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Hessenliga: Türk Gücü tritt auf der Stelle

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Von: Pedro Acebes Gonzalez

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(ace). Türk Gücü Friedberg hat in der Abstiegsrunde der Hessenliga unter dem neuen Trainer Enis Dzihic zum zweiten Mal in Folge ein Unentschieden erreicht. Nach dem 1:1 (0:0) gegen den Tabellenzweiten KSV Baunatal bleiben die Friedberger aber auf einem Abstiegsplatz stecken.

Es war das zehnte Remis der Kreisstädter in dieser Saison, welches am Samstag bei herrlichem Sonnenschein und Temperaturen um die 20 Grad am Ober-Rosbacher Eisenkrain mal wieder nur von einem überschaubaren Publikum observiert wurde. Ohne den afghanischen Nationalspieler Masih Saighani zeigten die Friedberger aber über weite Strecken eine gute Mentalität und versuchten, die Spielphilosophie von Dzihic mit hohem Gegenpressing und schnellem Umschaltspiel umzusetzen. Viele Höhepunkte gab es freilich im ersten Abschnitt nicht. Baunatal reklamierte in der zehnten Minute einen Foulelfmeter an Hüseyin Cakmak, doch Schiedsrichter Thorsten Eick erkannte keine Regelwidrigkeit.

Auf der anderen Seite sprang ein Freistoß von Patrick Schorr tückisch auf. KSV-Torhüter Kim Sippel, der hinterher einige Unsicherheiten offenbarte, klärte zur Ecke. Verletzungsbedingt musste Friedberg schon in der 16. Minute Daisuke Fukuhara auswechseln, es kam Flügelflitzer Kamil Yikilmaz, der im zweiten Durchgang in der 77. Minute wieder ausgewechselt wurde, was Dzihic auf Nachfrage nicht als »Höchststrafe« verstanden wissen wollte: »Kamil hat sehr viele Meter nach hinten und vorne gemacht. Ich wollte mit Lee einen neuen Impuls bringen.«

Im zweiten Abschnitt verhängte der Unparteiische nach einer Stunde einen Handelfmeter, als Baunatals Berke Durak der Ball gegen die Hand sprang. TGF-Torjäger Noah Michel scheiterte zunächst vom Punkt an Sippel, traf aber im Nachschuss zum 1:0 (61.). Zuvor hatten die Wetterauer zwei Mal vergeblich nach vermeintlichen Handspielen Elfmeter gefordert. Lange hielt die Führung nicht, denn Baunatal erzielte durch Cakmak mit einem Schuss aus der zweiten Reihe zeitig den Ausgleich (68.). und hätte durch Fatih Üstün auch noch zum Siegtreffer kommen können.

Kurios: Den einzigen Platzverweis kassierte der Sportliche Leiter der Friedberger Sinan Karanfil. Aus Frust schlug er den Ball an der Seitenlinie volley weg. Der Unparteiische vermutete zunächst einen Zuschauer im Innenraum, fragte nach Karanfils Funktion und zückte wegen unsportlichen Verhaltens die Rote Karte (78.).

Dzihic war hinterher mit dem kompakten Auftritt in den ersten 70 Minuten zufrieden: »Baunatal hat zweimal auf das Tor geschossen bis zum 1:1. Jeder von uns hätte gerne den Sieg gesehen, aber jetzt heißt es weiter machen. Wir müssen uns aber mal belohnen. Den Kopf in den Sand stecken ist nicht meine Mentalität, deswegen ziehe ich das positive aus dem Spiel.«

Türk Gücü Friedberg: Koob; Eren, Dudda, Häuser, Schorr - Henrich, Usic - Fukuhara (16. Yikilmaz/77. Lee), Jost, Imek - Michel (90.+2 Mahmudov).

KSV Baunatal: Sippel; Wilhelm (66. Recker), Schneider, Künzel, Durak - Schäfer (86. Bandowski), Berninger-Bosshammer, Üstün, Blahout - Gül (60. Schmeer), Cakmak.

Im Stenogramm: Tore: 1:0 Michel (61.), 1:1 Cakmak (68.). - SR: Eick (Alsfeld). - Z.: 137.

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