1. Startseite
  2. Sport
  3. Lokalsport

TV Petterweil: Desolate Leistung bei der HSG Pohlheim

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

(am). Ein gutes Frühstück hilft für den ganzen Tag. Sagt der Volksmund. Ein guter Start für ein ganzes Spiel. Könnten Handballer ergänzen. Doch dass der gelungene Auftakt des Handball-Oberligisten HSG Pohlheim gegen den TV Petterweil in einem deklassierenden 36:18 (16:11)-Sieg des favorisierten Gastgebers münden würde, das war nicht unbedingt abzusehen, als der Favorit glänzend aus den Startlöchern der Sporthalle Holzheim gekommen war.

»Das war wirklich desolat«, zog Gäste-Trainer Martin Peschke ein bitteres Fazit. »So ein Ergebnis hat in dieser Liga nichts verloren«, musste der Petterweiler Coach resigniert feststellen, dass damit die Chancen seiner Farben auf den Einzug in die Endrunde der Saison 2021/22 deutlich gesunken sind.

Pohlheims Trainer Andreas Lex dagegen freute sich, dass vor dem Spitzenspiel bei der HSG Kleenheim-Langgöns die Ausgangslage für die zweite Saisonhälfte mit den Vergleichen gegen die Spitzenteams der Südgruppe verbessert werden konnte. »Wir haben gezeigt, was für eine Qualität wir in der Abwehr haben«, merkte er zufrieden an. Das kam vor allem in der zweiten Hälfte zum Tragen, die mit 20:7 (!) an die Blau-Weißen ging.

Aber schon im ersten Durchgang hatten die Hausherren das Spiel bestimmt. Bereits nach zehn Minuten leuchtete eine 6:1-Führung von der Anzeigetafel. Die Wetterauer fanden jetzt etwas besser ins Spiel, näher als auf drei Tore wie beim 11:8 (21.) durch einen Gegenstoßtreffer ihres besten Werfers Florian Wassberg kamen sich aber nicht mehr heran. Tom Gilbert baute die Halbzeitführung der HSG wieder auf 16:11 aus.

Und nach dem Wiederanpfiff wurde das Spiel immer einseitiger. Bis zum 13. Treffer der Gäste durch Wassberg beim 26:13 in der 44. Minute (!) hatten diese lediglich ein Siebenmetertor auf der Habenseite. Martin Peschke mochte auch das ungewohnte Nutzen von Harz nicht als Entschuldigung gelten lassen. »Natürlich hatten wir Harzprobleme. Aber wir haben uns kampflos ergeben und viel zu viele Fehler gemacht«, ärgerte er sich.

Andi Lex dagegen konnte die ganze Breite des Kaders ausnutzen. »Unsere zweite Garde hat das sehr gut gemacht«, brachte er mit seinem Trainerpartner Jens Dapper früh frische Akteure auf das Spielfeld. Dies nutzte vor allem Nachwuchstorhüter Pascal Neul. Er knüpfte nahtlos an die glänzende Leistung von Jannik Schlegel an und erhielt ebenso mehrfach Szenenapplaus. Alleine mit dem Tempospiel nach vorne war der frühere Bundesligaspieler Lex nicht vollauf zufrieden.

Pohlheim: Schlegel, Neul; Friedl (5), Happel (3), Weisel (6), Rühl (4), S. Lex (5), Niclas, Drommershausen (4), Lambrecht (3), Kludt, Gilbert (5/1), C. Träger (1), J. Träger.

Petterweil: Bouali, Schneiker; Wagner (1), Trouvain (1), Bachmann, Kusan (2), Pfeiffer, F. Koffler, Fernandes (1), J. Koffler (2/2), Neuhalfen, Wassberg (7), Pletz (1), Jankovic (2).

Im Stenogramm / SR: Ernst/Henkel (Idstein/Rüsselsh.) - Zuschauer: 200 - Strafen: 2:6 Minuten - Siebenmeter: 4/1:3/2.

Auch interessant

Kommentare