft aus ihren starken ersten 20 Minuten nichts machte, ärgerte Dzihic.

Hoffnung keimte bei den Friedbergern, als Toni Reljic den Anschlusstreffer schaffte (56.). Aber dieser Keim wurde binnen sechs Minuten erstickt. Weil Rot-Weiß in dieser Phase eine hundertprozentige Torquote bei seinen Abschlüssen hatte und auf 5:1 enteilte. Erst traf Laurin Vogt aus fünf Metern mit einem fast pirouettenartigen Drehschuss (73.). Dann köpfte Luki Matondo nach Freistoß von Nikola Mladenovic das vierte Tor (77.), ehe sich drei Walldorfer im Strafraum den Ball zuspielten, bis er beim Torschützen Vogt landete - 5:1 (78.). Zwischenzeitlich verhinderte Czirbus mit einer Glanztat den erneuten Anschlusstreffer, als der RWW-Keeper einen Kopfball von Daniel Henrich parierte (76.). Es hatte aus Friedberger Sicht am Sonntag eben nicht sollen sein.

»Es gibt halt solche Spiele«, sagte Dzihic dazu: »Jetzt gilt es, das schnell abzuhaken.« Auch, dass Vogt mit seinem dritten Treffer das halbe Dutzend Walldorfer Tore voll machte (86.).

Rot-Weiß Walldorf: Czirbus - Metzler, Herdt (63. Matondo), Mehnatgir (85. Konaté Lueken), Vogt, Thomasberger, Matheisen (82. Herberg), Dogan (70. Benazza), Velosa (80. Neway), Mladenovic, Huß.

Türk Gücü Friedberg: Koob - Saighani (46. Yikilmaz), Henrich, Eren, Usic, Gatamura (72. Hayashi), Schorr (82. Knecht), Imek (46. Scheffler), Häuser, Michel, Reljic.

Tore: 1:0 Mehnatgir (9.), 2:0 Herdt (35.), 2:1 Reljic (56.), 3:1 Vogt (73.), 4:1 Matondo (77.), 5:1, 6:1 Vogt (78., 86.). - SR: Kamnitzer (Eltville). Zuschauer: 250. DIRK WINTER

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