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Türk Gücü Friedberg souverän

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Alles im Griff in Waldgirmes - Enis Dzihic, der Trainer von Türk Gücü Friedberg. © Timo Jaux

(flh). Der SC Waldgirmes ist in der zweiten Runde des Fußball-Hessenpokals ausgeschieden. Die Lahnauer unterlagen am Mittwochabend zu Hause Türk Gücü Friedberg ebenso verdient wie deutlich mit 0:4 (0:2).

Bei Dauerregen und unter Flutlicht war in der Begegnung der beiden Hessen-Ligakonkurrenten auf dem Waldgirmeser Kunstrasen fast ein Klassenunterschied zu erkennen. Beide Trainer hatten gegenüber dem letzten Rundenspiel kräftig die Rotationsmaschine angeworfen und jeweils sechs Änderungen in den Startformationen vorgenommen. Bei den Gastgebern begann im Tor der aus Ehringshausen nach Waldgirmes gewechselte Moritz Weese, der bereits nach zwei Minuten einen Flachschuss von Masih Saighani stark aus dem unteren Eck fischte. Vier Minuten später wurde Nico Götz von Kevin Bartheld auf die Reise geschickt, legte dann aber das Spielgerät am herausstürzenden TG-Keeper Felix Koob, allerdings auch um wenige Zentimeter am Gehäuse vorbei.

»Gehen wir hier in Führung, läuft es vielleicht anders«, beschrieb SC-Trainer Mario Schappert eine der Schlüsselszenen des Spiels. In der Folgezeit übernahmen die spielstarken Gäste das Kommando. Technisch und spielerisch stark, mit guten Ideen und herausragenden Einzelspielern, die auch als Team funktionierten, kamen sie immer wieder in die gefährliche Zone der Hausherren. Zudem waren ihre Standards, meist getreten von Ex-Profi Patrick Schorr, brandgefährlich. So war es auch nicht verwunderlich, dass zwei Ecken auch zu den beiden ersten Toren führten. Die eine faustete sich SC-Schlussmann Weese unter leichter Bedrängnis ins eigene Tor (20.), die zweite köpfte Toni Reljic in der Nachspielzeit völlig unbedrängt ins lange Eck (45.+1). »Die trainieren wir regelmäßig, umso schöner, dass sie heute zu Toren geführt haben«, freute sich TG-Trainer Enis Dzihic.

Der sah auch in Halbzeit zwei eine starke Gästeelf, die zwar einen Gang zurückschaltete und Tempo aus dem Spiel nahm, aber weiterhin alles unter Kontrolle hatte. Gegen die nun aufmachenden Gastgeber stellten Kodai Hayashi (66.). und der eingewechselte Nils Knecht (72.) jeweils nach Kontern den Endstand her. »Heute wollten wir bewusst den Akteuren eine Chance geben, die sonst nicht unbedingt unter den ersten Elf sind. Sie haben sich nahtlos eingefügt«, freute sich Dzihic über seinen breiten Kader. Die Gastgeber gaben sich nicht auf und kamen auch noch zu zwei hochkarätigen Torchancen. Allerdings war diesmal weder Felix Erben (82., 87.) noch Max Schneider (82.) der Ehrentreffer vergönnt. »Anfangs war es noch ausgeglichen, dann haben wir aber die Standards nicht gut verteidigt. Nach dem zweiten Tor kurz vor der Pause war es dann eigentlich durch«, zog Schappert ein enttäuschtes Fazit.

Waldgirmes: Weese - Stephan, Fries (46. Kim), Erler, Böttcher (74. Bräuer) - Cost - Fürstenau, Bartheld (60. Erben) - Ünal (74. Gebauer), Schneider - Götz (60. Wiessner).

Friedberg: Koob - Schorr (74. Usic), Saighani, Häuser, Gatamura (70. Knecht) - Jost (76. Scheffler) - Yikilmaz (60. Fujikawa), Reljic, Mahmudov, Hayashi (76. Likaj) - Imek.

Im Stenogramm: Schiedsrichter: Angermeier (Bad Camberg) - Zuschauer: 100 - Tore: 0:1 Weese (20., Eigentor), 0:2 Reljic (45.+1), 0:3 Hayashi (66.), 0:4 Knecht (72.).

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