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Turnier am Marienhof in Friedberg: Späte Entscheidung im S*-Springen

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Von: red Redaktion

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In der Springprüfung der Klasse S* schafft Karl-Georg Schäfer auf Great Blue zwar keine Platzierung. Dafür stellt der Bereiter des Marienhofs aber erfolgreich junge Pferde vor. NIC © Nicole Merz

800 Starts sahen die Reitsportfreunde beim Turnier der PSG Marienhof in Friedberg. Erfolgreich stellte Karl-Georg Schäfer, der als Bereiter auf der Anlage des Ausrichters tätig ist, junge Pferde vor

Vor einer großen Kulisse konnte Stefanie Alt aus Oberschelt das finale S-Springen für sich entscheiden und den Preis entgegennehmen. Von den heimischen Reitern beeindruckte vor allem Karl-Georg Schäfer, der Ausbildungsleiter des Marienhofs. Er gewann drei Prüfungen. Auf der Reitanlage der Familie Götz in Friedberg ging am vergangenen Wochenende wieder ein Springturnier über die Bühne. Zweimal musste die Veranstaltung Corona-bedingt abgesagt werden. Und so war die Freude und der Zuspruch der Reiter merklich zu spüren.

Die Turniere in den Klassen A bis S wurden in den zurückliegenden 24 Monaten fast ausschließlich für Berufsreiter und Kadermitglieder ausgeschrieben. Amateure blieben außen vor und mussten sich mit Trainingseinheiten unter Turnierbedingungen begnügen. Ein Turnier - wie auf dem Marienhof - in familiärer Atmosphäre ist selten geworden und kann nur mit persönlichem Engagement der Vereine und Anlagenbetreiber realisiert werden.

Der Freitag stand ganz im Zeichen der Jungpferde-Prüfungen. Hier war Karl-Georg Schäfer, der als Bereiter auf dem Marienhof tätig ist, überaus erfolgreich und siegte in zwei Stilspringprüfungen der Klasse A* bzw. A** auf Gasparo. Schäfer, der für den Wiesbadener RFC startet, holte sich auch die Siegerschleife in der Springpferdeprüfung der Klasse M* auf Utopia.

Maximilian Kögler von der PSG Marienhof wurde mit Vinessa in einer Springprüfung der Klasse A* zum Sieger gekürt. Maximilian Löschke vom Friedberger Reit-und Fahrverein wurde mit Anna Z auf dem vierten Platz notiert.

Am Samstag standen dann Springprüfungen von A* bis M* auf dem Programm. Das beste heimische Ergebnis im M*-Springen erzielte Jaqueline Gebhard vom Wetterauer Reitverein Friedberg auf Calvados. Sie wurde Fünfte in der ersten Abteilung, während Vereinskollegin Nadine Kögel auf Adessa du Rouet sich als Siebte der zweiten Abteilung platzierte.

Der Sonntag stand dann ganz im Zeichen des ambitionierten Sports. Nele Neubauer vom gastgebenden Verein wurde mit Historius van de Osseweide in einer Springprüfung der Klasse A* Siegerin in der zweiten Abteilung. Ein goldiges Highlight war die Führzügelklasse der Kleinsten. Laura Rupp (Nieder-Florstadt), Lisa Marx (Bruchköbel), Nela Walther (Wetterauer RV Friedberg) und Annica Elise Götz (PSG Marienhof) wurden mit ihren Ponys allesamt mit einer 7,4 bewertet und strahlten über den gemeinsamen Sieg in der zweiten Abteilung. In der ersten Abteilung gewann Liz Doris Kögler von der PSG Marienhof (7,8).

28 Starter in der S*-Springprüfung

Das Finale der Springprüfung der Klasse S* mit Siegerrunde war mit 28 Startern gut besetzt. Dazu gehörte auch Ann-Sophie Klos vom Leidhecker RFV auf Chacomo. Sie schied als einzige Wetterauer Starterin aber vorzeitig aus.

Der von Stefan Schäfer mit einer dreifachen Kombination gesteckte Parcours verlangte den Aktiven, nicht zuletzt aufgrund des engen Zeitlimits, alles ab. Für die Siegerrunde qualifizierten sich die besten Acht des ersten Umlaufs, wobei die Fehlerpunkte in die Siegerrunde mitgenommen wurden.

Maximilian Wirzberger-Jach konnte sich gleich mit zwei Pferden qualifizieren. Der aus Stiftland angereiste Reiter brachte E Risingson und Montelino in die Siegerrunde. Genauso zirkelte Stefanie Alt aus Oberscheld Gucci van Heiste und Salut Ca Va mit nur einem Zeitfehler und einmal fehlerfrei durch den Parcours und qualifizierte ebenfalls zwei Pferde für die Siegerrunde.

Raja Catharina Andrataschke, die für Wallau an den Start ging, markierte den einzigen weiteren Null-Fehler-Ritt des ersten Durchgangs. In der Siegerrunde war die Entscheidung bis zuletzt sehr spannend. Andratschke, die Da Vinci gesattelt hatte, blieb auch im zweiten Umlauf fehlerfrei und stellte mit 49,88 Sekunden die Bestzeit auf.

Da alle anderen Reiter Fehler aus der ersten Runde mitgebracht hatten, konnte nur noch Stefanie Alt die Prüfung mit einem schnelleren Ritt für sich entscheiden. Mit viel Mut und etwas Glück blieben sie und ihr Pferd Salut Ca Va fehlerfrei und waren mit 44,73 Sekunden auch noch schneller unterwegs. Die goldene Schleife war der Lohn.

Anlagenbetreiber Christian Götz war sichtlich über die Anerkennung von vielen Seiten bewegt: »Der Verein PSG Marienhof Friedberg, unsere ganze Familie und unsere Freunde haben ein tolles Turnier auf die Beine gestellt. Mit über 800 Starts wurden wir für die Mühe belohnt. Die große Anzahl an Zuschauern, die am Final-Sonntag auf dem Platz waren, hat mich sehr gefreut und zudem an alte Zeiten erinnert.«

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Ein goldiger Höhepunkt: Die erste Abteilung der Führzügelklasse entscheidet Liz Doris Kögler auf Winnetou für sich. NIC © Nicole Merz

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