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Türk Gücü Friedberg: Hessenligist spielt künftig auf dem Burgfeld

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Von: Laurin Sondermann

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Auf dem Burgfeld trägt Türk Gücü Friedberg künftig seine Spiele in der Fußball-Hessenliga aus © Nicole Merz

Die Entscheidung ist gefallen: Die Sportanlage am Burgfeld wird die neue Heimspielstätte des Fußball-Hessenligisten Türk Gücü Friedberg. Die Entscheidung sei final und verbindlich, wie die Stadt mitteilt.

Der Fußball-Hessenligist Türk Gücü Friedberg hat eine neue Heimstätte für die Saison 2022/23. Zukünftig werden die TGF-Kicker auf der Sportanlage am Burgfeld spielen, dies hat nun die Stadt Friedberg um Bürgermeister Dirk Antkowiak und Sportabteilungsleiter Holger Kopsch entschieden.

Nachdem bereits am Montagabend bei einem Treffen zwischen der Stadt Friedberg und den städtischen Fußballvereinen sowie den Leichtathleten des TSV Friedberg-Fauerbach mitgeteilt wurde, dass Türk Gücü definitiv nach Friedberg zurückkehren würde, folgte am gestrigen Freitag die endgültige Entscheidung. Die Heimspiele des Hessenligisten werden samstags und frühestes um 17 Uhr stattfinden.

Die Entscheidung für die Sportanlage am Burgfeld begründete der Sportabteilungsleiter der Stadt Friedberg, Holger Kopsch, wie folgt: »Die Stadt möchte Transparenz für alle Vereine schaffen, daher war es uns wichtig, die Vereine miteinzubinden. Sowohl Herr Bürgermeister Dirk Antkowiak als auch die Sportabteilung im Rathaus wissen, dass wir mit dieser Entscheidung nicht allen Wünschen und Vorstellungen der Vereine gerecht werden (können). Uns ist auch bewusst, dass hierdurch - insbesondere auf dem Burgfeld - die Belastung für die betroffenen Vereine und auch die Spielfelder steigt. An der Ausgangslage lässt sich jedoch nichts ändern und die Lösungsmöglichkeiten sind extrem begrenzt. Wir sind aber der Ansicht, dass die von uns - und zwar final und verbindlich - getroffenen Regelungen den bestmöglichsten Kompromiss darstellen und durchaus für alle Seiten akzeptabel sind.«

»Bereits seit vier Jahren steht dieses Thema bei uns auf der Agenda. Nun waren wir als Stadt dazu gezwungen, eine Entscheidung zu treffen, da die Vereine unter sich keine Einigung finden konnten«, gab Bürgermeister Antkowiak am Montag bei dem Zusammentreffen aller Beteiligten bekannt. Klar war, dass gehandelt werden musste, da ab dem 30. Juni das Ober-Rosbacher Eisenkrain Türk Gücü nicht mehr zur Verfügung steht. Der Wunsch des Hessenligisten war schnell klar - das Burgfeld sollte die neue Spielstätte für die kommende Hessenliga-Saison werden.

Die Vertreter von Türk Gücü sind mit der Entscheidung der Stadt sichtlich zufrieden: »Das Burgfeld hat die Infrastruktur für die Hessenliga. Wir möchten unseren Gegnern eine geeignete Sportanlage zur Verfügung stellen, genauso wie unsere Gegner es bei unseren Auswärtsspielen machen. Die Kadergrößen und der Staff in der Hessenliga hätten nicht in eine Kabine wie in Bruchenbrücken gepasst. Mit dem Burgfeld haben wir unsere Wunschlösung erhalten«, so Fatih Kaplan aus der Führungsetage von Türk Gücü.

Die Situation auf den Sportanlagen der Stadt war bereits vor der Rückkehr Türk Gücüs angespannt - die Rückkehr und der Umbau des Sportplatzes in Fauerbach in der kommenden Saison verschärften diese Situation noch einmal erheblich. Schließlich braucht auch der FC Olympia Fauerbach während der Installierung eines neuen Kunstrasenplatzes an der heimischen Spielstätte eine Ausweichlösung. Diese soll, sobald ein Bauherr gefunden ist, mit allen beteiligten Vereinen besprochen werden. Bezüglich des Umbaus in Fauerbach rechnet die Stadt mit einer Umbauzeit von zwei bis vier Monaten. Allerdings dürfte es eher auf eine Umbauzeit von mindestens vier Monaten hinauslaufen.

Stadt verhandelte mit Bad Nauheim und Rosbach

Wie akut der Mangel an freien Zeiten auf den eigenen Sportplätzen in Friedberg ist, zeigt sich auch dadurch, dass Bürgermeister Antkowiak und Sportabteilungsleiter Kopsch mit den Städten Bad Nauheim und Rosbach verhandelten, um eine Sportanlage auf Kosten der Stadt anzumieten.

Dies sei nicht gelungen, aber man ist sich sicher, dass man mit der vorhandenen Infrastruktur auskommen wird. Weiterhin gab man bekannt, dass die langfristige Lösung eine neue Sportanlage an der Kaserne sein soll.

Beim Treffen am Montag hatte die Stadt noch den Sportplatz in Bruchenbrücken als mögliche Option für den Spielbetrieb des Hessenligisten vorgestellt. Nach einer Ortsbegehung mit Bürgermeister Antkowiak, Vereinsvertretern des SV Bruchenbrücken und Türk Gücü Friedberg sowie Thorsten Bastian vom Hessischen Fußballverband als zuständigen Klassenleiter der Hessenliga, sei man zu dem Entschluss gekommen, dass der Standort Bruchenbrücken aus mehreren Gründen (Probleme am Flutlicht, Kabinengröße, Parksituation etc.) nicht den Vorraussetzungen für einen Spielbetrieb in der höchsten hessischen Amateurklasse entspreche. Diese Vorraussetzungen seien lediglich auf dem Burgfeld erfüllt. Um Ruhezeiten für den Rasen auf dem Burgfeld zu gewährleisten, finden lediglich die Heimspiele und eine Trainingseinheit von Türk Gücü auf dem Burgfeld statt. Zwei weitere Trainingseinheiten werden dennoch in Bruchenbrücken durchgeführt.

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