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Türk Gücü Friedberg tritt im Hessenpokal beim FSV Fernwald an

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Von: Christoph Sommerfeld

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Jan Philipp Häuser peilt am Samstag mit Türk Gücü Friedberg den Einzug ins Viertelfinale des Hessenpokals an. © Nicole Merz

Türk Gücü Friedberg will sich den Traum von einem weiteren attraktiven Gegner im Hessenpokal erfüllen. Dafür muss die Truppe von Trainer Carsten Weber am Samstag beim FSV Fernwald bestehen.

(cso/fro). Türk Gücü Friedberg steigt mit dem Hessenpokal-Achtelfinale in den Pflichtspielbetrieb des Jahres ein und tritt am Samstag (15 Uhr) beim FSV Fernwald an. Die Gastgeber hatten als Pokalsieger im Fußballkreis Gießen in den ersten drei Runden Freilos, nachdem sie im Jahr zuvor einem freiwilligen Verzicht zugunsten der Profivereine zugestimmt hatten. Ansonsten hätte der Verband den Hessenpokal nicht über die Bühne bringen können. Die Kreisstädter hingegen mussten sich in drei Begegnungen für die Runde der letzten 16 qualifizieren. Dabei kegelten sie im November 2021 in Runde 3 den Drittligisten SV Wehen Wiesbaden aus dem Wettbewerb (1:0).

Fernwald schaffte in der Vorrunden-Gruppe A der Hessenliga den Sprung unter die besten fünf und spielt somit in der Aufstiegsrunde. Türk Gücü dagegen verfehlte sein Ziel und muss ab 6. März in der Abstiegsrunde den Klassenerhalt sichern. »Ich denke, die Fernwalder werden dem Spiel eine hohe Bedeutung beimessen, da sie schon sicher in der Liga bleiben. Und nach oben dürfte für sie nicht mehr so viel gehen«, glaubt Friedbergs Trainer Carsten Weber. »Wir dagegen richten die volle Aufmerksamkeit auf die Liga.«

Mit Erdinc Solak und Ceyhun Dinler treffen die Wetterauer am Samstag auf zwei ehemalige Türk-Gücü-Akteure. Solak ist mit acht Treffern der bislang erfolgreichste FSV-Torjäger in dieser Saison. Dahinter folgen Tim Richter (6), Nicolas Strack (5) und Yannis Grönke (4). Die Mannschaft von Coach Daniyel Bulut ist somit offensiv breiter aufgestellt als die Friedberger, die mit Noah Michel zwar den besten Torjäger der B-Gruppe in ihren Reihen haben, ansonsten aber keinen Akteur mit mehr als drei Saisontoren stellen. »Das ist so, wir sind extrem abhängig von Noah«, gibt Weber ganz offen zu. Die Fernwalder verstärkten sich im Winter mit Johannes Hofmann von der SG Barockstadt Fulda-Lehnerz. Der Mittelfeldstratege verfügt über Regionalliga-Erfahrung.

Nach einer »schwierigen Vorbereitung« (Weber) müssen die Kreisstädter am Samstag auf ein Quintett verzichten. Aret Demir und Eray Eren sitzen ihre Sperren ab, die sie nach dem Urteil des Sportgerichts im Dezember erhalten hatten. Dabei wurde über die Vorkommnisse beim Liga-Spiel zwischen dem TuS Dietkirchen und Friedberg vom 31. Oktober entschieden. Zudem fehlen Alban Lekay (privat verhindert), Julian Scheffler und Kwonsu Lee (beide verletzt).

Eine zusätzliche Motivation dürfte die Kenntnis bezüglich des Gegners in der nächsten Runde sein. Auf den Gewinner der Partie wartet im Viertelfinale kein geringerer als der Regionalligist Kickers Offenbach. Der Traditionsverein südlich des Mains setzte sich am Mittwoch mit 4:0 beim Verbandsligisten FV Biebrich durch. »Das ist natürlich ein zusätzlicher Anreiz. Offenbach wäre ein sehr attraktiver Gegner - sportlich und finanziell«, konstatiert Weber.

Bei Schmuddelwetter im November gegen Wehen hatten sich schon 760 Zuschauer auf dem Burgfeld eingefunden. Diese Zahl könnte locker überboten werden, wenn der OFC bei vermutlich besserem Wetter und günstigeren Corona-Regeln in der Wetterau gastiert. Doch zunächst einmal richten sich die heimischen Blicke nach Fernwald.

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