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Türk Gücü Friedberg: Vom Elfmeterpunkt Punkt verschenkt

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Von: Pedro Acebes Gonzalez

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Peter Jost (links) hält Matheus de Moura Beal vom FC Gießen. Rechts: Türk Gücü-Kapitän Daniel Henrich. © Timo Jaux

Türk Gücü Friedberg spielt in der Fußball-Hessenliga gegen den FC Gießen in der Schlussviertelstunde in Unterzahl - und hätte beinahe noch einen Punkt erkämpft.

(ace). In einem emotionalen Hessenliga-Spiel hat Türk Gücü Friedberg am Samstag vor der besten Saisonkulisse von 360 Zuschauern gegen den FC Gießen mit 1:2 (0:1) verloren und durch die erste Heimniederlage und die zweite Niederlage in Folge wichtigen Boden in der Tabelle eingebüßt. Statt nach Punkten mit Tabellenführer Eintracht Stadtallendorf gleichzuziehen, musste Friedberg nicht nur die formstarken Gießener an sich vorbei ziehen lassen, sondern fiel hinter dem FSV Fernwald sogar auf Rang fünf zurück.

Dagegen setzt sich der Höhenflug des FC Gießen nach dem achten ungeschlagenen Spiel in Folge fort. Die Mannschaft von Trainer Daniyel Cimen schob sich mit 27 Punkten auf Rang drei vor und könnte am Mittwoch im Nachholspiel gegen TuS Dietkirchen (19.30 Uhr) sogar die Tabellenspitze anvisieren. »Die neuformierte Mannschaft nimmt eine tolle Entwicklung. Das steht bei uns nach dem Abstieg aus der Regionalliga im Vordergrund. Natürlich fördern die positiven Ergebnisse diesen Prozess. Die Basis für den Erfolg ist, dass wir als Mannschaft unheimlich gut verteidigen und vorne die Qualität haben, dass wir die nötigen Tore schießen. Das ist nach einem Viertel der Saison eine schöne Momentaufnahme«, beurteilte Gießens Trainer Daniyel Cimen die Tabellenlage.

Mann des Tages bei den Gästen war der erst kürzlich verpflichtete Mittelstürmer Michael Gorbunow. Der 24-jährige war nach dem Auslaufen seines Vertrages bei Regionalliga-Absteiger TSV Schott Mainz auf dem Markt und in seinem zweiten Einsatz gelangen dem Angreifer gleich zwei Tore. Neben dem frühen Führungstreffer (2.) staubte Gorbunow in der 75. Minute nach einem kuriosen Lattentreffer von Innenverteidiger Adrian Kireski, als der Ball gleich dreimal mit voller Wucht gegen das Aluminium knallte, zum 2:0 ab. Kurz danach wurde Friedbergs Abwehrchef Masih Saighani wegen Reklamierens mit der Gelb-Roten Karte bedacht (76.).

Und dennoch hätte Türk Gücü trotz einer insgesamt nicht guten Vorstellung noch einen Zähler ergattern können. Nach einer Kopfballablage des eingewechselten Japaners Kodai Hayashi war Daniel Henrich per Kopf erfolgreich (80.). Und dann hätte Torjäger Noah Michel gegen seinen Ex-Verein mit einem an ihm selbst verwirkten Foulelfmeter wenigstens noch ein Remis erzielen können, doch FCG-Torwart Aleksa Lapcic parierte bravourös (87.). Als dann Friedberg in der Nachspielzeit alles samt Torhüter Felix Koob nach vorne warf, versuchte es Gießen mit Wessam-Ghani aus 50 Metern, doch der Ball hoppelte langsam am leeren Tor vorbei.

Friedbergs Trainer Enis Dzihic war enttäuscht: »Wir haben nicht gut gespielt. Momentan machen wir es dem Gegner zu einfach. Auch meine erfahrenen Spieler erlauben sich zu viele leichte Fehler.«

Türk Gücü Friedberg: Koob - Häuser, Saighani, Usic (46. Scheffler), Eren - Henrich, Jost (46. Mahmudov) - Imek (69. Hayashi) Reljic, Yikimaz - Michel.

FC Gießen: Lapcic - Assar, Kireski, Fink, Wessam-Ghani - Harder (70. Mahmuti), de Moura Beal, Hagley, Maingad - Filsinger (83. Pekesen), Gorbunow.

Im Stenogramm / Tore: 0:1, 0:2 (2./75.) Gorbunow, 1:2 (80.) Henrich. - Schiedsrichter: Stübing (Breitenborn).Gelb-Rote Karte: Saighani (Friedberg/76.). - - Zuschauer: 360.

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